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Cerato oder Was würden Sie an meiner Stelle tun?

1930 erschien Dr. Bachs Aufsatz Einige fundamentale Überlegungen zu Krankheit und Heilung in der Homeopathic World, worin er zum ersten Mal eine blaue Blüte beschrieb, die erst kurz zuvor vom englischen Botaniker Ernest Wilson auf einer seiner Expeditionen durch Ostasien entdeckt worden war. Eine seltene Blume, die in Tälern ab Höhen von 600m vom Himalaya bis nach China zu finden ist. Wilson schickte 1908 einer englischen Gärtnerin und Unterstützerin seiner Forschung ein paar Samen. Ellen Willmott gelang es, die ersten beiden Pflanzen außerhalb Asiens in ihrem Garten zu ziehen. Sie war es, deren Name der blauen Blume gegeben wurde: Ceratostigma willmottiana, kurz: Cerato, oder auf deutsch: Bleiwurz. Und sie war es auch, die ihrer Freundin, der bekannten Landschaftsgärtnerin Gertrude Jekyll die Pflanze weiterreichte. Diese war 1930 im walisischen Overstrand, einem Fleckchen nahe einer Ortschaft namens Cromer mit der Anlage eines besonderen Garten beschäftigt, als 1930 so ein seltsamer Aussteiger von Doktor vorbei kam, der nach Heilung der Seele suchte und die Heilkraft der Pflanze unmittelbar erkannte.

Cerato

Die Überschrift über dem entsprechenden Abschnitt in Bachs Aufsatz lautet „Der Narr“. An anderer Stelle nennt er die Cerato Persönlichkeit einen Clown. Unsicherheit, Ablenkbarkeit und mangelndes Urteilsvermögen erkennt Bach bereits zu diesem Zeitpunkt als charakteristische Merkmale Ceratos. Andererseits schreibt er der Blüte damals auch noch Eigenschaften zu, die später aus dem Bild verschwinden wie Konservatismus und Kleinlichkeit. 1933 lautet die Überschrift des entsprechenden Abschnittes Selbstzweifel. Cerato zählt zu den zwölf Heilern und somit zu den großen Mitteln des Bachblütensystems.

Cerato - Ceratostigma willmottiana - Bleiwurz
C.G.Jung sagte „Ein Weg ist nur dann ein Weg, wenn man ihn selbst findet und geht“ und damit beschrieb er das Dilemma des Cerato-Typus etwa zur gleichen Zeit wie Edward Bach die Blüte fand. Inzwischen gilt als gesichert, dass Cerato sich für diejenigen eignet, die kein oder nur wenig Vertrauen in die eigene Meinung haben und den eigenen Weg nicht finden.

Beschreibung Dr. Bachs:
Für jene, die nicht genügend Selbstvertrauen haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sie fragen dauernd andere um Rat und sind dann oftmals falsch beraten.

Bleiwurz

Bach nannte den Cerato Typus erst einen Narren, später milderte er sein Urteil ab, indem er ihn nur noch als töricht bezeichnete. Töricht ist seiner Meinung nach jemand, der Weisheit besitzt, sie aber nicht nutzt. Cerato könnte ein guter Lehrer sein, würde er sich nicht fortwährend zum Schüler machen. In Tibet gilt Cerato gar als Blume der Weisheit.

Eine Cerato Persönlichkeit misstraut ihren Fähigkeiten, ihrer Meinung und ihrer inneren Stimme. Sie glaubt stets, andere wüssten es besser. Also fragt sie. Es müssen nicht unbedingt Fachleute sein, möglicherweise haben sie weniger Ahnung von der Materie als Cerato selbst. Diesem kommt es jedoch weniger auf Kompetenz als vielmehr darauf an, dass er nicht selbst zu einem Entschluss kommen muss. Das jedoch hindert ihn nicht daran, den gut gemeinten Rat gleich wieder zu verwerfen. Ein immer währender Kreislauf ergibt sich: Cerato traut der eigenen Meinung nicht, fragt jemanden nach seiner, macht sie sich zu eigen – und misstraut ihr sofort. Denn nun handelt es sich ja genau um die eigene Meinung, der grundsätzlich misstraut wird. Das Spielchen kann ewig so weiter gehen, bis sich zum guten bzw. schlechten Schluss die Frage von selbst erledigt hat, weil mittlerweile Fristen abgelaufen sind, andere die Entscheidung getroffen haben oder die Dinge eine unvorhersehbare Wendung genommen haben.

Ein zweites wichtiges Charakteristikum ist die Unfähigkeit zuzuhören. Vieles, was ihm gesagt wird, geht sprichwörtlich zum einen Ohr herein und zum anderen wieder hinaus, ohne Spuren zu hinterlassen. Cerato redet gern viel, hört aber einfach nicht zu. Das kann dazu führen, dass andere sich abwenden und sich fragen: „Was soll ich ihm raten? Er er hört ja doch nicht zu.“ Dieses Charakteristikum hat die Blüte mit Heather gemein.

