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Am Ziel - Und nun?

Was, wenn ich da bin, wo ich hinwollte?

Eine knifflige Frage. Ziele bestimmen unser Handeln ein ganzes Leben lang, nur ... was, wenn wir sie erreicht haben? Wenn wir endlich groß sind, wir endlich eine Freundin/einen Freund haben, das Examen in unserer Tasche steckt, wir endlich Vorstand sind, die Kinder glücklich aus dem Haus sind, das Haus schließlich abbezahlt ist, die bettlägerige Mutter zu guter Letzt - halt, manches verbieten wir uns denn doch zu denken.


Die Vision

Wie viele von uns besitzen nur vage Vorstellungen von dem, was das Erreichen eines Zieles ihm bringen soll. Oft sind es überschwängliche oder romantische oder gar fantastische Zustände, die man zu erleben erhofft. Nur, wo steht geschrieben, dass ich tatsächlich selbstbewusst, im Gleichgewicht, führungsstark, attraktiv oder was immer ich mir erträumte sein werde, sollte eines der oben aufgezählten Ereignisse oder irgendein anderes ersehntes Realität werden? Es sollen sich schon Popstars in Drogenwracks verwandelt haben. Viele machen ihr inneres Glück vom Erreichen äußerer Ziele abhängig. Das kann klappen. Muss aber nicht. Beispielsweise wenn der Preis zu hoch ist, man zu viel wollte und über dem beruflichen Erfolg die Beziehung zerbricht o.ä.

Wenn ich Bestandsaufnahme mache nach Erreichen meines Zieles, bin ich dann zwangsläufig glücklich? Oder einfach nur verheiratet? Oder Aufsichtsrat der Gangsterbank? Oder Vater oder Mutter eines Problemkindes? Tatsache ist, Probleme lösen sich nicht in Luft auf, wenn ich meinen Traum verwirklicht habe. Manche entstehen dadurch erst.

Roter Mohn

Am Ende verschiebt sich obendrein auch noch die Perspektive. Da sitze ich auf der Terrasse meines Landsitzes an der Côte d‘Azur, lasse den Chateauneuf du Pape über meine Zunge rollen, bewundere den Sonnenuntergang und ... schwelge in Erinnerungen an die albernen Streiche, die ich meinem Ausbilder im ersten Lehrjahr gespielt habe, und die Stehplatzkarten für das Kreisligaspiel, die ich meinem Kumpel beim Kartenspielen abgenommen habe. Damals als ich noch zur Untermiete bei, wie hieß die noch gleich mit dem Papagei und den Plastikblumen im Fenster, unter dem Dachjuchhe wohnte. War das nicht schön? Jetzt da ich mein Ziel erreicht habe, ist es das eigentlich gar nicht so sehr. Ich habe ja alles. Was bleibt mir ohne Ziel außer der Leere, die ich mit Rotwein zu füllen suche, und die Angst vor der heranstürmenden jüngeren Generation?

Ziele bringen uns in Gang. Was nicht heißt, dass sie auch immer gut für uns sind. Zuweilen lassen wir uns blenden vom schönen Schein und streben etwas an, das uns gar nichts bringt oder zumindest nicht das, was wir uns davon erhoffen. Dann sitzen wir hinter der Ziellinie im falschen Stadion, und alle jubeln, nur wir selbst nicht, denn um unseren Hals hängt nicht die olympische Goldmedaille, sondern der Lorbeerkranz für den Galopper des Jahres.

Probleme, die das Erreichen seines Zieles mit sich bringen kann, wären demnach folgende:

  • Der erhoffte Segen blieb aus
  • Es gab unerwartete Nachteile
  • Es war das verkehrte Ziel
  • Man fällt in ein schwarzes Loch der Sinnlosigkeit, weil man plötzlich kein Ziel mehr hat


So kann sich der Erfolg gegen einen selbst kehren und vor ungekannte Aufgaben stellen. Was nun? Welche Blütenessenzen können weiterhelfen?

Das schwarze Loch
Eigentlich ist alles gut, man hat es geschafft, es ist vollbracht, und doch fühlt man sich elend. Gibt es nicht? Ein Beispiel stellt die postnatale Depression dar. Statt einer glücklichen Mutter haben wir es mit einem Häufchen Elend zu tun. Und keiner versteht‘s, nicht einmal die Betroffene selbst. So kann sich Erfolg in Schmerz verwandeln. Zwei Blüten sind dann angeraten: Doldiger Milchstern und Edelkastanie. Ersterer gibt einem die Chance zu einem unbelasteten Neuanfang, Letztere fängt einen auf, wenn der Fall ins Bodenlose zu führen scheint, man jegliche Hoffnung verloren hat und vollkommen handlungsunfähig ist.

