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Die 2:1 Formel zur Angstüberwindung

Angst beherrschen, Teil 3

Die 2:1 Formel
Alle, die bei dieser Überschrift an Fußballspiele oder Formel 1 Rennen denken, muss ich gleich enttäuschen, denn dieser Artikel handelt weder vom einen noch vom anderen. Sondern von einem kleinen Geheimrezept zur Überwindung des scheinbar Unüberwindlichen.

Kirsche

Kirsche, die Blüte, die Lust auf die Zukunft macht

Zwei große innere Kräfte bringen uns in Bewegung, man könnte sie auch die Motivatoren nennen. Sie haben etwas mit Richtung und Ausrichtung zu tun. Motivator Nummer 1 bewegt uns auf etwas zu: Wunsch, Traum, Bedürfnis, Begierde – wie auch immer man ihn nennen mag. Wir wünschen uns etwas so sehr, dass wir uns aus dem Sessel erheben und aktiv werden. Worum es sich dabei handelt, spielt letztlich keine Rolle, ist auch von Individuum zu Individuum unterschiedlich. Manch einer mag sich durch ein Fußballspiel so motiviert sehen, dass er sich eine Eintrittskarte kauft und am Samstag zum Stadion fährt. Ein anderer sieht in der Auslage der Konditorei eine Torte, die ihn so breit anlacht, dass er umgehends hinein geht und sich ein großes Stück davon sichert. Wieder jemand anderer schaut und hört jemandem beim musizieren zu und fühlt sich dadurch so inspiriert und motiviert, dass er selbst ein Instrument zu spielen lernt. All diesen unterschiedlichen Freudenspendern ist eins gemein:
sie motivieren positiv,
sie lassen uns auf etwas zu bewegen.

Anders verhält es sich mit den negativen Motivatoren, die gleich stark sein können. Ich fürchte mich so sehr vor Höhen, dass ich niemals die Aussichtsplattform des Kölner Doms besteigen werde. Mir wurde vom Fischessen dermaßen übel, dass ich das Restaurant sicher nie wieder betreten werde. Und ich hab mich beim letzten Ausflug so stark erkältet, dass ich mich künftig immer warm anziehe, wenn ich im Winter vor die Türe gehe. Der negative Motivator also lässt uns Dinge vermeiden, die uns schaden würden. Er bewegt uns von etwas weg.

Gefleckte Gauklerblume
Bachs Blüte gegen benennbare Ängste

Beide bringen uns dazu, etwas zu tun. Der wesentliche Unterschied ist die Richtung: einmal auf etwas zu und einmal von etwas weg. Beide arbeiten kraftvoll und zuverlässig, aber beide haben auch ihre Tücken und können sogar im Widerstreit liegen.

Nehmen wir nur das Beispiel mit der Torte: ich fühle mich stark von ihr angezogen, aber der Gedanke an meine Rettungsringe vermiest mir den Genuss. Aus solchen Zwickmühlen kann man sich mit Hilfe entsprechender Essenzen wie Quitte und Einjähriger Knäuel befreien.

Am stärksten jedoch motivieren uns die beiden Richtungsweiser, wenn sie gemeinsam wirken: dort wo ich bin, finde ich es fürchterlich, aber dort wo ich nicht bin, zieht es mich magisch hin. Meine innere Kraft lässt mich A vermeiden und B anstreben – und zwar gleichzeitig. Nun kann mich nichts mehr halten. Lassen Sie mich konkreter werden: habe ich nur Angst vor der Blamage durch zu fallen, mag mir das Antrieb genug sein, mich auf die Prüfung vorzubereiten. Ich mogele mich so durch und schaffe mein Examen mit dem geringstmöglichen Aufwand. Strebe ich aber überdies einen tollen Job an, gesellt sich zur Blamagen-Vermeidungs-Strategie der starke Wunsch, mich durch gute Noten für einen solchen zu empfehlen. Dies verstärkt die Motivation zu lernen erheblich. Beides zusammen veranlasst mich, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um möglichst erfolgreich zu sein.

Und da haben wir auch das große Manko vieler Klienten (und seien wir ehrlich: in vielen Fällen auch unserer selbst): viele wissen ganz genau, was sie NICHT wollen, haben aber nur vage Vorstellungen davon, was sie stattdessen wollen. Ich will keine Angst mehr haben, basta. Und was soll die Lücke dann füllen, die die fehlende Angst hinterlässt?
Äähm...
Und außerdem: ist es wirklich sinnvoll, Angst abzuschaffen? Wünsche allen künftig angstfreien Geisterfahrern gute Fahrt und dass sie mir niemals auf der Autobahn begegnen mögen. Lassen wir's lieber dabei: sich zu ängstigen ist kein Vergnügen, aber das ist auch nicht der Sinn der Sache. Angst hält uns davon ab, unnötige Risiken einzugehen und tollkühne Dummheiten zu begehen. ie tut dies, indem sie uns äußerst unbehaglich dabei fühlen lässt. Eine sehr erfolgreiche Strategie.

