Zwangsstörungen

Im vorherigen Artikel befassten wir uns mit der allgemeinen Angststörung. Heute im zweiten Teil geht es um Zwangsstörungen.

Eine Zwangsstörung (engl. „Obsessive Compulsive Disorder“ bzw. „OCD“) ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die durch aufdringliche Gedanken gekennzeichnet ist, die Unbehagen, Furcht oder Angst hervorrufen, zu repetitiven Verhaltensweisen zur Verringerung dieser Angst führen, oder eine Kombination solcher Gedanken (Obsessionen) und Verhaltensweisen (Zwangshandlungen) erzeugen.

Silverweed
Silverweed - eine Findhorn Blütenessenz

Symptome zeigen sich als sich wiederholendes Händewaschen, Beschäftigung mit bestimmten religiösen Überzeugungen, Abneigung gegen ungerade Zahlen oder nervöse Gewohnheiten, wie den Zwang, eine Tür eine gewisse Anzahl von Malen öffnen und schließen zu müssen, bevor man ein Zimmer betritt oder verlässt. Zwangsstörungen haben eine Lebenszeitprävalenz von 2-3% (2-3% der Bevölkerung erkrankt im Laufe ihres Lebens daran) und entsteht in der Regel in der späten Kindheit oder frühen Jugend

Die diagnostischen Kriterien nach dem DSM-IV (Handbuch der klinischen Diagnose, das in Großbritannien und Amerika verwendet wird) sind wie folgt:

Vorhandensein von Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen (wie oben beschrieben)

  • Anerkennung, dass die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen (zumindest zeitweise) übertrieben oder unvernünftig sind (Dieses Kriterium gilt nicht für Kinder).
  • Die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen verursachen beim Betroffenen erheblichen Stress (dh es stört die Person, dass er oder sie dies Problem hat) oder erhebliche Störungen im Alltagsleben. Zum Beispiel können die Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen es für die Person schwierig machen, wichtige Aufgaben bei der Arbeit zu erledigen, ihre Beziehungen stören, oder bei alltäglichen Erledigungen in die Quere kommen.
  • Besteht ein anderes psychologisches Problem, bleiben die Obsessionen und Zwänge nicht darauf beschränkt. Zum Beispiel grübeln Menschen mit Bulimie zwanghaft häufig über Essen und weisen repetitive Verhaltensweisen auf, wie z.B. Essattacken und Erbrechen. Dies wird nicht als OCD definiert.
  • Die Obsessionen und Zwänge bestehen nicht aufgrund Drogengebrauchs oder einer Erkrankung.


Kürzlich befasste ich mich zu Forschungszwecken mit Silverweed (Gänsefingerkraut)  Blütenessenz, die ich eine Woche lang selbst einnahm, und protokollierte, was ich dabei erlebte. Ich ging tief in den  Negativzustand dieser Essenz hinein. Vor allem merke ich, wie übermäßig mich Details beschäftigten. Alles, was ich minutiös notierte, war so perfektionistisch, z.B. meine Wortwahl. Ich verwendete Wörterbücher, studierte die Etymologie, dann die unzähligen Thesauren, die online verfügbar sind, auf der Suche nach möglichen Alternativformulierungen. Manchmal grübelte ich tagelang über ein einziges Wort.

Nun, mir ist klar, dass ich ein wenig zum Perfektionismus neige, aber dies ging dann doch zu weit. Alle um mich herum bemerkte, wie besessen ich war. Meine Mitarbeiter bei Findhorn Flower Essences ermutigten mich, Silverweed abzusetzen, und wieder zur Normalität zurückzukehren. Es war doch deutlich, dass ich die Indikationen von Silverweed durchlebte.

Silverweed hilft, loszulassen und sich von Fixierungen des niederen Selbst zu lösen. Dies führt zu einem Durchbruch zu tieferem Verständnis, dem Bewusstsein und der Erkenntnis, dass die Tugend auf dem goldenen Mittelweg zwischen den Extremen liegt.  Wir nehmen das Leben zwar auf die leichte Schulter, doch unser ethisches Bewusstsein modifiziert unser Verhalten, so dass wir uns nicht länger von unseren Leidenschaften vereinnahmen lassen und unsere Energie vergeuden. Kontakt zu unseren wahren inneren Triebkräften führt uns zurück zu den Grundlagen des Lebens. Wir vertrauen in die Kräfte der Natur und des Lebens, dass sie alle unsere Bedürfnisse erfüllen werden, wenn wir den mittleren Weg, der eine starke Grundlage für rechtes Leben schafft, gehen.


Birch
Birch

Andere Blütenessenzen für besessene / zwanghafte Tendenzen sind:

Birch lässt einen die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachten, macht offen und empfänglich für neue Ideen und neues Begreifen. Wenn wir unsere Sorgen und unsere Erwartungen, wie die Dinge sein sollten oder wie wir sie haben wollen, loslassen, können wir unser Bewusstsein und unsere Wahrnehmung erweitern, um kreative Wege zum gewünschten Ziel zu finden. Kreativität ist ein Prozess, der die Entdeckung neuer Ideen oder Konzepte einschließt und durch Phantasie und Einsicht stimuliert wird. Sachkunde lässt uns die Dinge sehen und begreifen, wie sie sind, Phantasie ermöglicht es uns, sie so zu sehen, wie sie sein könnten. Mit Hilfe dieser Essenz können wir lernen, unsere selbst geschaffenen Grenzen zu überschreiten, weiter zu wachsen und zu lernen und unkonventionelle Lösungen zu suchen. So machen wir uns positive Emotionen nutzbar, die unser Bewusstsein erweitern, und fühlen uns ermutigt, neue, abwechslungsreiche und explorative Gedanken und Handlungsweisen zu entwickeln.

Broom
Broom

Broom verhilft zu geistiger Klarheit, wobei die intuitive Wahrnehmung verstärkt und das abstrakte Denken flexibler und anpassungsfähiger wird.

Cherry
Cherry

Cherry ist indiziert, wenn wir in negative Gewohnheiten oder Muster aus der Vergangenheit stecken geblieben und stur sind und nicht bereit, unseren Standpunkt oder Haltung zu ändern.

Lady's Mantle
Lady's Mantle

Lady’s Mantle macht uns unsere unbewussten Reaktionen bewusst, in diesem Fall die sich wiederholenden Gedanken und den Verlust unserer Fähigkeit zu vernunftgesteuertem Denken.

Laurel
Laurel

Laurel hilft, sich innerlich zu sortieren und ohne Verlust der eigenen Energie auf ein Ziel zu konzentrieren.

Spotted Orchid
Spotted Orchid

Spotted Orchid hilft bei Über-Idealismus und Perfektionismus, wenn wir übermäßig präzis sein wollen, was Details betrifft. Sie ist auch angezeigt, wenn man sich in wiederholende Denkmuster verliert.

Wenn Sie eigenes Wissen oder Erfahrungen mit Findhorn Essenzen im Umgang mit Zwangsstörungen haben, würden wir liebend gerne von Ihnen hören. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen würden. Bitte schreiben Sie uns bald. Nicht vergessen! (Schnell - gib mir die Silverweed!)

© Michael Stoker und Marion Leigh, November 2010

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