Cerato Menschen werfen ihre oft leichthin getroffenen Entscheidungen wieder um, sind wechselhaft, schwach, hilflos und machen sich selbst zum Spielball anderer und des Schicksals. Sie erkennen nicht, dass immer jemand eine Entscheidung trifft. Wenn sie selbst das nicht tun, tut es eben ein anderer, und dessen Entscheidung muss nicht notwendigerweise zum Besten von Cerato ausfallen. Mit anderen Worten: Cerato nimmt sein Leben nicht in die Hand. Aus Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, tut er am Ende gar nichts. Cerato ist übrigens der einzige Bachblütencharakter, bei dem intuitive Auswahlmethoden nicht funktionieren. Es gibt Berater, die als Einstieg in das beratende Gespräch die intuitive Auswahl eines Fotos der Pflanze oder das ‚Ziehen‘ eines Fläschchens aus dem Blütenkästchen wählen. Cerato wird so lange zögern und zaudern oder fragen „Welches Fläschchen würden sie denn nehmen?“, bis er schließlich ganz konfus ist. Hier muss der Berater oder die Beraterin selbst auf seine oder ihre innere Stimme hören und die Cerato Indikation erkennen. Ein kritisches Auge ist auch aufgrund der Chamäleonhaftigkeit Ceratos gefragt. Ein solcher Mensch möchte gefallen – auch seiner Therapeutin oder seinem Blütenberater. Er redet jedem nach dem Mund und stimmt zu, egal was man ihm vorschlägt. Davon sollte sich kein Therapeut aufs Glatteis führen lassen. Übermäßige Anpassung des Klienten an die eigene Körpersprache und Wortwahl und auffallende Zustimmung zu allem, was man sagt, muss unbedingt als möglicher Hinweis auf die hier besprochene Blüte gewertet werden.

Kurzum: Cerato eignet sich für unsichere, unentschlossene Menschen, die den Zugang zur eigenen Weisheit nicht finden.

Bleiwurz

Edward Bach als Arzt zielte darauf ab, durch die Stärkung der Seele mit Blütenenergie einen Impuls für die körperliche Genesung zu setzen. Er war nicht in erster Linie Psychotherapeut. Seine Patienten klagten über Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme, Hautausschläge und Bluthochdruck. Er suchte aber nicht nach der Blüte gegen Kopfweh, sondern nach einer, die den Kopfschmerzpatienten emotional wieder ins Lot bringen sollte. Die körperliche Gesundung sollte mit der emotionalen einhergehen. Stellte es sich im Gespräch heraus, dass der betreffende Patient dem Persönlichkeitstypus Cerato entsprach, bekam er diese Blüte, ganz egal ob er nun Migräne oder Grippe hatte.

Wenn solche Menschen krank werden, zeigt sich die Unsicherheit in der Symptomatik. Eindeutige Diagnosen sind kaum möglich, da die Symptome zu schnell wechseln, sich zudem möglicherweise der Therapeutenmeinung anpassen. Äußert der Behandler einen Verdacht, kann es sein, dass der Patient erst daraufhin die entsprechenden Symptome entwickelt. Da Cerato aber dazu neigt, sich mehr als nur eine zweite Meinung einzuholen, kann sich die Symptomatik bereits nach der Konsultation des nächsten Therapeuten wieder verändert haben. Dieses Muster zu durchschauen, bedarf es eines längeren Beobachtungszeitraumes, wozu der Therapeut in der Regel keine Gelegenheit bekommt, da sein Patient bereits zum nächsten unterwegs ist. Dies kann erneut auch ein Zeichen für Heather sein, der dies aufgrund seiner Hypochondrie tut.

Bei unklarer, wechselhafter Symptomatik sollte neben Wild Oat stets an Cerato gedacht werden. Eine Diagnose, die auf Cerato hinweisen kann, ist die Vegetative Dystonie. Dieser Begriff findet sich nicht einmal mehr im Pschyrembel, dem medizinischen Wörterbuch, und spiegelt das Nebulöse des Cerato Problematik einigermaßen treffend wieder.

Im Körper wandernde Symptome ohne feste Lokalisation sprechen ebenso für Cerato. Als Beispiel mag an dieser Stelle Herpes gelten, der überall auftreten kann. Am häufigsten tut er das an der Lippe, aber auch an anderen Stellen im Gesicht und am und sogar im Körper kann er erscheinen, wobei letzteres am schwierigsten zu diagnostizieren ist.

In letzter Zeit rückt infolge ihrer zunehmenden Verbreitung die Borreliose immer stärker in den Blick. Diese tückische Infektion beherrscht die Camouflage meisterlich. Mal zeigt sie sich durch Gelenksschmerzen, ein andermal durch Lähmungen, gelegentlich durch Hauterscheinungen und oft durch Nervenschmerzen und Koordinationsprobleme und wird aufgrund ihrer inkonsistenten Symptomatik häufig nicht erkannt.

Entspricht ein Borreliose-Patient dem Persönlichkeitsschema von Cerato, dann kann ein Versuch sicher nicht schaden, wenngleich noch wenig Erfahrungen vorliegen. Was würden Sie an meine Stelle tun?
Ich würde es ja einmal mit Cerato probieren.
Aber ganz sicher bin ich mir jetzt doch nicht...