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Weiden-Trio - Das Friedens-Trio

Neubeginn – Altes loslassen können
Weidenbäume stehen für größtmögliche Flexibilität, für die Fähigkeit, sich biegen zu können, ohne zu brechen. Standhaftigkeit gepaart mit Anpassungsfähigkeit - der Schlüssel zum Verständnis der Weiden-Essenzen.

Drei Weidenblüten
Drei Weiden auf einen Blick

Weide – Willow – Salix vitellina
Als Pflanze ist diese Weidenart leider gefährdet. Nicht durch den Menschen (ausnahmsweise) sondern durch natürliche Kreuzung mit der weißen Weide Salix alba. Irgendwann in der Zukunft wird uns diese Bachblüte nicht mehr zur Verfügung stehen – wie immer man das in Bezug auf die Veränderungen der Menschen, der Zeit, der Welt auch interpretieren mag. Experimente mit Salix alba haben zwar bislang keinen großen Unterschied in der Wirkung der Essenz ergeben, aber solange wir sie noch haben, bleiben wir erstmal bei der einst von Edward Bach gewählten Weidenart. Zumindest wenn es um das Thema Verbitterung und Groll geht.

Bachs Willow
Bachs Willow

Bachs Kategorie für diese Blüte ist Mutlosigkeit und Verzweiflung. Ein Weidenzustand ist allerdings einer, in den man nicht so schnell gerät. Eine schlimme Diagnose, ein entsetzlicher Verlust, ein grauenhaftes Ereignis können einen ganz schnell in tiefste Verzweiflung stoßen. In solchen Fällen greife man natürlich zu Notfalltropfen oder Edelkastanie (Sweet Chestnut). Die Weiden-Verzweiflung ist eine, die sich langsam und allmählich aufbaut. Ihr Mechanismus ist die Wiederholung. Beim ersten Fehlschlag denkt man vielleicht noch „naja, ist anderen auch schon pasiert“, beim zweiten nimmt man sich vor, sich besonders anzustrengen – aber beim zwanzigsten? Wer schreibt die hundertste Bewerbung noch mit der gleichen Sorgfalt wie die erste?

Hoffnungslosigkeit, Verzagtheit, Selbstzweifel bis zum Gefühl, ein totaler Versager zu sein, stellen sich ein. Fehlschläge sind bitter – ihre fortwährende Wiederholung führt entsprechend zur Verbitterung. Im Endstadium haben wir es mit ebenso enttäuschten wie wütenden, sich ohnmächtig und ausgeliefert fühlenden Zynikern zu tun, deren Reaktionsspektrum nur noch aus einer Komponente besteht: Ärger.

Das ist kein Stechpalmen-Ärger (Holly), der durch irgendein Ereignis ausgelöst wird, sich entlädt in Geschrei und Türenschlagen, um anschließend für die zurück kehrende Ruhe Platz zu machen. Es ist ein Ärger, der sich langsam aufstaut, der sich zum Zorn entwickelt auf das Schicksal, die Anderen, auf sich selbst und keine Möglichkeit der Entladung findet (sich letztlich eines Tages gegen einen selbst richtet, bei Autoimmunstörungen sollte man stets nach der „Weiden-Komponente“ Ausschau halten).

Es sind ewig Unzufriedene, deren einzige Gemütsäußerung das sich Beklagen ist, die es sich neben all dem Unglück, das sie erleben und erlebt haben, nun durch ihre Wesensart mit den Mitmenschen verscherzen und in die Einsamkeit driften, was wiederum die Erfahrung nur bestätigt, vom Schicksal geschlagen zu sein und zu weiterem Unglück führt. Eine Spirale, die stetig abwärts führt.

Weide
Weide

Dass sich dies nicht nur auf der emotionalen Ebene abspielen kann, wissen Pfleger, Helfer und Schwestern nur zu gut. Wer mit Patienten mit chronischen Schmerzen zu tun hatte, kennt die Tücken des Umgangs mit ihnen. Es sind schwierige Patienten, unbeliebte.

Gute Vorsätze, die aus welchem Grund auch immer nicht verwirklicht werden, sind das wahre „Weidenfutter“. Sie fördern einen solchen Geisteszustand, die Mutlosigkeit und den Zorn auf alles und jeden.

Weidenessenz ist nun eine, die uns aus dieser Spirale befreien kann. Sie ist DIE Blüte gegen chronische Schmerzen egal welcher Art. Wussten Sie, dass der berühmte Wirkstoff des Aspirins aus Weiden gewonnen wird? Das Wichtigste, was man tun kann, um in chronischen Fällen Änderungen herbei zu führen, ist erst einmal den Schmerz abzustellen. Schmerz hat die Eigenschaft, sich immer in den Vordergrund zu stellen und je nach Intensität einen mehr oder weniger großen Teil unseres Bewusstseins für sich zu beanspruchen. Man gewöhnt sich als Außenstehender schnell an die missmutigen Gesichtsausdrücke von Rheumatikern und nimmt sie als gegeben und selbstverständlich hin. Aber die Erleichterung und Entspannung der Gesichtszüge eines – und sei es „emotionalen“ - Rheumatikers zu beobachten, wenn der Schmerz, der Zorn und der Ärger nachlassen, macht einem erst klar, was in diesen Menschen vorgehen muss. Wie unerträglich ihnen ihr eigenes Dasein geworden ist. Und wie sie aussehen könnten und würden, wenn sie nicht dauernd vom Schmerz gequält würden. Ihr Leben würde einen vollkommen anderen Verlauf nehmen.

