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Abschied, Neubeginn und Nervensystem

Blütenessenzen können und sollen nichts erzwingen, ja nicht einmal verändern. Immer geht es darum, das Beste aus einem und aus allem zu machen. Vorstellungen, die Eltern beispielsweise von ihren Kindern haben, oder Pläne, die sie für sie machen, sind oft nur Projektionen eigener Wünsche, deren Realisierung einem Verbiegen der Kinder gleich kommt. Blütenessenzen können so etwas nicht. Sie können aus einem Handwerker keinen Intellektuellen machen, aus einem 1,60-Pummel kein 1,80-Magermodel (selbstbewusste, lebensfrohe Pummel hingegen schon), und auch aus Fröschen keine Prinzen (maximal kraftvolle, weise, selbstbewusste und in sich ruhende Frösche aber eben niemals Prinzen).

Frosch

Je eher wir damit beginnen, uns vor der Natur, auch der des uns aufsuchenden Klienten, zu verneigen, diese zu respektieren und zu fördern, desto schneller und leichter wird seine Genesung vonstatten gehen. Arbeiten mit der Natur ist immer einfacher als gegen sie, gegen den Strom zu schwimmen mühsam, seine Ausrichtung zu akzeptieren Gewinn (sprich: zusätzlichen Schub) bringend. Der Klient wartet ja nur darauf, das zu werden, was er schon immer wollte. Alles, was ihm fehlte, war bisher die notwendige Unterstützung. Und die können wir Blütenberater wohl bieten.

Zur Natur, womit die Persönlichkeit mit allen Vorlieben und Abneigungen, Talenten und Eigenarten gemeint war, gehört definitiv auch das Nervensystem, das seine besonderen Eigenarten besitzt, die es zu beachten gilt, wenn man erfolgreiche Blütentherapie betreiben will.

Eine dieser Eigenarten ist es, Sinneswahrnehmungen auszublenden, wenn sie sich eine Zeit lang nicht verändern. Betreten wir einen Raum, der eine Weile nicht gelüftet wurde, bemerken wir den abgestandenen Geruch sofort und rümpfen die Nase. Nur wenige Minuten später fällt er uns gar nicht mehr auf. Genauso wenig wie das gleichmäßige Ticken der Pendeluhr oder andere gleichförmige unveränderliche Ereignisse.

Nervensystem

Das Nervensystem scheint auf Wartestand zu schalten, aus dem es jederzeit bereit ist aufzuwachen, sobald ein neues Ereignis eintritt, ein Klopfen an der Tür, der Geruch einer frisch angezündeten Zigarette, das Verlöschen des Lichts, was auch immer. Das Nervensystem schreit Neu-Neu-Neu und zwingt uns, das eingetretene Phänomen bewusst wahrzunehmen. Kurz darauf scheint es die neuen Ereignisse bereits wieder langweilig zu finden und schaltet zurück auf Stand by.

Alles, was neu ist, wird demnach als interessant, oder besser: bemerkenswert eingeschätzt und entsprechend bemerkt.

Kirschblüte

Ganz anders verhält es sich, wenn Dinge nicht außerhalb sondern innerhalb unserer selbst statt finden. Wieder übernimmt das Nervensystem das Kommando und lässt uns die Dinge auf eine bestimmte Art und Weise erledigen. Wissen Sie, was eine Watscheltreppe ist? Bei einer solchen Treppe sind jeweils halbe Stufen ausgespart, so dass man sie etwas steiler als normale Treppen anlegen kann. Bevor Sie eine solche Treppe (z.B. als Zugang zum Dachboden) haben, wissen Sie wahrscheinlich gar nicht, mit welchem Fuß Sie persönlich normalerweile den Treppenaufstieg beginnen. Ich schon, ich hatte nämlich mal eine. Und dieses elende Ding zwang mich, mit rechts zu beginnen, obwohl ich regulär ganz normal und ohne jedes Nachdenken die erste Treppenstufe immer mit links nahm. Wochenlanges Stolpern bis zur Eingewöhnung war die Folge. Das Einzige, was mir nun nicht passieren darf, ist einer Watscheltreppe zu begegnen, deren erste Stufe links angelegt ist...

Watscheltreppe

Verhalten erfolgt in fest gelegten Mustern. Jede Verhaltensänderung kommt einem automatisch erstmal seltsam vor, fremdartig und irgendwie falsch. Sollte Sie selbst keine solche Treppe mit halben Stufen besitzen, können Sie die Wirkung der Trampelpfade des Nervensystems, das Verfolgen eines einmal angelegten Kurses einfach nachvollziehen. Die meisten Rechtshänder beginnen beispielweise beim Zähneputzen links oben, Linkshänder rechts. Was haben Sie zu verlieren? Machen Sie‘s doch heut abend einfach mal anders, fangen Sie statt links oben rechts unten an. Dann merken Sie schon, was ich meine.

