Wer ist online?

Aktuell sind 174 Gäste und keine Mitglieder online

Suche

Interaktiv

Neue Kommentare

  • dalbrodt schrieb weiter
    Flower Energy Mamboya Sonntag, 22. März 2015
  • Anonym schrieb weiter
    Von den Blüten, die du vorgeschlagen... Sonntag, 22. März 2015
  • arche 2000 schrieb weiter
    Wer bietet dieses an, bzw. vertreibt... Freitag, 20. März 2015
  • Jaschi schrieb weiter
    Ich habe vor vielen Jahren Bachblüten... Donnerstag, 19. März 2015
  • dalbrodt schrieb weiter
    Wenn das jemand weiss, dann die... Mittwoch, 28. Januar 2015

Unsere App

Das Blütenessenzen Infozentrum jetzt auch auf Ihrem Android Tablet!

Empfehlung

Das Handbuch:

Cover

Näheres hier

Bestellmöglichkeit hier

Fachbereiche

Schmerz

Was ist der Unterschied zwischen Leiden und Schmerz?
Leiden ist das, was uns widerfährt, wenn wir den Schmerz vermeiden wollen.


So denkt man im Buddhismus.

Buddha

Das beeinflusst mich in gewisser Weise auch, wenn ich aus der Sicht der Blütenwelt einen Blick auf den Schmerz werfe.
Da gibt es einmal den rein körperlichen Aspekt des Schmerzes: die Nerven schicken Impulse, wenn wir verletzt werden, die wir als Schmerz wahrnehmen.
Schon hier hört er auf, auch nur irgendwie objektivierbar zu sein, es gibt Menschen, die auf denselben Schmerzimpuls sehr unterschiedlich reagieren. Dies kann Veranlagung sein oder auch angelernt.

Zwei konträre Blütenmittel unter den Bachblüten sind Waldrebe (Clematis) und Quellwasser (Rock Water). Dabei handelt es sich um Typenmittel, also Mittel, die in diesem Falle empfindsamen Träumern oder disziplinierten Asketen helfen, wenn sie erkranken.
Um die Frage karikaturhaft zuzuspitzen: wer von beiden verspürt mehr Schmerz - das Weichei oder der Eisenbeißer?
Waldrebe könnte somit ein Schmerzmittel für Tagträumer sein, Quellwasser eines für Meister der Selbstdisziplin. Gleichartiger Schmerz muss demnach bei unterschiedlichen Personen mit unterschiedlichen Mitteln angegangen werden.

Quellwasser

Empfehlenswert ist es, die Bachblüten bei Überempfindlichkeit im Auge zu behalten.

Eine Studie förderte unlängst zu Tage, dass Schmerzempfinden zudem eine Erziehungsfrage ist. D.h. ist einer oder beide Elternteile besonders schmerzempfindlich, schaut das Kind sich die Reaktion ab und wird später subjektiv einen gleichartigen Schmerz stärker wahrnehmen als jemand, dessen Eltern um Wehwehchen weniger Aufhebens machten. Nochmal: diese Menschen leiden mehr Schmerzen als Andere nicht weil sie schwerer verletzt sind, sondern weil ihr subjektives Empfinden an andere Maßstäbe gekoppelt ist.

Waldrebe

In solchen Fällen lohnt es sich, nach der inneren Verhaftung erwachsener Klienten an ihre Eltern zu fragen. Wenn der Ablösungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, erwachsene Menschen im Beisein ihrer Eltern wieder kindliche bis kindische Verhaltensweisen an den Tag legen, ohne es beeinflussen zu können, lenkt dies unsere Aufmerksamkeit auf die Blütenessenzen, die beim Erwachsenwerden helfen.

Ein Problem mit dem Vater weist sowohl bei Frauen wie Männern auf die Essenz der Sonnenblume. Die stärkt das Rückgrat und den Willen zur Selbstbehauptung. Gibt es ein Problem mit der Mutter, ist Rosmarin das Mittel für Männer, Birne das für Frauen.
Über diesen Umweg erklärt sich, warum gelegentlich Blütenessenzen angezeigt sein können, die auf den ersten Blick nicht das Geringste mit dem Fall zu tun zu haben scheinen.

Ein scheinbares Paradoxon bietet sich uns, wenn wir auf den Einfluss des Geschlechts auf das Schmerzempfinden schauen. Nehmen wir z.B. die Karikatur von dem Mann, der, nachdem er mit blossen Händen erst ein Rudel Wölfe abgewehrt und dann die Jahrhunderteiche aus dem Boden gerupft hat, heulend nach Hause läuft, weil er dabei einen Splitter in den Finger bekommen hat.
Das ist ein ziemliches Dilemma für den Mann: einerseits kennt er ja als echter Indianer keinen Schmerz, andererseits hält er viel weniger aus als sein Yin Gegenpart. Aber vielleicht hängt das eine ja mit dem anderen zusammen... (Leiden als Resultat des Vermeidens von Schmerz)

Denn Frauen, denen es niemand verübelt, wenn sie ihren Schmerz äussern und ihren Tränen freien Lauf lassen, vertragen eine Menge mehr als die harten Kerls.
Vielleicht tut es einfach weniger weh, wenn man es zeigen kann.
Da gab es unlängst eine diesbezügliche Untersuchung. Männliche Studenten wurden gebeten, eine Hand so lange sie es aushalten konnten, in einen mit Eiswasser gefüllten Eimer zu halten. Die Zeit wurde gestoppt. Dann erklärte man den jungen Männern, die Stoppuhr habe versagt, das Experiment müsse nochmals wiederholt werden. Diesmal jedoch stand als Protokollantin eine hübsche junge Frau daneben. Die Schmerzempfindlichkeit nahm unversehens rapide ab. Einige hielten es gar drei Mal so lange aus als beim ersten Versuch. Auf Grund ihrer schmerzlindernden Wirkung sollten Frauen eigentlich verschreibungspflichtig sein.

