Schlehe - Prunus spinosa

2 bis 3 m hoher Strauch aus der Familie der Rosengewächse; mit lange Dornen; sehr hartes Holz; weiße Blüten, die vor den Blättern erscheinen; bevorzugt sonnige Standorte in Hecken und an Waldrändern.
Verbreitung: Europa
Blütezeit: März bis Mai

Schlehe

Schlehe steht für das Ende (vielleicht eines mit Schrecken) statt des Schreckens ohne Ende. Sie steht für den absoluten Neubeginn. Manchmal hat reparieren einfach keinen Sinn mehr, man muss die alte Sache einfach weg schmeißen und von vorne beginnen. Das schmerzt und bedeutet Verlust, kann einem gar ein Gefühl von Amputation eines Teils seiner selbst geben, denn man vernichtet schließlich einen Teil seines Lebens. Brutal und mit einem Hieb. Man übernimmt die Rolle des Bösewichts und sagt laut und deutlich „Schluss!“ und verabschiedet sich von einer zerstörerischen Beziehung, von einem krank machenden Arbeitsplatz, einer lieb gewonnenen Gewohnheit.

Schlehe gibt den Mut dazu. Schlehe gibt auch den Mut, sich selbst oder anderen weh tun zu können.

Diese Essenz macht Schluss mit Rumdruckserei, Schonhaltung und Schmusekurs für alle Beteiligten. Schlehe lässt einen mitten hinein springen in den heißen Brei, heikle Themenansprechen, alte Zöpfe abschneiden, klare Verhältnisse schaffen und die Welle an Ablehnung, die einem daraufhin entgegenschlägt, tapfer überstehen. Gelegentlich muss man Altes zerstören, um Platz für Neues zu schaffen. Die Eier müssen zerschlagen werden, soll ein guter Kuchen draus werden.

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