Unsere einmal erlernten Muster sind nämlich äußerst zäh, und sie zu verändern, bedarf es immer einer gewissen Zeit. Man geht so von etwa drei Wochen (plus-minus) aus, bevor sich ein neues Verhalten eingeschliffen hat. So lange benötigen Sie in etwa, sich daran zu gewöhnen, dass nach dem Umzug in eine neue Wohnung die Lichtschalter nun links statt rechts von der Tür sind. (Ausnahmen, die die Regel bestätigen, finden statt, wenn dramatische Ereignisse eintreten, dann geht lernen sehr schnell, beispielsweise wenn sie auf der Suche nach dem Lichtschalter ein offenes Kabel erwischen und einen Stromschlag erhalten - die Lektion sitzt)

Natürlich ist das gut so, Automatismen helfen uns, uns auf das zu konzentrieren, was wichtig ist. Müsste ich mir wirklich jede Handlung zu jedem Zeitpunkt neu überlegen, käme ich morgens gar nicht erst aus dem Bett. Ich müsste erstmal mit mir selbst zu Rate gehen, ob ich erst die Augen öffnen oder mich erst strecken oder zur Seite rollen - und wenn ja: zu welcher Seite - soll, und welche Muskeln sich dafür am besten eignen.

Ich muss auch nicht erst meinen Gleichgewichtssinn feinjustieren, bevor ich auf mein Fahrrad steige, nein, es ist einfach herrlich, sich über solche Dinge keine Gedanken machen zu müssen.

Haarig wird es erst, wenn ich die ausgetretenen Pfade meiner Nervenbahnen einmal verlassen möchte. Woran erkennt man einen frischgebackenen Kontaktlinsenträger? Er versucht dauernd, seine nicht vorhandene Brille auf der Nase zurecht zu rücken.

Viele Verhaltensänderungen, die wir mit Blütenessenzen fördern können, sind entsprechend arg resistent. Gewohnheiten sind nicht nur gut. Bedenken wir stets, wie unser Nervensystem funktioniert. Gelingen uns keine, und seien es noch so kleine Überraschungen mehr, wird uns der Partner/die Partnerin nach einer Weile genauso wenig mehr wahrnehmen, wie die muffige Luft im ungelüfteten Raum. Das ist nicht böse und deswegen Streit zu beginnen („Du beachtest mich überhaupt nicht mehr!“), ist unfruchtbar und führt zu nichts. Um beachtet zu werden, müssen wir selbst etwas tun. Und zwar immer wieder, sonst verwandeln wir uns unversehens und gegen unseren Willen in ein ungelüftetes Frauen- oder Männerzimmer.

Apfel

Deshalb empfiehlt sich, Verhaltensmuster immer wieder bewusst zu unterbrechen. Mit etwas Neuem und Interessantem. Locken wir das Nervensystem auf eine neue interessante Fährte, statt uns selbst zu entmutigen und beschuldigen, zu dumm, zu träge, zu sonstwas für eine positive Veränderung zu sein. Jede Art der Gleichförmigkeit führt auf Dauer zu Automatismen. Jede willentliche Beendigung eines Automatismus erscheint uns anschließend als etwas Seltsames, Unwirkliches, nicht zu uns Gehörendes und vor allem Schwieriges.

Um Dinge lebendig zu erhalten, müssen wir sie ständig verändern. Um Gewohnheiten loszuwerden, müssen wir sie mit ständigen Veränderungen konfrontieren, aber auch den Aspekt der inneren Verhaftung beachten. Gewohnheiten dienen uns gewöhnlich zur Erleichterung des Alltags. Manchem mag es dann zynischerweise eine positive Gewohnheit geworden sein, seinen Ehepartner zu übersehen.

Der Titel der heutigen Geschichte lautet aber „Abschied, Neubeginn und Nervensystem“. Damit ist nicht der Abschied vom ignorierten Partner gemeint, sondern der von uns hinderlichen Gewohnheiten.

Abschied

„Scheiden tut weh“ lässt uns ein Volkslied singen, und das gilt in jeder Hinsicht. Jeder Abschied schmerzt, selbst der gewollte. Klar möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, aber kaum beginnen Sie mit aufhören, drehen sich alle Gedanken um die unzähligen Gelegenheiten mit der Fluppe in der Hand. Beinahe romantisch. Sie denken nicht an den Husten, die Halsschmerzen, die stinkenden Klamotten, nein, Sie denken an das Qualmen vor‘m Sonnenuntergang, an die Triumpfzigarette nach was weiss ich für einem Erfolg, an die “Zigarette danach“, und Sie vermissen das gute alte Paffen schon, bevor Sie die letzte angebrochene Packung weg geworfen haben.

Ein überaus seltsames Phänomen, das Gewohnheiten einsetzen, um uns bei der Stange zu halten. Gewohnheiten verwenden Gefühle. „Was mach ich bloss, wenn ich mich nicht mehr täglich mit dem Nachbarn um den ungeputzten Hausflur / den Lärm der Kinder im Treppenhaus / die häufig wechselnden Bekanntschaften streiten kann?“ Fast tut‘s einem Leid. Man vermisst Dinge, die man gar nicht leiden kann.

Will man Gewöhnung also nicht eintreten lassen, braucht es stetige Veränderung. Einfallsreichtum, Aktivität, Motivation. Man könnte auch sagen: Apfel-Essenz oder Hainbuche (Hornbeam), Kirsche ist auch nicht schlecht.

Geissblatt

Will man sich etwas abgewöhnen, sollte man dagegen den Abschiedsschmerz nicht unterschätzen. Die guten alten Zeiten wird man mit der guten alten Bachblüte Geissblatt (Honeysuckle) wieder los. Ganz nebenbei gehört die Entwöhnungsfunktion dieser Blüte für Suchtkranke zu den wenig beachteten „Nebenwirkungen“ der Essenz.