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Hufeisen-Mix

Eine neue Blütenmischung, die auf einem alten Brauch in Limburg, der südöstlichen niederländischen Provinz, basiert. Kroetwusj (was nicht der Name dieser Mischung ist, denn den können dialektbedingt selbst die übrigen Niederländer nicht korrekt aussprechen, klingt ungefähr wie Kruutwüsch) bietet Schutz vor Unheil. Fünf Wildblumen werden im August gesammelt und gebunden und anschließend zur Abwehr allen Übels über der Haustür aufgehängt. Alternativ kann man natürlich auch die Essenz im Raum verbreiten, z.B. in der Duftlampe.

Hufeisen-Mix

Am 15. August, dem Tag vor Maria Himmelfahrt, werden Kroetwusj Sträuße zur Kirche gebracht, wo der Priester sie segnet.  Dann bringt sie man an Häusern und Scheunen an. In verschiedenen Teilregionen Limburgs variiert die Zusammensetzung des Kroetwusj ebenso sehr wie die vielen Dialekte. Man findet Rezepturen von bis zu 99 verschiedenen Sommerblühern. Alle Pflanzen führen in diesem oder jenen regionalen Dialekt das Wort Donner im Namen.
Je mehr Blüten im Strauss enthalten sein sollen, desto länger dauert die notwendige Pilgerschaft, während derer man sie sucht. Die Geschichte dieses Brauchs geht bis in die vorchristliche Zeit zurück, mit ihm dankten die Germanen ihren Göttern für die Ernte. Den Kroetwusj in der Kirche segnen zu lassen, begann man etwa im 10. Jahrhundert. Ziel des Rituals war es vermutlich, Gott um seinen Segen für alle Pflanzen bitten, damit sie Mensch und Tier als Nahrung und Heilmittel dienten.
In der Erntezeit, wenn das Korn gesenst und gebündelt wurde, war Trockenheit von besonderer Bedeutung. In dieser Zeit wurde ohne Pausen durchgearbeitet, um die Ernte heil einbringen zu können. Unwetter waren herzlich unwillkommen. Windstille, die Ruhe vor dem Sturm also, gab das Signal, alle Feldarbeiten einzustellen und schleunigst nach Hause zu eilen. Dort war man geschützt vor Blitz und Donner, immerhin hatte der „Herr des Hauses“ dieses mit dem Kroetwusj gegen alle Dämonen gesichert. Gelegentlich wurde das Kräuterbündel auch während des Gewitters im Herd verbrannt.
Heutzutage betrachtet man den Kroetwusj als Schutzmittel.
Und genau das soll der Hufeisen-Mix sein!
Er besteht aus:

Kleine Braunelle - Prunella vulgaris

Kleine Braunelle

Kleine Braunelle ermöglicht und verbessert die Selbstannahme als Voraussetzung für Genesung. Damit wird Motivation zur Heilung und Rehabilitation erst möglich. Die Ablehnung der eigenen Persönlichkeit schwächt das Immunsystem und führt Destruktion und Selbstzerstörung.
Diese Blütenessenz lindert Selbstzweifel und Verwirrung, sie beeinflusst schädigende Verhaltensmuster. Weiter verstärkt sie die Reinigung von emotionalen Schlacken, was sie auch für die Behandlung chronisch Kranker geeignet macht. Sie fördert die positive Wirkung anderer Heilanwendungen und stärkt das körpereigene Abwehrsystem.

Gundermann -  Glechoma hederacea

Gundermann

Gundermann ist eine Blütenessenz für Menschen, die nicht offen und geradeheraus sind, sondern aufgrund von Minderwertigkeitsgefühlen die indirekte Auseinandersetzung und die Intrige dem offen ausgetragenen Konflikt vorziehen. Die Essenz hält ihnen den Spiegel vor, gibt ihnen aber zugleich die Kraft, dem verstörenden Bild standzuhalten, das sie darin erblicken. Sie erdet, stärkt die Eigenverantwortung und hilft, den Veränderungsprozess anzustoßen wie auch durchhalten zu lassen.
Gundermann bringt alte unverstandene Gefühle in Ordnung und hilft unnütz gewordene Verhaltensmuster durchschauen und transformieren zu können, vor allem diejenigen, die man bisher selbst nicht bemerkte. Seine Essenz bringt Fülle und Kraft und fördert die Weiterentwicklung, hilft dabei, die feineren Eigenschaften des eigenen Wesens zu entwickeln, fein abzustimmen und zum Ausdruck zu bringen. Gundermann erdet und bringt Vertrauen in sich selbst, egal wo man sich gerade befindet.

Klatschmohn -  Papaver rhoeas

KlatschmohnKlatschmohn die Blume der Demeter, der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit und der Vegetation, öffnet das Herz, wenn man sich lange verschlossen hat und nun nicht mehr so richtig weiß, wie man sich anderen offen zuwendet.
Er hilft mit der eigenen Verletzlichkeit umzugehen, lehrt neue Wege der Selbstbehauptung, wenn zuvor das sich Einigeln das einzige Schutzmittel war. Neues Selbstbewusstsein lässt einen die Verletzlichkeit als wertvollen Teil der eigenen Person anerkennen, der beziehungsfähig da offen macht. Verschlossenheit mag schützend wirken, sie „schützt“ aber nicht allein vor Verletzung, sondern auch vor Liebe.
Vielleicht erkennt man, dass man den harten Burschen nur gespielt hat, um seine empfindsame Seite zu verbergen. Klatschmohn Essenz macht einen sanfter, anderen wie sich selbst gegenüber.

Oregano -  Origanum vulgare

Oregano

Zu Hause ist, wo das Herz wohnt. Oregano bringt Unabhängigkeit und zentriert. Das macht es möglich, sich dort zu Hause zu fühlen, wo man gerade ist. Das Zentrum ist das Hier und Jetzt, und das gilt es zu beschützen.
Die Blüte hilft, sein Herz mitzunehmen, wohin auch immer man geht, sein Zuhause dort zu finden, wo man sich grad befindet, sein Glück nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart zu suchen.

Wasserdost - Eupatorium cannabinum

Wasserdost

Der Donnerschutz. Oder sagen wir besser: der Schutz vor dem Blitzeinschlag.
Wasserdost ist eine Forschungsessenz, die eingesetzt wird bei Vereinsamung und Isolation, wenn sie darauf beruhen, dass man die Verbundenheit mit allem nicht (mehr) erkennt.

Das Zusammenwirken aller fünf Blüten:
Öffnung und Sanftheit (Klatschmohn), Fähigkeit zur direkten Auseinandersetzung (Gundermann), Selbstverteidigung und Konzentration auf das Wesentliche (Kleine Braunelle), Zentrierung und Geistesgegenwart (Oregano) und Schutz (Wasserdost)