In eine Schmerzmischung für Männer darf deshalb durchaus die „Frauenblüte“ Granatapfel hinein. Frauen geben wir lieber ein paar Sonnenblumentropfen ins Fläschchen, wenn wir die Schmerz lindernde Wirkung verstärken wollen.

Schmerz

Und dann die Kultur.
In vielen Kulturen gibt es Rituale, die mit Schmerz verbunden sind (siehe z.B. „Die symbolischen Wunden“ von Bruno Bettelheim). Bei uns nicht. Die westliche Zivilisation ist eine der Schmerzvermeidung par Excellence.
Kleinkinder tragen Schutzhelme, wenn sie Dreirad fahren.
Erwachsene verbrauchen Unmengen an Schmerzmitteln. Im europäischen Schmerzmittelverbrauch stehen die Schweden ganz vorn, sie bringen es im Schnitt auf 136 Tabletten pro Jahr (2000). Mit anderen Worten, der durchschnittliche Schwede empfindet an jedem dritten Tag Schmerz. Im Vergleich dazu erscheint der deutsche Verbrauch im gleichen Jahr mit 48 Pillen pro Nase gering, Schweizer und Österreicher lagen unter 40 pro Jahr.
Sollte das möglich sein, dass Schweden dreimal so viel Schmerz haben als Österreicher?
Oder ist es nur ein anderer Umgang mit Schmerz?

Odermennig
Odermennig - Tun als wär nix

An der kulturelle Komponente können wir nichts ändern. Jedenfalls nicht auf kurze Sicht. Die Kultur als Summe aller Erscheinungen und Bräuche unterliegt aber nicht der Unveränderlichkeit (vor 20 Jahren waren weiße Socken hip, heute ist man darin der Volltrottel). Um uns aber von einer Kultur des Schmerzmittelmissbrauchs zu einer des bewussten Umgangs mit dem Körper zu bewegen, müssen viele, viele Leute mitmachen. Immerhin hat sich der Grundgedanke der Ökologie nach 30 Jahren irgendwie auch auf die Tagesordnung hieven lassen.

Mit Blütenessenzen können wir ein wenig zu einer Neuorientierung bei der Betrachtung des Schmerzes beitragen.

Bei der Behandlung emotionaler Probleme gehört die Betrachtung derselben zu den wichtigsten Aspekten. Das Problem zu erkennen und sich ihm zu stellen, statt zu vermeiden, ist unvermeidbarer Bestandteil einer Blütenbehandlung. Um den heißen Brei herum schleichen, Finten wagen, Termine absagen und alles tun, um sich nicht mit dem Schmerz zu konfrontieren, sind gängige Methoden, Einsicht und Behandlungserfolg zu sabotieren. Ohne Konfrontation scheint Keine Heilung möglich. Wer das Problem nicht sehen will, ist schwerlich in der Lage es zu lösen.Vergleichen wir es mit einer Operation, bei der der Chirurg ein Stückchen des Tumors im Bauch lässt, weil es ihm zu umständlich und mühsam ist, es herauszuholen. Das kann nichts werden. Und so wird es auch nichts mit der Blütenheilung, wenn wir uns erlauben, unangenehme Bereiche auszusparen.

Kirschpflaume
Kirschpflaume - Die innere Kontrolle lockern

Ebenso wie emotionaler wird auch körperlicher Schmerz in der Blütenpraxis zunächst angeschaut, wahrgenommen, erfasst und ertastet. Das ist das Gegenteil von Vermeidung von Schmerz. Aber es erspart uns Leiden, da es zu einer Heilung führen kann, statt das Elend durch ständiges Ausweichen für die Ewigkeit zu zementieren.

Was können wir aus dieser vorläufigen und oberflächlichen Betrachtung schlussfolgern?

Nun, eine Schmerzmischung sollte stets individuell zusammengestellt werden. Der Persönlichkeitstyp sollte berücksichtigt werden, dafür eignen sich z.B. die Bachblüten sehr gut.

Neben dem Bachschen Typenmittel sollte ein „geschlechtsbezogenes“ Mittel hinzu gefügt werden, bei Frauen Sonnenblume, bei Männern Granatapfel. Entsprechend können Birne, Rosmarin und Sonnenblume beim elternspezifischen Aspekt der Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Schließlich geht es um das Anschauen des Schmerzes, und hier wäre Große Nachtkerze meine Empfehlung.

Zu bedenken bleibt, dass aus der Vermeidung des Anschauens Spannung resultiert. Man hält das Problem in Schach, statt es zu lösen. Somit sollte eine letzte Essenz hinzu gegeben werden, um die Mischung wirksam und rund zu machen, eine die diese Spannung lösen hilft: Kirschpflaume (Cherry Plum), Odermennig (Agrimony), Drüsentragendes Springkraut (Impatiens), aber auch Löwenzahn und Stechpalme (Holly) kommen in Frage.

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen dies Anregung zur Anwendung in der eigenen Praxis gäbe.