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Waldrebe - Vertiefende Betrachtung

Clematis - Waldrebe - Clematis vitalba
Stellen wir uns jemanden vor, der alles im Leben verloren hat, was ihm lieb und teuer war, dem jegliche Lebensfreude abhanden gekommen ist und der nur noch geduldig seine täglichen Pflichten erledigt. Heimlich oder offen wünscht er sich, dass sich dieses Leben, das ihm immer nur Mühsal beschert und so bar jeder Freude ist, endlich dem Ende zuneigen möge. Krankheiten heißt er womöglich gar willkommen, könnten sie doch seine Todessehnsucht erfüllen. Und er erkrankt leicht, unternimmt hingegen wenig bis nichts, um wieder zu genesen. Es fehlt ihm der Lebenswille, denn er erwartet nichts vom Leben.

Waldrebe

Das wäre dann ein Clematiszustand reinster Güte, sozusagen der Prototyp. Doch die Bandbreite dieser Essenz reicht weiter: vom trägen und lustlosen Tagträumer bis zum hochgradig Depressiven, den allein seine Trägheit davon abhält, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen. Allen gemein ist die Sehnsucht, der Realität zu entfliehen. Clematismenschen entziehen sich der Welt, indem sie in eine andere, die der Fantasie entfliehen. Ihre Tagträumerei ist die logische Konsequenz der ebenso unerfreulichen wie unerbittlichen Tatsache, dass jeder Schlaf mit dem Aufwachen ein Ende findet und sie unsanft in die Realität zurückwirft. Ohnehin schlafen Menschen vom Konstitutionstyp der Clematis länger als andere, was sie anschließend aber nicht besonders wach und aktiv macht – im Gegenteil sie klammern sich an den Schlaf und sind am Morgen schon müde: ein weiterer Tag, der des Aufstehens nicht wert ist.

Solche Menschen brauchen keine Gesellschaft, sie sind zufrieden, wenn sie alleine sind, und suchen keinen Anschluss. Lieber sind sie für sich, verschließen ihre Wohnungstüre gegen die böse Außenwelt und ziehen sich bewaffnet mit Büchern und Videos vor allem, was sie an die graue Realität erinnern könnte, zurück. Sie leben ihr Leben weniger als dass sie es erdulden, denn sie finden es beschwerlich und kaum die vielen Mühen lohnend. Folglich unternehmen sie auch nichts zu seiner Veränderung.

Ausgleich finden sie in ihren Träumen, in denen sich ihre Zukunft rosig darstellt, wohingegen ihnen eine rosige Zukunft in der Realität unerreichbar erscheint.

Waldrebe

Als Edward Bach die bereits verblühte Pflanze eines Tages entdeckte, schrieb er: „Ihre federhaften Samen sehnen sich immer danach, vom Winde verweht zu werden und irgendwo anders zu beginnen.‘(Dr. Edward Bach – Gesammelte Werke, Grafing 1992, Seite 144) In dieser Signatur finden wir viel von dem, was Clematis als Konstitutionstyp ausmacht. Die Früchte wirken ein wenig versponnen, ein wenig magisch – genau wie die Menschen, die Clematis gut gebrauchen können, auf ihre Umwelt wirken: immer ein wenig in Gedanken verloren und nie ganz wach, sondern innerlich im Lande der Magie befindlich, in denen ihre Geschicke einen günstigeren Verlauf nehmen.

Zuweilen begegnet man einem solchen Menschen aus dem Freundeskreis, und dieser geht grußlos an einem vorbei – nicht weil er einen schneiden will, sondern so in Gedanken versunken ist, dass er einen entweder nicht bemerkt oder nicht erkennt.

Trägheit, Müdigkeit, Mattheit und geistige Abwesenheit sind nach alledem Charakteristika für einen Zustand, der geradezu nach einer Gabe der Clematisessenz schreit. Typischerweise beachten Menschen dieses Typus oder Zustandes ihre Umwelt nicht sonderlich genau. Sie laufen über die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten, sie stolpern über im Weg liegende Dinge und tappen offenen Auges in Fallen, die Trickser, Betrüger und Diebe ihnen stellen.
Solche Erfahrung bestätigen ihnen die Nutzlosigkeit jeglicher Unternehmung. Sie gehen jedem Konflikt aus dem Wege, wehren sich nicht, wenn es dennoch zu einem kommt, denn ihre hohen Ideale, das wissen sie sicher, lassen sich in dieser Welt ohnehin nicht verwirklichen.

Häufig arrangieren sich Clematis Menschen mit unbefriedigenden Situationen, da ihnen der Wille und die Entschlossenheit fehlt, der schal gewordenen Beziehung, der auslaugenden Arbeit und dem Gefühl, in der Familie oder im Betrieb ausgenutzt zu werden, ein Ende zu setzen.

Waldrebe

Nun, einen charakteristischen Vorteil hat die Träumerei durchaus: sie birgt ein gewisses künstlerisches Potenzial – wie gut, dass es Clematis gibt, die den verhinderten Künstlern dazu verhilft, ihre Fantasien in der materiellen Welt zu verwirklichen. Diese wirken jedoch dann eher im Hintergrund, sich in den Mittelpunkt zu stellen, ist ihre Sache nicht.

Hilfreich ist diese Essenz auch allen, die leicht ablenkbar sind, wenn sie sich doch konzentrieren müssen bzw. wollen, wie Studenten während der Prüfungsvorbereitung oder Meditierenden.