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Odermennig - Agrimonia eupatorium

Agrimony - Agrimonia eupatorium - Odermennig

Das Stichwort, das man sich merken sollte, lautet: Vorgetäuschte Sorglosigkeit, denn dies ist der Zustand bzw. das Verhalten, auf das Odermennig Einfluss nimmt. Die positive Seite der Medaille stellen Selbstachtung, Offenheit und innerer Frieden dar.

Kurzum: Odermennig ist für nach außen fröhliche Menschen, die nichts von ihren wahren Gefühlen zeigen. Sie klagen nicht, sondern suchen Gesellschaft und Anregung, um ihr persönliches Elend nicht wahrnehmen zu müssen.

Odermennig

Odermennig ist einer der ‘12 Heiler’, also eine der zuerst entdeckten und wichtigsten Blütenessenzen überhaupt. Die Blütenessenz wurde zuerst im Sommer 1930 in Norfolk hergestellt und im gleichen Jahr erstmals in einem Aufsatz Dr. Bachs für die ‘Homepathic World’ erwähnt. Die Überschrift des entsprechenden Abschnittes lautete „Agrimonia - Der Inquisitor“. Später greift Bach nicht mehr auf diese Bezeichnung zurück und benennt 1932 in „Befreie dich selbst“ die beiden Pole „Ruhelosigkeit - Frieden“ in der Überschrift zum Agrimony Kapitel. Gemeinsam mit Beech, Holly, Impatiens und Willow zählt Agrimony zu den großen Entspannern oder Anti-Stressblüten unter den Bachblüten.

Edward Bach selbst schreibt: „Für die jovialen, fröhlichen und humorvollen Menschen, die den Frieden lieben und unter Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten leiden; sie sind bereit, viel aufzugeben, um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Obwohl sie im Allgemeinen Schwierigkeiten haben und inner- wie äußerlich besorgt und rastlos sind, verbergen sie ihren Kummer hinter einer Maske von Humor und Witz und sind als Freunde und Gesellschafter sehr geschätzt. Häufig greifen sie zu reichlich Alkohol oder Drogen, um sich in Stimmung zu bringen und die Leichtigkeit zu gewinnen, mit der sie ihre Bürde zu tragen gedenken.“ Er zählte die Blüte zu denjenigen, die bei übermäßiger Beeinflussbarkeit gebraucht werden.

Clown
Die Odermennig-Persönlichkeit verbirgt sich gerne unter einer Maske der Fröhlichkeit

Genauer gesagt, bei: Oberflächlichkeit, Harmoniesucht, Konfliktscheu, Verleugnung der Probleme, emotionaler und körperlicher Dauerspannung, Heimlichkeiten und heimlichen Gewohnheiten, Drogengebrauch, vornehmlich zur Entspannung.

Betrachten wir Blütenessenzen als Lehrer, dann lehrt uns Odermennig sich selbst und seine Gefühle schätzen, sein wahres Wesen zeigen zu lernen und die Angst vor Zurückweisung ujnd Ablehnung und die Überzeugung zu überwinden, man müsse Liebe verdienen und sei nicht akzeptabel, so wie man ist. Odermennig kann sowohl Typen- wie Situationsmittel sein. Das bedeutet, es spricht einen bestimmten Persönlichkeitstypus besonders an, andererseits gibt es im Leben jedes Menschen Situationen, in denen er seine Gefühle verbirgt.
Der Odermennig Typ ist stets gleichbleibend nett und freundlich. Er verbirgt seine Gefühle, Sorgen und Probleme aller Art vor seinen Mitmenschen und vermeidet es generell, über sich selbst zu sprechen. Tief innen hat er das Gefühl, Liebe, Freundschaft und Respekt zu verlieren, sobald er offenbart, was an Gefühlen in ihm brodelt. Denn wie es drinnen aussieht, das geht niemanden etwas an, findet er. Dem zugrunde liegt eine feste Vorstellung davon, wie jemand zu sein habe, um von seinen Mitmenschen akzeptiert und gemocht zu werden: umgänglich, fröhlich, charmant, optimistisch, souverän und stets alles im Griff habend. Everybody’s darling. Probleme, ja woher denn? Wer über Schwierigkeiten spricht, gibt damit zu, daß er welche hat, und offenbart so seine Schwächen vor anderen. Das sucht Odermennig unter allen Umständen zu vermeiden.

