Frühjahrskur

Kleine Braunelle - Prunella vulgaris

Kleine Braunelle

Von dieser Essenz habe ich ja schon öfter berichtet, sie ist ein so universell einsetzbares Mittel, dass sie zu den am häufigsten Essenzen überhaupt zählt.

In der Pflanzenheilkunde geriet die Kleine Braunelle ein wenig in Vergessenheit. Ihren Namen jedoch verdankt sie der ihr zugeschriebenen heilenden Wirkung auf die sogenannte Halsbräune, also einer Entzündung im Hals-Rachen-Raum. Anderswo nannte man sie Zimmermannskraut, denn ihre Blätter stillten die Blutungen der abgesägten Finger (kein Scherz). Die Amerikaner schliesslich bringen es auf den Punkt; Self-Heal heisst sie dort, also Selbstheilung.
Die Essenz für sich hat zuerst einmal reinigende Wirkung. Die ersten Hersteller einer Self-Heal Essenz der kalifornischen Flower Essence Society beobachteten eine positive Auswirkung ihrer Essenz bei Fastenkuren. So soll sie bei der Ausscheidung von Giften helfen und gleichzeitig die Aufnahme von Mineralien fördern.

Die Förderung der Selbstheilungskräfte kommt insgesamt wie auch lokal zum Tragen, wenn man die Essenz äusserlich einsetzt. Sie dient besonders bei lang anhaltenden Erschöpfungszuständen, wenn das Immunsystem schlapp macht und man sich eine Infektion nach der anderen zuzieht.

Auf der emotionalen Ebene kann sie uns Einsicht in Krankheitsursache und -gewinn bringen. Bei emotionaler Bedürftigkeit z.B. dürfte die Aufmerksamkeit, die man durch das krank sein erhält, für manchen Nachteil der Krankheit entschädigen.
Kleine Braunelle kann uns aus Abhängigkeit befreien - oder zumindest dabei helfen.

Und vor allem fördert sie die Motivation zur Genesung: ich hab‘s verdient zu leiden, ist dabei doch ein wenig hinderlich. Ich bin‘s wert, gesund zu sein, klingt da schon besser, oder?

©Dirk Albrodt, 2008

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