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Alt werden und alt sein

Für viele ein Thema, das sie möglichst lange vor sich herschieben, irgendwie unangenehm und vor allem ja noch soo lang hin. Unvorstellbar für Leute, die sich heute noch mit ihren Mountainbikes kopfüber an Gummibändern in Wildbäche stürzen, dass sie mal Schwierigkeiten haben könnten, von der Toilette aufzustehen. Wenn es so weit ist, sind sie oft vollkommen unvorbereitet und überrascht, wie schnell doch die Zeit gerannt ist. War nicht grad erst neues Millennium? Und sind die Kinder nicht grad erst geboren, die mir heute über die Straße helfen? Und wie war das mit der Altersweisheit? Hat die mich ausgelassen, wo ich mich doch nicht mal erinnern kann, ob ich schon gefrühstückt hab?

Alter Mann

Es gibt so allerhand, was das Alter uns lehren kann. Nachsicht, Güte, Toleranz, die Entdeckung der Langsamkeit, aber die Lektionen sind nicht immer schön, zuweilen nicht mal als solche zu erkennen. Ehe wir uns versehen, sind wir schon launische Grantler, die alles besser wissen und zu deren großen Zeiten sowieso immer alles besser war. Und die Jugend von heute, die taugt ja eh nichts. Irgendwie haben wir es geschafft, zu vergessen oder zu verdrängen, dass es genau das war, was die Nörgler und Moserer in unserer Jugend uns hinterherschimpften, während wir die Augen verdrehten und doch machten, was wir wollten.

Und nun sind wir selber so. Naja, vielleicht ein bisschen so. Also eigentlich ganz anders!
Als Kinder sehen wir uns als zukünftige Dalai Lamas und als Alte ist das Ausschimpfen der Nachbarskinder, weil sie zu viel Lärm machen, das Einzige, was uns noch motiviert.

Hoffen wir, dass unsere Nachkommenschaft mit ein paar Blütenessenzen um die Ecke kommt, um uns zu helfen, in die Altersfalle der Bequemlichkeit, Unzufriedenheit und Besserwisserei gar nicht erst hineinzutappen. Ein paar wirklich Brauchbare gibt es nämlich schon, z.B.:

Geißblatt - Lonicera caprifolium

Der Blick zurück kann eine wertvolle Quelle sein, aber auch ein Fluch, je nachdem wie erwachsen, reif und weise wir im Laufe der Zeit geworden sind. Wir können die Fehler der Vergangenheit vermeiden und der heutigen Generation mit Rat und Tat zur Seite stehen. Oder wir können es einfach nicht verwinden, nicht mehr das Sagen zu haben und uns - vergeblich - danach zurück sehnen.

Geissblatt

Geißblatt ist für diejenigen unter uns, die von Letzterem beherrscht werden. Früher war ja auch wirklich alles besser, warum sollen wir uns überhaupt noch bemühen, eine immer kürzer werdende Zukunft zu gestalten. Und wieso nennen uns eigentlich die Leute, die heute bestimmen, wo es langgeht, die „ewig Gestrigen“? Tja, genau deshalb.
Wir wollten selbst entscheiden, und jetzt maßen sich unsere Kinder und Enkel dasselbe an!
Es ist die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung, nach dem, was uns wertvoll war und blieb, die gepaart mit nachlassendem Anpassungsvermögen uns die Gegenwart entgleiten lässt. Heute ist heute. Gestern war prima, aber gestern ist vorbei. Heute kann uns das Gestern nur noch davon abhalten, den Rest unserer Tage genießen zu können. Wollen wir das?
Wollen wir nicht: wir greifen lieber zu Geißblatt Essenz und helfen uns über diesen Hinterhalt des Altseins hinweg!

Oder wir sind von der ganz hartnäckigen Sorte, dann brauchen wir

Weide - Salix vitellina

Dies ist die Blütenessenz für jene, deren „gute, alte Zeiten“ gar nicht mal so gut waren. Wo der Geißblatt-Typ noch in Erinnerungen schwelgen kann, herrscht beim Weiden-Typ Ödnis und Verbitterung. Er hatte vielleicht damals schon die Nase voll, er ist vom Schicksal geschlagen, genervt und frustriert, er pfeift auf alles, was ihm nicht passt - also im Grunde auf alles. Er ist ein unangenehmer Mensch, der es sich im Extremfall mit Freund und Familie verscherzt und vereinsamt den bösen alten Mann oder die böse alte Frau gibt.