Odermennig

In Gesellschaft spielt der Odermennig Typ sein Ideal bis zur Perfektion. Ein solcher Mensch ist überall beliebt, eckt nirgends an, sondern weiß interessant und humorvoll mit jedermann und -frau zu plaudern, wird zuweilen gar zu Partys eingeladen, um gute Stimmung sicherzustellen.
In Gesellschaft fällt es ihm leichter, die Maske der Sorglosigkeit aufzubehalten, sich selbst zu täuschen, ist dagegen schwer und gelingt häufig nicht. Wenn er alleine ist, kommt er ins Grübeln, dann fällt ihm die Decke auf den Kopf, und er hält sich selbst nicht aus. Konflikte findet Odermennig unerträglich. Jedem Streit wird aus dem Weg gegangen, oder es wird versucht, ihn mit einem Witz zu überspielen.
Auch sich selbst gegenüber fällt es schwer zuzugeben, dass etwas nicht stimmt. Probleme rufen förmlich nach Aufmerksamkeit. Sie zu ignorieren kostet mehr und mehr Kraft. Die innere Spannung steigt. Man versucht, die Kontrolle über sich selbst zu verstärken, was noch mehr Anstrengung kostet. Mit der Zeit setzt eine innere und äußere Starre ein. Auf mögliche Probleme hin angesprochen, wiegelt man jedoch ab und spielt alles herunter, als sei nichts Ernstes. Schließlich will man auch niemanden mit seinem persönlichen Kram belästigen.
Offenbart Odermennig schließlich doch jemandem sein Leid, stößt er zunächst auf Unglauben: „Du bist doch immer so fröhlich, ich hätte nie gedacht, dass du irgendwelche Probleme haben könntest!“ oder ähnlich.

Odermennig

Ursachen dieser beständigen Schauspielerei sind oft in früheren Erfahrungen zu suchen. Wenn die eigene Schwäche von anderen ausgenutzt, das Vertrauen missbraucht und das ehrliche Eingestehen von Problemen gegen einen selbst verwandt wird, kann dies dazu beitragen, dass man sich in mehr oder weniger großem Ausmaß gegenüber anderen verschließt.

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ gilt für Odermennig ohnehin, für Männer aber noch im besonderen. Schmerz wird unterdrückt, überspielt, zuweilen nicht einmal wirklich wahrgenommen. Das Alleinsein ist es, was Schmerz ins Bewusstsein dringen lässt. Wenn sich ein Odermennig-Mann verletzt, bekommt man „Da ist nur ein bisschen Emaille abgesplittert“ oder ähnliches zu hören, selbst wenn man schon bis auf den Knochen sehen kann. Vermeintlich oder tatsächliche witzige Bemerkungen im Zusammenhang mit Schmerz und Verletzung sollten an Odermennig denken lassen.

Bei Verlust des Arbeitsplatzes neigt Odermennig dazu, ihn nach außen auf die leichte Schulter zu nehmen. Einen Klassiker stellt jener Mann dar, der weiterhin jeden Tag pünktlich zur Arbeit aus dem Haus geht, um seine Familie ‘sein Versagen’ nicht wissen zu lassen.
Zu den für Odermennig typischen Störungen und Erkrankungen, die nach außen hin verborgen werden, gehören Suchtkrankheiten. Bekannt ist, wie schwer es dem Alkoholkranken fällt, es sich selbst und anderen einzugestehen, abhängig zu sein. Dies aber ist die Voraussetzung, um überhaupt Schritte zu einer Befreiung daraus einzuleiten. Eine Form von Sucht stellen auch manche Essstörungen dar. Ein Bulimiekranker erleidet seine Fress- und Brechattacken niemals in Gesellschaft sondern immer nur, wenn er allein ist. Oder er entschuldigt sich nach einem gemeinsamen Essen kurz, „um sich nur eben ein bisschen frisch zu machen“.

