Borretsch (Borago officinalis)

„Ich erhelle das Herz und kläre das Gemüt schnell und befreiend!"

Borretsch

Der römische Gelehrte Gaius Plinius Secundus Maior, kurz Plinius der Ältere (etwa 23 bis 79 n.Chr.), soll gesagt haben: „Ich, Borretsch, bringe immer Freude“. Der griechische Arzt Dioscorides, der als der bedeutendste Pharmakologe seiner Zeit (1. Jahrhundert) galt, beschrieb Borretsch als Mittel, das dem Herzen Linderung bringe, die Melancholie vertreibe und Verrückte beruhige. Vergleichbares findet man in F. Losches „Kräuterbuch“von 1903: „Die holdseligen Borragenblumen mögen in Speise und Trank fröhlich benützt werden, denn sie stärken das Herz und Hirn, erwecken die verzagten, traurigen, melancholischen Menschen zur Freude und munterem Sinn, läutern das Geblüt“.

Diese Blütenenergie wird auch als „Herzbalsam“ bezeichnet. Es ist das passende Mittel bei all den Formen von Traurigkeit und Depression, die mit einem schweren Herzen einhergehen oder davon ausgelöst werden. Der Mensch im negativen Zustand fühlt sich niedergeschlagen, bedrückt. Vielleicht betrauert er den Tod eines geliebten Menschen, irgendetwas an die Substanz Gehendes verdüstert ihm die Stimmung. Kummer und Schmerz nehmen ihm den Antrieb, er fühlt sich schwer unfähig, das Schicksal zu ändern, unfähig aber auch, es anzunehmen. Mutlos und verzagt ist er außerstande, sich aufzurappeln und die Herausforderungen anzugehen. Die Blütenenergie löst häufig schnell diesen belastenden Zustand auf.

© Peter Burger

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