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Raus aus der Trance

 

Trance ist ein nützlicher Zustand zwischen Traum und Tag, sozusagen die Schnittstelle zwischen Fantasie und Realität. Wenn ich etwas in der Wirklichkeit erreichen möchte, muss ich es mir zuallererst vorstellen können. Was unvorstellbar ist, ist auch nicht realisierbar. Will ich meine Grenzen weiter ziehen, muss ich zuerst den Bereich des Möglichen, des Vorstellbaren erweitern. Sagen wir, ich als talentierter Weitspringer will endlich einmal 8 Meter weit fliegen. In der Wirklichkeit mag ich - vorläufig noch - daran scheitern. Wenn ich aber denke „unmöglich“, werde ich nie ausreichende Motivation entwickeln können, so zu trainieren, dass es eines Tages doch gelingt. Das „unmöglich“ wirkt wie eine innere Bremse, die so lange angezogen bleibt, bis ich beginne zu denken „vielleicht geht es ja doch“.

Trance

Trance hat den großen Vorzug, nicht real sein zu müssen, das macht sie zu einem so großartigen Werkzeug, die Realität zu gestalten. Wenn es mir gelingt, mich in der Fantasie 8 Meter weit springen zu sehen, kann das die Basis für einen tatsächlich so weiten Sprung sein. Trance ist dazu das geeignet Mittel. Der Traum entzieht sich nur allzu oft unserem bewussten Zugriff, die Realität entzieht sich unserem Traum. In einem Tagtraum, was auch nur ein anderes Wort für Trance ist, kann ich beides verbinden.

Aber weshalb ist dann das Thema „Raus aus der Trance“?
Weil Trancen alltäglich sind, weil sie immer eintreten, wenn ich die Kontrolle etwas lockere und mich entspanne, wenn ich mich in Gedanken oder einem Konzert oder beim Betrachten eines Films verliere und ganz überrascht bin, wie spät es doch ist, wenn ich endlich aus dem intensiven Erlebnis wieder auftauche. Man erkennt solche scheinbar unkontrollierten Zustände an der Veränderung der Wahrnehmung der Zeit, also daran, dass „man die Zeit total vergessen hat“. Sie eignen sich für die Auf- und Übernahme von Suggestionen.

Stellen wir uns vor, Zeugen eines Unfalls zu sein. Wir sind geschockt und bleiben wie angewurzelt stehen, anstatt etwas zu unternehmen. Wir haben einen Moment lang keine Kontrolle über unseren Willen. Da kommt jemand und sagt: komm, pack mit an - ruf den Notarzt - hol eine Decke - was auch immer. Schon komme ich in Gang, bin sogar dankbar dafür, eine Aufgabe zu haben, nicht selbst entscheiden zu müssen und womöglich etwas falsch zu machen und doch etwas zu tun zu haben. Im Grunde genommen befand ich mich in einer Trance und jemand gab mir einen hypnotischen Befehl.

Damit will ich deutlich machen, dass man - bewusst oder nicht - ständig Suggestionen ausgesetzt ist und die automatische Übernahme solcher Suggestionen vom Grad meiner Bewusstheit und Kontrolle abhängt, nicht von einem Pendel, das jemand vor meine Nase hält. Unsicherheit, Verwirrung, Verblüffung sind alles Zustände, in denen man dazu neigt, in Ermangelung eigener Entscheidungsfähigkeit Suggestionen anderer auszuführen.

Ein Lebensalter, in dem die Persönlichkeit sich erst formt, ist ebenfalls ein solcher Zustand. Suggestionen, selbst wenn sie nicht als solche gemeint sind, können lebenslange Folgen haben. Nimmt Papa mich als kleinen Jungen mit zu einem Spiel von Bayern München, ist das auch noch toll und gibt es in der Pause ein Würstchen, kann es sein, dass ich, wie die Graugänse dem Konrad Lorenz folgen, ein Leben lang Fan des FC Bayern sein »muss«. Dem Trancezustand während des Erlebnisses folgt die posthypnotisch dauerhafte Wirkung.
Dergleichen passiert übrigens auch beim Sichverlieben. Haben Sie das Pech, dass in diesem magischen Augenblick von irgendwoher der Radetzkymarsch erklingt, wird es Ihnen später jedes Mal, wenn Sie ihn hören, warm ums Herz - Liebling, sie spielen unser Lied. Da können Sie Märsche hassen, wie sie wollen, dieser ist nun einmal an einen Zustand gekoppelt, den Sie alles andere als hassen, und Sie bekommen die Koppelung erst wieder auseinander, wenn Sie beginnen, sich über die Art und Weise des Zahnpastatubenausdrückens Ihres Partner, Ihrer Partnerin aufzuregen.

Kurzum: Hypnose findet ständig und überall statt. Auch damals, als man Ihnen immerzu mitteilte: das kannst du nicht, dafür bist du noch zu klein. Irgendwann muss dieser hypnotische Befehl zurückgenommen werden, sonst sind Sie eines Tages 50 Jahre alt und 1 Meter 90 groß und trauen sich immer noch nicht. Wie reagierten Sie, als Ihnen der Musiklehrer erklärte, dass Sie absolut unmusikalisch wären und niemals ein Instrument würden spielen können? Haben Sie ihm das Gegenteil bewiesen und beherrschen nun ein Instrument? Oder wirkt die Suggestion noch? Und konnten Sie sich inzwischen vom hypnotischen Befehl lösen, zwei linke Hände zu haben? Die Wirkung solcher Suggestionen kann unglaublich stark sein und jeder Realität widersprechen: Sie betrachten Ihre Hände, stellen fest, es handelt sich um eine linke und eine rechte - und glauben weiterhin fest daran, es seien zwei linke. Mir fällt ein besonderes Beispiel einer Suggestion ein, die einer Freundin von ihrer Mutter mit auf den Lebensweg gegeben wurde: „Gut, dass du wenigstens schlau bist, mit deiner Hässlichkeit kriegst du doch keinen Mann.“ Das beinhaltet gleich mehrere miteinander verknüpfte Suggestionen. A) sie sei hässlich, b) sie sei schlau, c) Liebe gebe es nur, wenn man etwas dafür zu bieten habe, sei es Schönheit oder Schlauheit. Mit diesem Päckchen hatte sie ein halbes Leben lang zu kämpfen.
Die fieseste aller Suggestionen, die nicht einmal ausgesprochen werden muss, gelegentlich genügt ein missbilligendes Hochziehen der Augenbrauen, lautet: Du bist nicht gut genug.

