Futteressenz

(Name wird noch immer ermittelt) in der Nähe der Petroglyphen an einem Wasserlauf, April 98

... unterstüzt die Wahrnehmung für die eigenen Bedürfnisse.

Eine strauchartige Pflanze, die bei dem ersten Hinschauen wie vertrocknet aussieht und dennoch Aufmerksamkeit herausfordert. Ich sah sie, habe sie mir betrachtet, eine Dose Nüsse ausgepackt und während ich sinnierend diese Pflanze betrachtete, tüchtig gefuttert. Dabei fiel mir auf, daß die braunorangen Blüten, die auf den ersten Blick einem Trockenblumenstrauß glichen, nicht vertrocknet sind, sondern daß die Pflanze dergestalt blüht. Die länglichen, schmalen, mattgrünen Blätter der Pflanze wachsen paarweise am Stamm und den Seitenarmen, die Blüte hat viele kleine ovale Blütenblätter, eine hochstehende Polle, die unten grün und oben gelb ist.

Futteressenz

Ihre Essenz lenkt die Aufmerksamkeit in den Bauch und vermittelt dort ein wohliges Gefühl, ebenso macht sie einen aufmerksam auf Appetit und Hunger, worauf auch immer dieser sich erstrecken mag. Die Ausstrahlung dieser Pflanze läßt einem die eigenen Bedürfnisse deutlich bewußt werden, so deutlich, daß man hierüber anderes vergißt oder als zweitrangig bewertet.

Sie läßt einen geplante Vorhaben vergessen bzw. in den Hintergrund schieben (das machen wir halt nachher oder später) und baut Stress ab. Sie läßt einen das Leben lockerer und lustvoller angehen. Elsa meinte zu dieser Essenz, „wenn wir hier noch lange bleiben, werden wir immer schusseliger.“

© Beatrice Mark, München 2006

Back to Top