Blutmilchpilz - Lycogala epidendrum

Der auch als Wolfsmilch bekannte Pilz wächst am liebsten in kleinen Grüppchen. Beim Anschneiden offenbart er seinen schleimigen Inhalt, was ihn zum Verzehr ungenießbar macht.
Als Heilessenz wirkt der Blutmilchpilz auf den Gemeinschaftssinn. Er fördert das gleichberechtigte Miteinander und die Übernahme von Verantwortung in einer Gemeinschaft. Er reguliert auf sanfte Weise Selbstgefälligkeit und daraus entstehende Überheblichkeit gegenüber Familienangehörigen und sogar den eigenen Kindern.

Blutmilchpilz

Kompensiert erkennen wir einen Menschen, der Schwächere verachtet und heuchelnde Unterwürfigkeit gegenüber Obrigkeiten zeigt. Schwellender Neid auf gleichgestellte Personen führt zu Intrigen und Mobbing.

Es besteht der Impuls bei jeder Belobigung, die eine andere Person erhält, sich übergangen und ungeliebt zu fühlen.Das schwache Ego wird mit Angeberei und Arroganz aufpoliert. Bei Männern besteht auch ein Hang sich dem anderen Geschlecht zu bedienen, ohne Interesse auf eine Bindung oder wachsende verantwortungsvollen Beziehung. Sex als zahlbare Ware, rein zur körperlichen Befriedigung wäre ein männliches Mittelbild.

Es zeugt hier die Angst seine Schwäche zu zeigen, sich einem Menschen anzuvertrauen. Bei Frauen zeigt sich ein Zug ins Frigide, der Fluss von Emotion und Empfindung ist blockiert. Es ist wie ein tiefer Schlaf in einem Panzer, die Seele schwebt irgendwo im Niemandsland.

Im Realen zeigt sich der Hang zum intellektuellen Gerede und rein kopfgesteuerten Entscheidungen.
Das seelische Empfinden wird unterdrückt und relativiert.
Es fehlt erlebtes Verstehen und emotionale Wärme.

Körperlich hilft der Blutmilchpilz bei Übersäuerung und Magenempfindlichkeit.

Er weckt die Seele auf - es taucht eine süße Melancholie aus der Quelle auf, welche die unbegreifliche Depression verscheucht und ins Kreative treibt.
Die Sehnsucht erwacht, ausgedrückt in zarten Bildern, in Impressionen. Hilfreich daher bei Blockaden von Schriftstellern und Malern, wenn die Muse fehlt.

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