Damit sollte nun klar sein, weshalb ich heute Blütenessenzen vorstellen will, die einem aus der Trance heraus helfen können. Suggestionen, die man nicht selbst gewählt hat, spiegeln nicht die eigenen Wünsche und Fähigkeiten, sondern das, was andere über einen denken. Und das kann richtig sein oder falsch. Wenn es nicht richtig ist, kann es einen das ganze Leben lang an inneren Grenzen scheitern lassen, die in der Realität überhaupt nicht existieren.

Große Nachtkerze - Oenothera biennis
Das Stichwort heißt: Illusionen durchschauen.

Grosse Nachtkerze

Große Nachtkerze bringt Licht ins Dunkel, auch ins eigene, innere Dunkel. Welche Talente hab ich nie entwickelt, weil ich dachte, ich besäße sie gar nicht? Wo bin ich selbst gemein und unfair, obwohl ich denke, die anderen sind es mir gegenüber?
Die Essenz dieser Pflanze lenkt unsere Aufmerksamkeit gezielt auf die Bereiche, die wir an uns selber nicht besonders mögen oder über die wir uns täuschen, solche in denen unser innerer seelisches und emotionales Konto auf „Soll“ steht, sprich: unsere Defizite. Wenn wir nicht wissen, welche Bereiche unserer Persönlichkeit der Förderung bedürfen, wird aus dieser nicht viel.
Es geht darum, die Anteile unserer Persönlichkeit, die wir selbst nicht kennen oder mögen, nicht länger zu verleugnen, sondern deren Existenz zu erkennen, um sie integrieren zu können. Der „innere Schweinehund“ muss immer dann dafür geradestehen, dass wir uns auf einem bestimmten Gebiet oder gar insgesamt nicht gut genug finden. „Innere Freunde“ sind dem erheblich vorzuziehen. Sie verhindern innere Zerrissenheit und Selbstablehnung.
Es kann durchaus schmerzhaft sein zu erkennen, wie sehr man sich geirrt hat, wie weit man in die falsche Richtung gelaufen ist. Es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu, sich seinen Illusionen und Irrtümern zu stellen. Aber dann kann ein „innerer Schweinefreund“ entstehen, mit dem Sie noch viel Spaß im Leben haben werden.
Große Nachtkerze kann gut mit einer Mut machenden Blüten kombiniert werden, empfehlenswert ist besonders die Bachblüte Zitterpappel (Aspen).

Kleine Nachtkerze - Oenothera parviflora
Das Übel an der Wurzel packen.

Kleine Nachtkerze

Viele, wenn nicht die meisten Irrtümer über uns selbst und die Welt werden in der Kindheit angelegt. Sind unsere Eltern paranoid, verwundert es kaum, wenn wir selbst die Welt als einen unsicheren Ort betrachten. Kleine Nachtkerze dient besonders den Bedürfnissen der Kinder, denen die eigene Fantasie aus dem Faltenwurf der Gardine einen Vampir und aus dem Schatten unter dem Bett ein Monster macht. Unbewusst fördern manche Eltern dies noch suggestiv: Du brauchst keine Angst zu haben im Dunkeln, er gibt keine Gefahr, hier spukt es nicht etc. Das Kind hört die Stichworte ‚Angst‘, ‚Dunkel‘, ‚Gefahr‘ und ‚Spuk‘ - und fürchtet sich noch mehr.
Die Essenz hilft beim inneren Sortieren: Was ist Fantasie und was ist real? Sie lehrt die Kinder zu abstrahieren und relativieren, wenn sie zu lange im magischen Denken der Kleinkindphase verbleiben und sich vor allem fürchten.
Kleine Nachtkerze eignet sich für Kinder und für Erwachsene, die mit den Suggestionen ihrer Kindheit aufräumen wollen.

Zwei Helfer-Blüten sollen noch kurz erwähnt werden, die beide derselben Pflanzenfamilie, nämlich den Nachtkerzengewächsen angehören:

Schmalblättriges Weidenröschen - Epilobium angustifolium

Schmalblättriges Weidenröschen

Die Verletzung der Seele heilen, Vertrauen in die eigene positive Entwicklung gewinnen; sich trauen, Neues zu beginnen; Isolation durchbrechen; das Selbstwertgefühl stärken.

Zottiges Weidenröschen - Epilobium hirsutum
Verletzungen der Kinder heilen, auch des inneren Kindes bzw. der kindlichen Seele; Verantwortung ablehnen können, falls sie zu groß ist für einen; Mut und Neugier entwickeln.

Zottiges Weidenröschen

Beide Essenzen dienen dazu, die seelische Basis zu stärken, was zuweilen vor der Gabe der Nachtkerzen Essenzen nötig sein kann. Dies kann Erstreaktionen vorbeugen.
Eine stabile Persönlichkeit wird durch unangenehme Erkenntnisse nicht so leicht erschüttert.