Doldiger Milchstern
Doldiger Milchstern

Schuldgefühle
Ernüchtert stellt man fest, ja, ich hab erlangt, was ich mir erträumte, aber wie viel blieb auf der Strecke: Liebe, Freundschaften, Gesundheit, was auch immer. Möglicherweise ging man gar über Leichen. Jetzt aber schaut man auf das Trümmerfeld zurück, das den Weg zum Erfolg markiert, und fühlt sich schuldig. Was an sich nicht schlecht ist, beweist es doch das Vorhandensein eines Gewissens, andererseits hilft es einem auch nicht wirklich weiter, Asche auf sein Haupt zu streuen. Im Gegenteil wirken Schuldgefühle oft lähmend. Zum Glück hilft die Kiefer, sich mit dem Vergangenen auseinanderzusetzen, zu lernen und zu wachsen.

Die Enttäuschung
Man hat für etwas gekämpft, das nicht lohnte. Die Einsicht, seine Zeit und Energie verschwendet zu haben, kann einen ebenfalls in tiefe Niedergeschlagenheit versinken lassen. Eine mögliche Reaktion darauf ist schlichtes Ignorieren. Weiter so ist dann das Motto, irgendwann wird das Resultat schon wie erwünscht ausfallen, wenn man nur nicht so leicht aufgibt. Das Ziel erwies sich als Illusion, nun wird die Illusion zum Ziel. Die Konfrontation mit der Wirklichkeit wird gescheut. Verleugnung nennt man das. Es ist einfach nicht so, wie alle anderen meinen. Dahinter kann sich Angst vor dem Verlust des Selbst bzw. des Selbstbildes verbergen. Wenn ich Jahrzehnte lang geglaubt habe zu wissen, wer ich bin, egal ob Computergenie oder Topmodel, und sich nun herausstellt, dass ich das nicht bin - war mein ganzes Leben dann ein Irrtum? Das Gefühl wird verständlicher, wenn wir uns die passende Bachblüte anschauen: Sonnenröschen.

Sonnenröschen
Sonnenröschen

Es wird gegeben bei Todesangst, Angst vor Vernichtung. Eine solche Angst ist allesbeherrschend, sie sorgt dafür, dass man das Offensichtliche nicht sehen kann.

Erst wenn man sich aus der Klammer dieser Angst befreit hat, kann man nach der Alternative suchen: Wer bin ich eigentlich. Erst dann kann auch Wermut helfen, der uns zu uns selbst führt und uns wahrhaftig sein lässt.

Das Ziel als Ende
Noch eben ein Blick auf einen weniger bedrohlichen Erfolg. Alles ging gut, es war nicht leicht, aber man gab sein Bestes, und am Ende ist man dort, wohin man schon immer wollte. Man hat seine Bestimmung gefunden und ist am Ziel. Und dort wartet außer Geld, Applaus, Ruhm ... nichts. Wie soll es nun weitergehen? Der Sinn meines Lebens ist erfüllt, doch bin ich noch nicht alt genug um zu gehen.

Aus Sicht der archetypischen Psychologie kann nun das Stadium des Märtyrers sich anschließen. Damit ist nicht gemeint, sich den Hunden zum Fraße vorzuwerfen, sondern die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer hintenanzustellen. Viele Menschen tun dies ganz natürlich aus sich heraus. Der frühere Wimbledon-Gewinner gründet eine Stiftung für Aids-Kinder, der Popsänger kauft einen Bauernhof, auf dem traumatisierte Kinder aus Kriegsgebieten kostenlos Ferien machen können, der Computermillionär schließlich verschenkt Mückennetze nach Afrika als Malariaprophylaxe. Man hat viel bekommen, nun scheint es natürlich, etwas zu geben.

Freiwillig einen Schritt zurück zu gehen und statt der eigenen Interessen die anderer in den Vordergrund zu stellen, kann eine angemessene Konsequenz des Erfolgs sein.

Die Frage „Was jetzt?“ zu beantworten, hilft eine Blütenmischung, die früher einmal Zukunftsreise hieß, nun aber „The Vision“. Sie lässt in der Meditation, im Traum oder auch plötzlich spontan im normalen Alltag Erkenntnis aufkommen. Enthalten sind die Einzelessenzen Schwarzer Holunder, Roter Mohn und Unterweltfluss.


Unterweltfluss