Man kann das Alte nicht ungeschehen machen, aber man kann und sollte ihm die Wirkung nehmen. Tabula rasa. Auf Schmerz kann man nicht aufbauen. Wenn man es versucht, baut man auf Vermeidung und Schonhaltung auf – das wird ein windschiefes und wenig standfestes Ergebnis geben.

Wer sich also verändern möchte, sollte es nicht auf der Grundlage fehlgeschlagener Versuche und gebrochener Vorsätze tun. Im Gegenteil sollte er erst einmal mit genau diesen aufräumen, sich von ihnen verabschieden, sie in den Abfalleimer der eigenen Biographie verfrachten. Manchmal muss man Altes zerstören, um Neues aufbauen zu können. Das gilt auch für Überzeugungen und Selbstbilder. Das ist alles andere als leicht, aber Weide ist da ein dankbarer Helfer.

...und nicht der einzige!

Bruchweide
Bruchweide

Bruchweide – Salix fragilis
Ist eine deutlich unbekanntere Essenz. Bei der Recherche nach weiteren Bruchweidenessenzen außer meiner eigenen wurde ich allein noch bei Sue und Simon Lillys englischen Green Man Essences fündig. Dort heißt sie Crack Willow und wird wie folgt beschrieben: „Die spirituelle Sonne. Loslassen, den Dingen ermöglichen zu geschehen. Gefühl der Einheit mit der Welt. Kommunikation mit dem höheren Selbst, der Erde und der Energie mit der Sonne.“

Bruchweide ist eine Essenz, die einem vor allem die eigene Verbissenheit hilft los zu lassen. Bei ihr geht es um Hartnäckigkeit, die an Halsstarrigkeit grenzt. Man ist schon Tausend Mal mit dem Kopf vor die Wand gerannt, was ganz und gar nicht ohne Verletzungen abging, doch die einzige Konsequenz, die man draus zog, war, mit noch längerem Anlauf und noch mehr Schwung gegen die selbe Wand zu rennen.

Drüberspringen, sich drunter durch buddeln, eine eventuell vorhandene Türe suchen, in eine vollkommen andere Richtung laufen dagegen wird nicht in Erwägung gezogen. Ähnlich wie Weide (Willow) alles außer dem Schmerz aus dem Bewusstsein verbannt, so schließt Bruchweide jede andere Möglichkeit als mit dem Kopf durch die Wand zu gehen aus.

Bruchweide
Bruchweide, auch als Knackweide bekannt

Käme jemand in einem solchen Zustand auf die Idee, einmal inne zu halten, zur Ruhe zu kommen, die Perspektive und die Möglichkeiten zu erweitern, sich gegebenenfalls Rat einzuholen, alternative Handlungsweisen auszuprobieren – dann bräuchte er auch die Essenz der Bruchweide nicht.

Genau wie sich die Weide ausgezeichnet zur äußeren Anwendung eignet (vor allem im Bereich der Gelenke), so lohnt sich der Einsatz der Bruchweide im Bereich der Halswirbelsäule und der Schultern. Verspannungen, Verkrampftheit, Ablagerungen zwischen den Wirbeln, Unbeweglichkeit, möglicherweise Spannungskopfschmerzen – all diese Erscheinungen spiegeln möglicherweise die innere Einstellung des Betreffenden wider. Meine Empfehlung lautet: heiße Halswickel mit Bruchweide.

...und schließlich:

Salweide – Salix caprea
Salweide
Salweide

Über diese Essenz schreibt Anne Rensing von Irisflora „Hilft eine zweite Chance zu sehen; Erneuerung wenn man sich selbst oder seine Lebenssituation als verbraucht empfindet“.

Wie die beiden erst genannten Weiden geht es auch bei dieser um Starre und Spannung und die Lösung daraus. In diesem Falle sitzt die Spannung jedoch nicht in Gelenken oder im Nacken sondern im Sonnengeflecht, als jener großen Nervenzentrale, die mitverantwortlich ist für das Umschalten von Aktivität und Passivität.

Vielleicht ist dies sogar die effektivste der Weidenessenzen, wenn es um das Loslassen geht, schließlich wirkt sie direkt auf die „Loslass-Zentrale“. Wie bei allen Weiden geht es um das Loslassen von Erfahrungen, Niederlagen, all des ganzen Zeugs, das wir mit uns herum schleppen, ohne dass es uns den gringsten Nutzen bringt.

Werfen wir den Ballast ab! Wenn es so nicht geht, dann sicher mit Hilfe der Salweide.

Salweide
Salweide

© Dirk Albrodt 2006