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Angst beherrschen

Thema: Angst überwinden - Teil 2
Angst vor der Angst oder Sucht nach Angst

Angst geplagte Menschen kennen das Phänomen:
sie wissen, wann eine sie bereits früher ängstigende Situation sich wiederholen wird, und lauern wie das Kaninchen vor der Schlange auf das Erscheinen der Angst. Und diese tut ihnen dann auch den Gefallen und kommt pünktlich, zuverlässig und mit all ihren das Leben vergällenden Mitbringseln. Das mag sich ein wenig zynisch lesen, soll aber darauf hinweisen, dass die Erwartung von Angst eine gewisse autosuggestive Kraft besitzt. Findet mein Examen erst in einer Woche statt, wozu dann schon jetzt schlaflose Nächte durchleiden? Mit solchen Argumenten braucht man allerdings den vor Prüfungsangst Zitternden gar nicht erst kommen. Ihr Verstand sagt 'stimmt eigentlich', während ihr Gefühl sie am liebsten im Boden versinken ließe.

Zaunwinde

Zaunwinde – sich aus der Angst heraus winden

Angst ist etwas Zuverlässiges. Mancher mag sich wünschen, es wäre doch nur alles so verlässlich wie (ausgerechnet) die eigene Angst. Schließlich gerät man immer, wenn eine bestimmte Situation eintritt, zuverlässig in Panik. Wer hat jemals erlebt, dass ein Phobiker die Zahnarztpraxis mit dem Gedanken verlässt 'na sowas, jetzt hab ich doch glatt vergessen, mich zu ängstigen'. Enthalten wir uns jedoch einer Bewertung wie "Angst = schlecht", müssen wir also zugeben, dass es ein enorm starker und zuverlässiger innerer Impuls ist, der uns in Angst versetzt. Natürlich kommt dieser Impuls von innen, aus uns selbst heraus. Dass der Zahnarzt 'öffnen sie bitte den Mund' sagt, haben wir alle schon erlebt. Dass er sagt 'so, und jetzt bitte ganz entsetzlich fürchten' jedoch eher selten. Es ist niemand außerhalb unserer selbst, der die Angst auslöst. Wir selbst sind es. Das mag einen einschüchtern, impliziert aber auch, dass es möglich sein muss, die Angst auch selbst wieder abzuschalten - wenn wir es schon selbst sind, die sie anschalten.

Doldiger Milchstern

Doldiger Milchstern – den Schock überwinden

Nun gibt es überdies ein besonderes Phänomen im Zusammenhang mit Angst, das uns zur heutigen Blütenessenz führen soll: die Sucht nach Angst. Da mag nun mancher ungläubig schauen, vermutet man doch Suchtgefahren zuallererst bei anfangs angenehmen Substanzen oder Tätigkeiten. Würde Kokain Hautausschlag, Migräne, Bandscheibenvorfälle und impotent machen, wer wäre schon versucht, es auszuprobieren? Am Beginn einer Sucht steht jedoch normalerweise ein positiver Reiz, bei Drogen ein verändertes Körpergefühl, schöne Träume, Energieschübe und mehr.

Und doch scheint es eine Sucht nach Angst zu geben. Eine theoretische Grundlage für deren Verständnis bietet das so genannte Posttraumatische Stresssyndrom.

Schmalblättriges Weidenröschen

Schmalblättriges Weidenröschen, Frucht – den Ort des Schreckens verlassen können

Menschen, die ein Trauma erlebten, berichten anschließend häufig von besonderen Erscheinungen, die währenddessen auftraten. Der Autofahrer sieht noch, wie dieser andere Wagen mit enormer Geschwindigkeit von links auf ihn zu geschossen kommt - und kann sich an nichts mehr erinnern, was anschließend geschah. Scheinbar hat ein gnädiger innerer Impuls ihn abschalten lassen. Er musste nicht bewusst und ohne Betäubung miterleben, wie das Steuerrad seine Rippen bricht und Glassplitter sich in seine Haut bohren. Der Schmerz kommt erst später, nach dem Aufwachen im Krankenhaus. Im Augenblick des Traumas wird der Organismus blitzschnell mit narkotisierenden Substanzen überflutet, die wie die Angst ebenfalls von innen kommen.

Breitblättriges Knabenkraut

Breitblättriges Knabenkraut – verletzte männliche Seelenanteile heilen

Ein Trauma, das überdies mit starken Emotionen einhergeht, kann zu einer Art Flashbacks führen, wie man sie auch als Folge von Drogengebrauch kennt. Die Reaktion wird innerlich automatisiert und ist willentlich nicht mehr steuerbar. Schließlich taucht in meinem Leben etwas auf, das mich auf irgendeine Weise an das Trauma erinnern - schon wird mein Flashback, meine Panikreaktion ausgelöst. Ein Beispiel: ein Frau wird von einem vermummten Mann mit einem sonderbaren Körpergeruch vergewaltigt. Es kann nun sein, dass ihr ein ähnlicher Geruch in einer vollkommen harmlosen Situation wieder begegnet und den Angstflash auslöst.

