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Berufskraut

Seit einiger Zeit gehe ich ja gar nicht mehr auf die Suche nach heilenden Pflanzen. Ich lasse sie mich suchen - oder besser: besuchen. Habe mir schon lange das Unkrautjäten abgewöhnt, ich finde es viel interessanter, abzuwarten und zu gucken, was da so wächst in meinem kleinen Garten.

Lange habe ich beispielsweise vergeblich nach dem Kleinen Weidenröschen gesucht. Bis es schliesslich von selbst in meinem Garten auftauchte.
Also bin ich jedes Jahr auf‘s Neue gespannt, was sich diesmal zeigen wird, bin manchmal versucht, die Pflanze doch heraus zu holen, weil sie meine Lieblinge bedrängt, aber solange es keine echte „Killerpflanze“ ist, darf sie auch bleiben.
Dies Jahr nun tauchte das Kanadische Berufskraut auf.

Kanadisches Berufskraut

Aus dem fernen Kanada in meinen kleinen Garten...
naja, ist vielleicht etwas egozentrisch, diese Perspektive, da dies Kraut mittlerweile auch anderswo in mildem Klima weit verbreitet ist, wenn es auch trotz seiner Grösse (bis 1,20m) so unscheinbar ist, dass es leicht übersehen oder eben als Unkraut betrachtet wird.

Immerhin benutzen die Kanadier es als Heilpflanze bei Durchfall und Blutungen.
In Europa unterwegs ist diese Pflanze schon seit 300 Jahren.
In Magie und Volksheilkunde sind Berufkräuter Pflanzen, die vor bösen Geistern schützen. Wenn beispielsweise Neugeborene unaufhörlich schrien, wurde das oft bösen Einflüssen zugeschrieben, die man mit einem Berufskraut zu vertreiben suchte.

Ich weiss nicht, ob das wirklich half. Vielleicht war es aber auch eine intuitive Anwendung bei den so genannten Drei-Monats-Koliken der Säuglinge, aber das ist natürlich Spekulation.

Nun, jedenfalls habe ich eine Essenz daraus gemacht, über die sich naturgemäss noch nicht viel sagen lässt.

Anne Rensing von Irisflora hat das Kanadische Berufskraut schon etwas länger in ihrem Sortiment. Sie sagt, es diene dazu, sich weder manipulieren noch einschüchtern zu lassen.

Vielleicht eine Essenz für Mobbing-Opfer?