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Beech - Fagus sylvatica - Rotbuche

Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.“ - Christian Morgenstern

Der botanische Pflanzenname Fagus wurde vom griechischen Wort für ‚essen‘ abgeleitet. Bei den Griechen zählte die Buche zu den ‚glücklichen Bäumen‘, aus denen Opfergeschirr hergestellt wurde. In der nordischen Götterlehre galt die Buche als der Baum Freyas, der schönen und mächtigen Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Zärtlichkeit.

Rotbuche
Rotbuchenbaby

Stellenwert im System Dr. Bachs:
Beech gehört zu den ‚späten Mitteln‘, deren Herstellung erst durch die Entwicklung der Kochmethode möglich wurde. Bach beschreibt dieses Helfermittel zum ersten Mal in der 1936er Ausgabe von „Die zwölf Heiler und andere Heilmittel“.

Beschreibung Dr. Bachs:
„Für jene, welche die Notwendigkeit verspüren, in allem was sie umgibt, vermehrt das Gute und Schöne zu erblicken, und obwohl viele Dinge falsch laufen, die Fähigkeit haben möchten, das Gute im Innern heran wachsen zu sehen. Sie sind darauf bedacht, toleranter und nachsichtiger zu werden und vermehrtes Verständnis zu zeigen für die unterschiedlichen Wege, auf denen jeder einzelne Mensch und alle Dinge zur letzten Vollkommenheit heran wachsen.“

Rotbuche

Personen vom Schlage Beech zeichnen sich durch einen kritischen Verstand aus, sie haben einen Blick für Fehler und Irrtümer, die andere machen, und halten mit ihrer Kritik nicht hinter dem Berg. Dies prädestiniert sie geradezu für Berufe, bei denen es auf Präzision ankommt. Man kann sich sicher kaum einen besseren Sicherheitsbeauftragten in einem Atomkraftwerk vorstellen als einen Beech Menschen. Beech ist geradezu besessen davon, Fehler zu finden.

Sein Problem liegt darin, dass sein Zuhause und sein Arbeitsplatz in aller Regel keine Atomkraftwerke sind. Überkritische Einstellungen nutzen in diesem Umfeld eher nicht. Es ist halt ein Unterschied, ob da ein Brennstab oder ein Paar Schuhe irgendwo herum liegt. Nicht jedoch für Beech. Beech hat ein typische Reaktionsmuster auf Dinge und Vorfälle, die seiner Ansicht nach besser anders gestaltet oder behandelt werden müssen: Beech regt sich auf, empört sich, ist entrüstet, ja geradezu persönlich beleidigt, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorstellt.

Rotbuche

Bei allem und jedem findet Beech das Haar in der Suppe. Mit feinem Gespür entdeckt Beech das Viertelprozent, das zur Perfektion noch fehlt – und reitet lautstark darauf herum, sofern es bei anderen fehlt. Beech sieht immer das Negative. Sie be- und verurteilen andere, legen hohe Maßstäbe an, stellen Anforderungen und mögen dies nicht und das auch nicht.
Beech hält sich für überlegen, ist überzeugt von der Richtigkeit seiner Ansichten und neigt überdies dazu, verärgert auf mangelnde Zustimmung, Ablehnung oder Nichtbeachtung zu reagieren. Für ihn ist es ganz offensichtlich, was für einen hanebüchenen Unfug jemand gerade anzustellen beginnt, und es ist ihm schier unerträglich, dem unvernünftigen Treiben tatenlos zusehen zu müssen. Also was soll’s - es ist ja nur zu deinem Besten - wird drauflos genörgelt, kritisiert, gezickt und genervt, dass es nur so eine Art hat. Bei gleichzeitigem Fehlen jeglicher Selbstkritik. Leicht zu verstehen, weshalb Beech Leute nicht gerade zu den beliebtesten Mitmenschen zählen.

Bei alldem verfolgen sie nur die besten Absichten, sie wollen doch nur das Beste, und deswegen unbeliebt zu sein, empfinden sie schon als ziemlich ungerecht. Allerdings wurde noch keine Schandtat auf Erden zu Ehren des Bösen begangen, sondern stets für das Edle, Gute und Schöne. Hitler ist mitnichten angetreten, der größte Verbrecher der Weltgeschichte zu werden, im Gegenteil er wollte der Retter der arischen Nation, geachtet und gefeiert sein. Nur allzu oft wird im Namen des Guten verletzt und getötet. Beech kann solchen Menschen zu erkennen helfen, dass das andere anders ist – nicht schlecht.

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Zwei Dinge stehen nun bei der Betrachtung von Beech im Vordergrund: die übertriebene Aufregung als emotionales Muster sowie die Fehlersuche bei anderen als psychologisches Muster. Letztere ist auf die vermeintliche eigene Überlegenheit gegründet. An dieser Stelle drängt sich natürlich die Frage auf: Wie mag das nur kommen, dass jemand sich so gar nicht über die schönen Dinge freuen kann, sondern stets seine gesamte Aufmerksamkeit auf das Negative lenkt. Die Antwort fällt leicht: je mehr Schlechtes ich an anderen finde, desto besser kann ich mich selbst fühlen. Wer aber hätte eine solche Einstellung nötig, wenn nicht derjenige, der eigentlich gar kein besonders ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat, wer nicht in sich ruht, sondern sich fürchtet vor der möglichen eigenen Fehlerhaftigkeit, ja Schlechtigkeit. Oft fallen einem am anderen genau die Dinge störend auf, die man bei sich selbst nicht wahrnehmen mag.

Beech wäre demnach einer, der projiziert, der in anderen sich selbst kritisiert. Es handelt sich somit um ein Mittel, das sich zwar weniger für die tief reichende Verarbeitung so genannter ‚blinder Flecken‘ eignet, aber wenigstens für die Anerkennung der Existenz solcher einzunehmen lohnt. Die Versöhnung mit den Fehlern und Unzulänglichkeiten anderer führt schließlich zu nichts anderem als zur Versöhnung mit sich selbst. Beech kann einen Perspektivwechsel bewirken: weg vom Kaffeefleck auf der Krawatte - hin zur gelungenen Geburtstagsparty; weg vom hässlichen Muttermal - hin zum liebenswerten Wesen. Eine Autowerbung in der siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts nutzte den mentalen Perspektivwechsel zur leicht provokanten Frage: „... oder werfen sie das ganze Auto weg, weil der Aschenbecher klemmt?“

Mit anderen Worten: Beech lehrt das Schöne zu sehen. Auch in sich selbst. Es macht sanft, tolerant, sensibel und gibt einem die große Kraft, denen, die einem lieb sind, die Freiheit zu lassen. Auch die Freiheit, eigene Fehler zu machen und aus ihnen eigene Erkenntnisse zu gewinnen. Was schon ein bisschen schmerzhaft sein kann, wenn man beispielsweise meint, die eigenen Kinder wählten den falschen Beruf. Insgesamt aber kommt es einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität gleich, weil es neue Erfahrungen erlaubt, die sonst im engen Rahmen der eigenen Überzeugungen kaum möglich gewesen wären.