Eine Form von Sucht scheint dann eingetreten zu sein, wenn eine solche Frau sich unbewusst immer wieder in Situationen begibt, die traumatische Erinnerungen und entsprechende Flashbacks auslöst. Fand das Ganze in einer Tiefgarage statt, ist es möglich, dass sie trotz ihrer Angst doch immer wieder Tiefgaragen betritt und immer wieder vom Grusel eingeholt wird, wo doch Angst im Normalfalle zu einer Vermeidungsstrategie führt.

Zaunwinde

Zaunwinde – sich aus der Sucht befreien

Das Posttraumatische Stresssyndrom
Die Theorie des Posttraumatischen Stressyndroms besagt nun, dass durch den enormen Hormonausstoß in der akuten Situation eine sofortige Abhängigkeit vom eigenen Endorphin eintreten kann. Wird das Hormon mit der Zeit abgebaut, setzen Entzugserscheinungen ein, die einen veranlassen, die gefährliche Situation erneut zu suchen. Das Trauma muss anscheinend wiederholt werden, um den Endorphinlevel wieder zu erreichen, von dem man abhängig geworden ist. Vermeidet man entsprechende Situationen um jeden Preis, können Albträume eine vergleichbare Funktion erfüllen.

Die Angst verliert ihre Schutzfunktion und wird zum bloßen Auslöser der gewünschten Endorphinausschüttung. Ein solches Trauma muss natürlich hochgradig sein, um entsprechende Folgen auszulösen. Allerdings kann Ähnliches auch bei häufiger Wiederholung weniger starker Traumen eintreten. Wurde ich einmal beim öffentlichen Vortrag ausgelacht, mag ich das noch als Feuertaufe für den Anfänger betrachten, wiederholt es sich, hat es demütigende Auswirkungen. Na gut, mag man sich denken, niemand wird zu öffentlichen Vorträgen gezwungen. Dieser Gefahr lässt sich leicht ausweichen. Was aber ist, wenn ich jede berufliche Herausforderung in den Sand setze, wenn ich immer wieder von möglichen Liebespartnern abgewiesen werden, wenn ich bei der Auseinandersetzung mit anderen regelmäßig den Kürzeren ziehe? Die emotionale Komponente persönlicher Niederlagen mag in der Häufung durchaus dem 'großen Trauma' vergleichbare Auswirkungen nach sich ziehen.

Schmalblättriges Weidenröschen

Schmalblättriges Weidenröschen, Blüte – Neuland betreten können

Die Angst wird chronisch. Und auf irgendeine Weise wurde sie zum notwendigen Bestandteil meines Lebens.Ob ich noch weiß, was die Angst auslöst (Gefleckte Gauklerblume) oder auch nicht (Zitterpappel), spielt nun bei der Auswahl der geeigneten Blütenessenzen keine Rolle mehr. Ob ich in Panik gerate (Sonnenröschen) oder fürchte, die Kontrolle zu verlieren (Kirschpflaume), es handelt sich doch nur um Beschreibungen meiner Angst, nicht um Schlüssel zu ihrer Überwindung.

Benötigt wird eine Blütenessenz, die - in Kombination mit den bekannten Mutmacheern, versteht sich - einem hilft, sich aus der Sucht zu befreien. Derer gibt es einige, vorstellen möchte ich natürlich eine einheimische, die Zaunwinde.

Zaunwinde - Calystegia sepium

Kurzbeschreibung: hilft bei anscheinend unveränderbaren Gewohnheitsmustern; Sucht und suchtartigen Strukturen; bei Feststcken in überholten Mustern.

Die Zaunwinde steht für das Licht am Ende des Tunnels. Sie ermöglicht es einem, dieses selbst anzuknipsen. Egal welcher Art das Leiden war, fördert Zaunwinde Mut, Hoffnung und Zuversicht. Sie gibt einem die notwendige Kraft für den ersten Schritt aus dem Elend. Das Thema der Zaunwinde ist vor allem die Abhängigkeit: von einem Partner, von alten Gewohnheiten, von Drogen, von Sekten. Ihre Essenz hilft da noch ein wenig weiter, wo die bloße Einsicht nicht mehr ausreicht, um Veränderung zu initiieren.

Gemeinsam mit dem Schneeglöckchen sowie einer der bekannten antitraumatisch wirkenden Blüten (Doldiger Milchstern, Schmalblättriges Weidenröschen, Breitblättriges Knabenkraut) kann die Zaunwinde einem helfen, die Initiative zu ergreifen, das Undenkbare zu wagen, die Selbstbestimmung über das eigene Leben zurück zu gewinnen. Auf einer solchen Basis mag die Konfrontation mit bereits chronifizierten Ängsten doch noch gut ausgehen. Ist dieser Schritt getan, können auch Gauklerblume und ähnliche Essenzen wieder greifen.

© Dirk Albrodt 2004