Odermennig

Innere Qual, die nicht ausgedrückt wird, ist eine gute Voraussetzung für Geschwüre aller Art. Magenschleimhautentzündungen können da kaum überraschen, weil man dazu neigt, alles herunterzuschlucken, ohne es wirklich verdauen bzw. verarbeiten zu können. Verletzung, Ärger oder gar Wut herauszulassen, ist Odermennigs Sache nicht.

Kennzeichnend sind auch alle Erkrankungen, die mit innerer Spannung einhergehen. Dazu gehören auch Allergien, Entzündungen der Atemwege und Erkältungen.

Die Starre des permanent aufgesetzten Lächelns kann sich auch als Starre des Bewegungsapparates spiegeln. Die Reduzierung des Verhaltensrepertoires auf ‘gute Laune’ kann mit der Einschränkung der Beweglichkeit der Gelenke einhergehen. Bei Patienten mit chronischen Gelenksentzündungen sollte man an (u.a.) Odermennig denken.

Klassisch ist auch, dass ein solcher Patient zu spät zur Behandlung kommt, da er erst lange Zeit das Vorhandensein einer Störung leugnet. Überwindet er sich schließlich, einen Arzt aufzusuchen, ist das Problem oft bereits chronisch und/oder irreversibel geworden.
Psoriasis (Schuppenflechte) entsprecht in seinem Erscheinungsbild häufig recht genau dem einer Odermennig Persönlichkeit. Nicht nur, dass die Krankheit mit allerhand unangenehmen Sensationen einhergeht, man sieht sie auch so deutlich, was sie noch schrecklicher macht. Entsprechend versucht man, sich so frisieren, dass die typischen Rötungen und Schuppungen am Haaransatz überkämmt werden und auf diese Weise unsichtbar werden. Natürlich ohne wirklich fort zu sein – ebensowenig wie die innere Not der Betroffenen, die weiterhin versuchen, ihr Leiden zu überspielen.

In der Familientherapie Virginia Satirs spielen vier Kommunikationstypen eine besondere Rolle, von denen einer deutliche Übereinstimmung mit der Charakteristik des Odermennig zeigt: der Ablenker. Der Ablenker ignoriert die Bedrohung und verhält sich, als sei sie gar nicht vorhanden. Er geht auf die angesprochene Thematik gar nicht ein, sondern spricht über etwas vollkommen anderes, möglichst Belangloses. Er antwortet nie direkt und persönlich. Um den Ablenker ganz verstehen zu können, empfiehlt Virginia Satir das Einnehmen der typischen Körperhaltung des Ablenkers: man ist ständig in Bewegung, der Kopf sitzt schief, alle Gliedmaßen zeigen in unterschiedliche Richtungen, der ganze Körper erscheint unkoordiniert. Das Gesäß in nach hinten gedrückt, die Beine zeigen deutliche X-Stellung. Durch das Einnehmen dieser Haltung erhält man Zugang zu den wesentlichen Gefühlen des Ablenkers: Einsamkeit und Zwecklosigkeit. Zudem spürt man den inneren Impuls, durch aktives Handeln vom Konflikt abzulenken, so mag man auf einen harten Vorwurf am liebsten fragen: „Noch jemand ein Schnittchen...?“ oder dem Aufgebrachten einen Fusel vom Revers zupfen.

Wer Zugang zum Inneren eines Odermennig-Menschen finden will, sollte einmal diese äußere Haltung einnehmen. Man begreift, was ihn quält. Ist man selbst betroffen, kann man von dort aus versuchen, den Körper zurück in einen Zustand des Gleichgewichts und der Symmetrie zu bewegen, um den Zielzustand kennenzulernen.

Der sieht so aus:
Ein Mensch, der mit sich und seinen Gefühlen im Reinen ist. Er besitzt große Fähigkeiten zur Lösung von Problemen und ist bereit, sich diesen zu stellen. Er lässt sich von Schwierigkeiten nicht so leicht aus der Bahn werfen, sondern behält sein offenes und optimistisches Gemüt. Hat er Kummer, kann er sich Hilfe suchen, sich Freunden anvertrauen und frei darüber sprechen. Anstatt sich dafür zu verurteilen, gelingt es ihm, über sich selbst zu lachen. Er ist bereit zu Tiefe und Intensität und behält dabei doch seinen Humor.