Weide

Ganz sicher gibt es dafür Gründe, Schicksalsschläge, Notfälle, geplatzte Träume, was immer. Man wird nicht ohne Grund zu einem, der den Ärger geradezu neu erfunden hat. Und dennoch stellt sich die Frage: muss es so sein? Wo der Geißblatt-Typ sich gedanklich wenigstens noch in eine schöne Vergangenheit zurückziehen kann, bleibt jemandem vom Schlag der Weide diese Möglichkeit verschlossen. Vielleicht leidet er an Rheuma, an dauerhaften Schmerzen oder er kann nicht mehr gut sehen oder hören, vielleicht ist der Partner gestorben oder die eigenen Kinder, vielleicht hat er die Chance seines Lebens verpasst, wenn das Ergebnis ein verbitterter Mensch ist, der keine Freude mehr empfinden kann und dessen Gefühläußerungen sich auf Kritik, Ablehnung und Gezeter beschränken, dann wird es Zeit für die Weide Essenz. Sie kann die Verzweiflung mildern, sie kann besänftigen und den Fokus der Aufmerksamkeit ablenken von dem, was schiefging, hin zu dem, was möglich ist. Sie ist der Zensor der Selbstzensur: Freude geht nicht - geht nicht!

Brombeere - Rubus fruticosa

Brombeeressenz hilft bei einem langsam aber sicher alltäglich werdenden Problem, dem Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisse. Wo hab ich die Schlüssel hingelegt, hab ich auch die Gartentür geschlossen, und ich bin mir ganz sicher, dass ich noch etwas Wichtiges zu erledigen hatte ... nur was?

Brombeere

Normalerweise bekommt man dann vom Arzt die Gehirndurchblutung fördernde Mittel verschrieben, die dafür sorgen sollen, dass da oben mehr Sauerstoff ankommt. Persönlich bevorzuge ich da eher Bewegung an frischer Luft, deren Wirksamkeit gesicherter ist als die manchen Pharmamittelchens, aber es gibt noch zusätzliche Hilfe aus der Blütenwelt, die Brombeere.

Schlimmer ist es da schon, wenn das Langzeitgedächtnis sich quer stellt.

Vergissmeinnicht - Myosotis arvensis

Wenn man vergisst, dass der Partner schon seit Jahren fort ist, und man den Frühstückstisch für ihn mit deckt, wenn man die Kinder, die zu Besuch kommen, fragt „Wer sind Sie?“, oder wenn man nicht mehr weiß, wer man selbst ist - dann kann dahinter natürlich eine organische Störung stecken, die in ärztliche Behandlung gehört. Aus spiritueller Sicht kann es aber auch eine Frage der Neudefinition der Realität sein. „Wer bin und was tu ich hier?“ ist gewöhnlich eine Frage, nach deren Beantwortung junge Leute streben. Doch wenn es darum geht, Abschied von der Welt zu nehmen, stellt sich diese Frage ganz neu.

Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht ist eine Blüte der Selbstfindung, der Einsicht und Orientierung. Ganz sicher wirkt sie auch bei schwachem Gedächtnis und hilft, dass die im Leben gelernten Lektionen nicht verloren gehen, aber nicht so wie Brombeere, die scheinbar gar physiologische Wirkungen hat. Beide zusammen lassen sich übrigens hervorragend kombinieren.

Magnolie - Magnolia soulangeana

Diese Blüte schließlich ist die des inneren Friedens und der spirituellen Einsicht. Sie stellt den Begriff der Sinnlosigkeit auf den Kopf, indem sie im Sinn verleiht. Sie verleiht dem Unaussprechlichen den Ausdruck. Sie hilft, sich selbst zu finden, wenn man sich verloren hat. Magnolie ist die Blüte, die einem hilft, sich innerlich von allen Lasten zu befreien, leer zu werden und ganz im Hier und Jetzt zu sein. Das Ego spielt keine Rolle mehr. Was man war und erreicht hat, ist in der materiellen Welt von Bedeutung, in der spirituellen zählt anderes. Gerade das Herannahen des Todes, das so manchen in Angst und Schrecken versetzt, sodass er es lieber verdrängt oder „vergisst“, um sich dem nicht stellen zu müssen, erfordert Orientierung und Sinn. Nur: wie orientiert man sich, wenn die wichtigen Dinge des Lebens an Bedeutung verlieren, wenn nicht mehr gilt, was einmal galt?

Magnolie

Je früher man sich einmal der Magnolie und dem, was sie uns lehren kann, stellt, je weniger wird einen der Tod schrecken. Magnolie ist die Meditationshilfe, die uns Einsicht in Nichts erleichtern kann. Und damit kann man ja nie früh genug beginnen.