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Salbei – Salvia officinalis

Salbei hat sich mir gegenüber einigermassen geziert. Es brauchte Jahre der Annäherung, bis es mir gelang, eine Essenz mit dieser Pflanze herzustellen. Ganz ähnlich geht es mir mit dem Muskateller-Salbei, auch diesem nähere ich mich Jahr für Jahr wieder an, um am Ende doch keine Essenz davon zu gewinnen.
Das mag natürlich an mir selbst liegen.
Aber eines Tages glückte es dann doch, und der so zögerliche Salbei setzte sich als Essenz schnell durch und gewann alsbald viele Freunde unter den Blütenbehandlern und -beratern.
Salbei
Tatsächlich ist Salbei Essenz bereits seit einem Vierteljahrhundert bekannt, und ich frage mich, ob es den ersten Herstellern anfangs auch so schwer fiel, sich der Pflanze anzunähern.

Patricia Kaminsky und Richard Katz von der kalifornischen Flower Essence Society beschreiben die Wirkung der dortigen Sage-Essenz als die des Lernens, der Gewinns einer höheren Perspektive, von der aus man die vielen Ärgernisse und Niederlagen des Lebens in einem größeren Zusammenhang sehen und ihre Bedeutung begreifen kann. Mit dem Begreifen setzt eine Lösung von altem, mitunter über viele Jahre mitgeschlepptem emotionalen Ballast ein, man wird frei und erkennt den Kern der Dinge, bzw. des Schicksals.

Jahre später bereitete Ellie Web von Harebell Remedies in Schottland eine Salbei Essenz. Sie findet, dass Salbei einem hilft, sich nicht mehr so ernst nehmen zu müssen, während die Lillys von Green Man Essences schreiben, dass die Essenz hilft, aus den Lebenserfahrungen, und seien sie noch so kummervoll und schmerzhaft gewesen, Weisheit ziehen zu können. Imelda Carroll, Herstellerin der nach ihr selbst benannten Essenzen, beschreibt die Essenz als eine, die einen die Wahrheit, so wie sie ist, erkennen lässt, und einem die notwendige Kraft für eine Auseinandersetzung mit ihr verleiht.

Ich muss zugeben, mich selbst mit diesen Beschreibungen erst befasst zu haben, nachdem ich bereits erkannt hatte, wie unser einheimischer Salbei wirkt.

Salbei

Auffallend ist ja die vielseitige Verwendbarkeit der Pflanze. Sie dient uns als Gewürz wie als Tee, besitzt ein hervorragendes ätherisches Öl und wird nicht zuletzt von Schamanen für Räucherungen gebraucht. Allen Anwendungen gemein ist der Aspekt der Klärung und Reinigung – sei es der Atmosphäre durch Räucherwerk oder des Halses durch Gurgeln des Tees.

Eine besondere 'Nebenwirkung' fiel mir auf, als ich Salbeiessenz in die Duftlampe gab, um zu testen ob sie ähnliches vermag wie die Räucherung. Sie vermag es – vermittelte mir aber auch, dass es nicht allein um die Klärung der äußeren Atmosphäre geht, wenn z.B. im selben Raum zuvor ein Streit statt gefunden hatte, sondern auch um die der inneren Atmosphäre, um das Loslassen gedanklichen, emotionalen und seelischen Ballasts, die Befreiung von allem, was einen im Augenblick beeinträchtigt und damit Behandlung, Entspannung, Massage oder Traumreise, Körpertherapie und Tanz ebenso. Vielleicht liegt darin ein wenig der Zauber der Schamanen: die Kranken und die Schüler glauben, es werde die Atmosphäre gereinigt, tatsächlich aber werden sie es selbst ebenso.

Salbei

Salbei verschafft einem Zugang zum ursprünglichen Selbst, zu der Person, die man war, bevor Erziehung, Sozialisation, Kultur und Umwelt einen zu dem machten, der man am Ende wurde. Eines der berühmten und mit dem Verstande unlösbaren Koans (Aufgabe für Zen-Schüler) des Zen Buddhismus lautet „Wo warst du, bevor deine Eltern geboren wurden?“ Diese Frage lässt sich mit dem Verstand nicht beantworten. Manche werden glauben, sie sei Unfug und ließe sich überhaupt nicht beantworten. Andere ringen mit ihr mitunter Jahre lang und kommen dann zu einem Ergebnis, das keiner außer ihnen selbst und ihr Meister versteht.

Auf der Suche nach der Essenz des Selbst, die schon immer existierte, kann Salbei einem behilflich sein.

Meditierende finden mit ihr zu Ruhe, Gelassenheit und Konzentration. So eignet sich die Essenz sowohl für jene, die sich durch die Pubertät quälen, genauso wie für alle, deren Lebensabend sich nähert und die endlich begreifen wollen, was das denn nun alles zu bedeuten hat.

Salbei

Salbei bringt uns zum eigenen Kern, zum unverstellten, ungekünstelten, authentischen wahren Wesen, was auch bedeutet: zum Wilden, Ungezähmten in uns. Zu jener Kraft, vor der so viele sich fürchten. Mag sein, sie finden es unschicklich, mal so 'die Sau raus zu lassen', oder sie befürchten, von Trieben, von Zorn, von was weiß ich überwältigt zu werden, und halten sich lieber an das, was angemessen, akzeptabel, manierlich, oberflächlich – und meistens ziemlich langweilig – ist.

Was aber spricht eigentlich dagegen, mal man selbst zu sein, mal seine Meinung zu sagen, ohne darauf zu achten, ob sie dem anderen auch gefällt, mal auszurasten statt das ganze Adrenalin im Magengeschwür verbrennen zu wollen, mal einfach albern oder wild oder unberechenbar oder alles zugleich zu sein?

Leute, die sich immer selbst beobachten, ob das, was sie sagen und tun, auch in Ordnung so ist, die nie jemandem auf den Schlips treten, die lieber ins Kissen beißen statt auf den Tisch zu hauen, all die sind gemeint, sie alle können vom Salbei profitieren.

Wer etwas wagen will, wer einmal etwas tun will, das er bisher immer vermied, wer einmal laut sein will und auf den Tischen tanzen -selbst wenn wenn der Nachbar anzüglich hüstelt (oder den Freund und Helfer benachrichtigen) – der sollte sich Salbei nicht entgehen lassen.
Egal ob in der Meditation, in Trance oder beim Tanzen oder ganz profan im Alltag: Salbei lässt zu sich selber finden. Seine Essenz hilft, nur das zu tun, was im Innersten auf Zustimmung stößt, und alles das zu unterlassen, was einem auf dem Lebensweg nur hinderlich wäre – auch wenn im Äußeren von Familie und Gesellschaft anderes verlangt wird.

Salbei

Sein wer man ist, heißt das Motto. Und wenn man es noch nicht weiß, dann eben zuerst lernen, wer man ist.