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Im Land der Ahnungslosen

Selbstreflexion und Blütenessenzen
In letzter Zeit wird man, wo man nur hinhört bzw. -liest, mit einem Zitat Dieter Nuhrs konfrontiert, das lautet: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“ Ob Nuhr beim Ersinnen dieses Bonmots wohl ahnte, mit welchem Projektionsprojektil er Stammtisch und T-Shirt-Druck hochrüsten würde? Ein echter Knaller, der gerne gezündet wird, um den anderen zum Schweigen zu bewegen. Funktioniert nie, hat aber etwas ebenso Praktisches wie Beruhigendes: Es sind immer die anderen, die keine Ahnung haben, nie man selbst, und man kann dabei im herrlichsten Überlegenheitsgefühl baden. Dass man selbst der Ahnungslose sein könnte ... undenkbar. Und schwuppdiwupp befinden wir uns im Zen, wo man versucht, durch Denken des Undenkbaren Erleuchtung zu erlangen.


Magnolie - Blüte der Weisheit

Tun wir es uns an und tauchen furchtlos ein in die Nebel der Ahnungslosigkeit, in dem orientierungslos herum zu waten wir denjenigen so gerne vorwerfen, die es wagen, unsere Meinung nicht zu teilen. Hier im Reich der Ahnungslosigkeit könnte sogar das Gegenteil wahr sein. Oder Irrtum möglich. Es könnte sein, dass ich Wesentliches übersehe, Belangloses überbewerte und von komplett illusionären Grundannahmen ausgehe. Aber wie bereits erwähnt: vollkommen undenkbar!

Ich denke, also bin ich. Aber bin ich deswegen meine Gedanken? Und warum muss, was ich denke, immer gleich die Wahrheit sein?
Überzeugungen bilden das Rückgrat unserer Psyche. Könnte man sie uns herausoperieren, sackte unsere Persönlichkeit ähnlich zusammen, wie unser Körper es täte, entfernte man die Wirbelsäule. Die wesentlichen Überzeugungen, die uns meist das ganze Leben über auf Kurs halten, werden bereits in den ersten Lebensjahren gebildet. Sie dienen dem jungen Leben als Orientierung in einer unbekannten Welt. Um es dann die folgenden zig Jahre zu dominieren, egal ob sie noch brauchbar sind oder eher hinderlich.

Von Konrad Lorenz wussten wir, dass die Graugänse seinen Gummistiefeln als Mutterersatz folgten, wenn diese nur das Erste waren, was sie nach dem Schlüpfen wahrzunehmen bekamen. Ein Mechanismus, der heutzutage bei Fußballfans noch deutlich zu erkennen ist, da machen die paar Evolutionsstufen auch nichts aus, die der Mensch Vorsprung auf Lorenz‘ Forschungsobjekte hat. Jahre später im Erwachsenenalter weiß man sehr wohl, dass Mama weder Gummi- noch Fußballstiefel ist, aber mann kommt nicht dagegen an, man bleibt ein Fan vom FC Graugans. Auch wenn der Verein bereits seit Ewigkeiten kein vernünftiges Spiel mehr gemacht hat.

Das äussere Kind
Das innere Kind - mal von aussen betrachtet

Andere Überzeugungen sind weniger harmlos. In den Kinderjahren keine Beachtung zu finden, kann zur Überzeugung gerinnen, nicht beachtenswert zu sein. Und damit schon gar nicht liebenswert. Begegnet man jemandem, der diese Ansicht nicht teilt, verursacht dies nicht das zu erwartende angenehme Gefühl, sondern löst Misstrauen aus. Man begegnet der positiven Erfahrung nicht offen und vielleicht neugierig, sondern baut sie ins bestehende Überzeugungssystem ein. Dieses schreibt vor: Ich bin nicht der Beachtung wert, also muss derjenige, der mich dennoch beachtet, andere Motive haben. Somit ist das Weltbild wieder stimmig, und ich bleibe auf der Hut. Die Möglichkeit, jemand könne mich mögen, bleibt ausgeblendet, ohne dass meine Überzeugung durch eine gegenteilige Erfahrung ins Wanken käme.

In den allerersten Jahren ist man besonders suggestibel. Überzeugungen entstehen nicht nur durch Beobachtung der Realität, sondern sicher ebenso häufig durch Beschreibungen und Interpretationen derselben. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass man Kinder kritisieren kann, ohne sie dadurch zu demütigen. „Du hast einen Fehler gemacht“ ist nun einmal etwas anderes als „Du bist unfähig“, oder deutlicher: „Du hast dich tollpatschig angestellt“ wirkt anders als „Du bist ein Tollpatsch“. Die Grundlagen für das eigene Selbstbild ebenso wie dessen Einschränkungen werden natürlicherweise bereits zu Beginn des Lebens gelegt.
So könnte die Ahnungslosigkeit als paradiesisch erweisen. Man könnte stolpern oder etwas fallen lassen, ohne sich selbst zu verdammen. Wozu hat man keine Ahnung, dass man eigentlich ein Tollpatsch ist. Man könnte die Nachbarin freundlich grüßen, man ahnt ja nicht, dass sie eine blöde Schlampe ist. Man könnte sogar mit Ali eins trinken gehen, denn davon, dass Türken das Letzte sind, hat man ja nicht die leiseste Ahnung.

Das Erstaunlichste an der Ahnungslosigkeit ist, dass man sie überall sogleich erkennt. Bei anderen. Und sie abwertet. Wieso eigentlich? Während bei einem selbst Ahnungslosigkeit an angenehmes Gefühl der Zufriedenheit hervorrufen kann (den Spruch kennen Sie sicher auch: Pessimisten sind Optimisten mit mehr Erfahrung), empört sie einen bei anderen. Projektion nennt man dies in der Psychologie. Es handelt sich dabei aber keineswegs um ein neues Phänomen, schon Jesus war dieser psychische Mechanismus bekannt: „Den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, den siehst du; aber den Balken, der in deinem Auge ist, den siehst du nicht.“

Filtern wir das Ganze nun einmal durch die Blütenbrille, erkennen wir verschiedene seelische Muster, die auf die Gabe von Blütenessenzen positiv reagieren:

Ahnungslosigkeit kann auch als Ursprünglichkeit interpretiert werden, ein Zustand, in dem man sich freuen kann, auch wenn anderswo auf der Welt gefoltert und gemordet wird.
Überzeugungen prägen Verhalten und Reaktionen, negative Überzeugungen sortieren positives Feedback aus und gleichen dann dem blinden Fleck im Auge: man sieht das Positive einfach nicht.
Projektion ist ein Mittel, die gegen sich selbst gerichtete Kritik bis Wut, auf andere zu lenken, um selbst unversehrt zu bleiben. Was bedeutet, dass Kritik und Wut vorhanden sind, und damit wiederum kann man etwas machen.

Wie immer kommt eine Vielzahl an Essenzen in Frage. Ich will mich jedoch auf eine für jeden Punkt beschränken, was nicht bedeutet, dass es keine anderen gäbe (nein, in diesem Punkte irre ich mich nicht).