Machen wir an dieser Stelle einen kleinen Exkurs durch's Hirn, genauer gesagt: durch das limbische System, einem zentral gelegenen Teil des Gehirns, in dem unsere Gefühle gesteuert werden. (Alle Wissenschaftler unter den Lesern bitte ich bereits vorab um Nachsicht ob der allzu vereinfachenden Darstellung des Folgenden, jedoch geht es hier ja eigentlich um Blütenessenzen. Die Zusammenhänge und Hintergründe lassen sich in jedem Neurologiebuch nachlesen.) Durch's limbische System also laufen beispielsweise unsere Sehbahnen, was erklärlich macht, dass frisch Verliebte alles wie durch eine rosa Brille sehen – nur dass diese halt nicht auf der Nase, sondern im Hirn sitzt. Die Emotionen modifizieren unsere Wahrnehmung. Und auch die motorischen Bahnen laufen hindurch, die Bewegungen werden also ebenfalls emotional modifiziert, weshalb man schon an der Körpersprache ablesen kann, ob jemand fröhlich oder niedergeschlagen ist. Depressionen verlangsamen, Ängste können gar lähmen.

Gehinr
Emotionale Zentren im Gehirn

Und genau dort befindet sich ein mandelförmiger Teil, der entsprechend Mandelkern genannt wird. Dort sind Angstreaktionen abgespeichert, damit wir nicht lange überlegen müssen, ob und wie wir unsere Nackenhaare aufstellen – das macht er schon von allein. Gut, dass es da einen Gegenspieler namens Septum gibt, dessen Funktion eine stimulierende ist. Erstaunlicherweise hat diese immer eine erotische Komponente. Ob die Fachleute der Werbewirtschaft sich der physiologischen Hintergründe tatsächlich bewusst sind, mag dahin gestellt sein, dass sie unbewusst aber die richtigen Impulse setzen, um die Produkte ihrer Auftraggeber deren Kunden 'schmackhaft' zu machen, macht ein Blick in Zeitschriften- und TV-Werbung deutlich.

Und hier kommen wir nun endlich zur 2:1 Formel, zur Optimierung unserer Motivation und Relativierung unserer Angst. Denn beide Gehirnteile arbeiten am besten zusammen, wenn das Septum doppelt so stark wirkt wie der Mandelkern. Wenn die Verlockung doppelt so groß ist wie die dem gegenüber stehende Angst oder Abwehr. Die motivierenden Impulse helfen uns, die Angst zu überwinden, ohne sie vollkommen außer Acht zu lassen.

Schmalblättriges Weidenröschen - Frucht
Schmalblättriges Weidenröschen – die Frucht

Zur Behandlung von starken Ängsten und Phobien empfiehlt sich somit eine bestimmte Zusammensetzung der kombinierten Essenzen: einer die Vergangenheit bewältigenden Essenz sollte stets um zwei die positive Zukunft anstrebende ergänzt werden. Es ist weniger lohnenswert, einem Angst-Patienten das komplette Programm Angst lösender Essenzen von Gauklerblume bis Zitterpappel zu geben. Stattdessen sollte bereits im Gespräch die Aufmerksamkeit immer wieder auf die Zukunft gerichtet werden: was will die Person eigentlich erreichen? Allein der Perspektivwechsel weg vom Rühren in der trüben Vergangenheit hin zur Konzentration auf eine gute Zukunft kann schon heilsamen Einfluss haben. Die Essenzen tun dazu das ihre.

Was will ich erreichen? Unbeschwertheit? Wie wär's mit Johanniskraut? Fröhlichkeit? Kleiner Tipp: Kirsche. Leichtigkeit im Alltag? Apfel. Und so weiter. Versuchen Sie's! Fragen Sie Ihre Klienten immer wieder hartnäckig nach dem, was er oder sie will – nicht nach dem, wovon er oder sie genug hat. Und mischen Sie dann zwei zukunftsweisende mit einer vergangenheitsbewältigenden Blüte (oder 4:2) und helfen Ihren Klienten (und sich selbst natürlich auch) auf den Weg in eine bessere und gesündere Zukunft.

© Dirk Albrodt 2005