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Trance und Blütenessenzen

Manche Leute wissen genau, was Trance ist, ohne sie jemals persönlich bewusst erlebt zu haben. Sie glauben, wie in einer Fernsehshow willenlos gemacht zu werden und in peinliche und lächerliche Situationen gezwungen zu werden.

Beifuss


Ich aber habe meine eigene Definition von Trance. Für mich ist Trance ein Zustand veränderter Wahrnehmung. Die Aufmerksamkeit ist so stark auf ein bestimmtes Erleben gerichtet, dass andere Sinnesreize ausgeschlossen werden. Es handelt sich dabei um eine ganz natürliche menschliche Art der Wahrnehmung und der Konzentration, vergleichbar dem Erleben im Traum, wo rein imaginierte Erlebnisse doch körperliche Reaktionen bewirken können. Daher kommen Trancezustände im ganz gewöhnlichen Alltag ganz normaler Leute regelmäßig vor, ohne jedoch als solche erkannt zu werden.

Für Kinder ist der Trancezustand ein natürlicher Bestandteil ihres Lebens. Sie versenken sich in die Welkt ihres Spiels, vergessen die Zeit, die Umgebung und oft auch, dass sie eigentlich mal zur Toilette müssten, wenn sie noch sehr jung sind.

Erwachsene bemerken oft gar nicht, dass sie in Trance sind. Aber wie viele Menschen haben wohl das Läuten des Telefons ausgeblendet, einfach nichts gehört, während ihr Lieblingsteam bei der Fußballweltmeisterschaft um Tore kämpfte? Wie viele Menschen vergessen alles um sie herum, während sie sich gerade verlieben. Trance? Aber sicher!

Trance ist ein normaler menschlicher Bewusstseinszustand, in den man unbewusst hinein und auch wieder heraus gerät. Leider wissen das die meisten nicht und nutzen ihn daher auch nicht, aber Trance kann man lernen. Aber wozu soll das gut sein?

Nehmen wir ein einfaches Beispiel aus dem Alltag: jemand schlendert durch die Einkaufszone seiner Stadt und entdeckt in einem Schaufenster irgendein für ihn besonders interessantes Produkt, sagen wir ein paar Schuhe. Dann stellt er vielleicht fest, dass diese zu teuer sind, und geht weiter. Später danach gefragt, wird diese Person kaum sagen können, was sonst noch alles im Schaufenster ausgestellt war. In Trance jedoch kann man Zugang auch zu diesen anscheinend weniger wichtigen Informationen finden, die auf Grund ihrer Bedeutungslosigkeit schon vor dem Bewusstsein ausgefiltert wurden - aber eben doch wahrgenommen wurden. Nun mag es wenig Vorteil für einen persönlich haben, wenn man sich daran erinnert, dass links noch ein Paar hässliche Stiefel standen - übertragen auf andere Situationen mag der Zugang zu den unbewusst aufgenommenen Informationen durchaus sinnvoll sein, z.B. in einer Prüfung, wenn Dinge abgefragt werden, die in einer Unterrichtsstunde durch genommen wurden, in der ich alles andere gemacht hab, nur nicht bewusst zugehört. Techniken wie Superlearning nutzen Trancephänomene.

Das Erleben in Trance wird als real wahr genommen. Werde ich z.B. in einer Fantasiereise von einem wilden Tier verfolgt, bricht mir tatsächlich der Schweiß aus und klopft mein Herz, auch wenn weit und breit kein wildes Tier vorhanden ist. Verwende ich aber den Trancezustand, um meine Fantasie zu lenken, kann ich mich mit dem Tier anfreunden und einen Verbündeten gewinnen an Stelle des Verfolgers. Mein imaginiertes Konfliktverhalten wird als real erlebt und als neue Ressource in meinem Unbewussten abgespeichert, so dass ich eine weitere Handlungsoption in einem realen Konflikt zur Verfügung habe, anstatt auf alte einschränkende Verhaltensmuster zurück greifen zu müssen.

Magnolie

Trance wirkt also ein wenig paradox: durch Verengung der Wahrnehmung zur Erweiterung des Bewusstseins.

Es gibt eine ganze Reihe von Blütenessenzen, die einem beim Erlernen des Trancezugangs behilflich sein können. Drei davon möchte ich hier vorstellen. Alle drei erleichtern nicht nur den Zugang zur Trance, sie ermöglichen auch bewusstes Träumen und Erinnern von Träumen. Die drei vorgestellten Blütenessenzen sollten in der Reihenfolge, wie sie hier beschrieben werden, eingenommen werden. Sie leiten von der persönlichen über die überpersönliche Ebene bis hin zur Fähigkeit, Trancezustände im Wachen zu erleben und nutzen zu können.

Beifuß - Artemisia vulgaris
Beifuß ist die Pflanze der griechischen Göttin Artemis, Göttin der Nacht, des Mondes, der Jagd und der Hebammen. Beifuß öffnet. Z.B. für die innere Stimme, wenn man Selbstvertrauen und Orientierung verloren hat, aber auch für Intuition und feine Wahrnehmungen. Beifuß macht einem die eigenen Träume bewusst. Man kann sie nach dem Aufwachen behalten, um sich mit ihnen nun auf der bewussten Ebene auseinander zu setzen. In Tranceübungen dient Beifuß dem bewussten Erleben eines veränderten inneren Zustandes und verhindert das Einschlafen. Man wird in die Lage versetzt, weiter auf dem schmalen Grat zwischen Wachen und Schlafen zu bleiben, sowohl die inneren Abläufe wahr zu nehmen als auch sie steuern zu können.

Magnolie - Magnolia soulangeana
Magnolie, die Lotosblüte auf dem Baum, wie alte chinesischen Schriften sie nennen, ist die Blütenessenzen höherer Einsicht. Sie ermöglicht das Verstehen auf einer höheren Ebene als der persönlichen. Sie lässt komplexe Zusammenhänge und die eigene Rolle darin durchschauen. In verschiedenen Gruppenexperimenten traten einige erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, die subjektiv als Andeutungen zukünftiger Ereignisse gedeutet wurden. Magnolie ist ebenso wie Beifuß eine ausgezeichnete Traumblüte, sie lässt Träume erinnern und verstehen. Darüber hinaus bringt sie Einsicht in die innere Berufung und öffnet für die Erkenntnis, welche Rolle und Aufgabe das höhere Selbst für einen vorgesehen hat.

Bougainvillea

Bougainvillea - Bougainvillea sp.
Bougainvillea ist eine von vielen Blütenessenzen für das innere Kind. Sie spricht die in vielen Menschen verloren gegangene Fähigkeit des oft abfällig so genannten 'Tagträumens' an. An Kinden können wir beobachten, wie einfach es ist, in Trance zu gehen: sie schauen dem Flug der Wolken am Himmel zu, dem Faltenwurf einer Gardine, dem Flackern eines Lagerfeuers und werden fasziniert und innerlich ganz still. Ganz ohne hypnotische Suggestionen. Sie nutzen diesen Zustand zum reinen Vergnügen, aber auch für Gespräche mit Abwesenden (was keineswegs gleichbedeutend mit pathologischen Halluzinationen ist) und lernen, lernen, lernen - und zwar spielerisch. Spiel, Faszination und Enthusiasmus sind Eigenschaften, die wir durch Bougainvillea zurück gewinnen können. Und wir können durch bewusstes Herbeiführen solcher 'Alltagstrancen' unsere inneren Ressourcen abrufen und uns nutzbar machen. Wir Erwachsenen können daran reifen, wieder zum Kind zu werden und sei es nur zeitweise.

© Dirk Albrodt, 2003