Wer ist online?

Aktuell sind 96 Gäste und keine Mitglieder online

Suche

Interaktiv

Neue Kommentare

  • dalbrodt schrieb weiter
    Flower Energy Mamboya Sonntag, 22. März 2015
  • Anonym schrieb weiter
    Von den Blüten, die du vorgeschlagen... Sonntag, 22. März 2015
  • arche 2000 schrieb weiter
    Wer bietet dieses an, bzw. vertreibt... Freitag, 20. März 2015
  • Jaschi schrieb weiter
    Ich habe vor vielen Jahren Bachblüten... Donnerstag, 19. März 2015
  • dalbrodt schrieb weiter
    Wenn das jemand weiss, dann die... Mittwoch, 28. Januar 2015

Unsere App

Das Blütenessenzen Infozentrum jetzt auch auf Ihrem Android Tablet!

Empfehlung

Das Handbuch:

Cover

Näheres hier

Bestellmöglichkeit hier

Fachbereiche

Der Mob in mir

Unsere Nerven signalisieren uns, wie wir fühlen. Als Kinder müssen wir die vielen unterschiedlichen Signale erst einmal zu unterscheiden lernen. Alles kommt gleichzeitig an, die Sinneswahrnehmungen sind noch nicht voneinander geschieden. Wir fühlen, was wir hören, und riechen, was wir schmecken. Wer soll da von Anfang an durchblicken? Ganz langsam einen Schritt nach dem anderen bekommen unsere Wahrnehmungen ein Etikett bzw. einen Namen, was der inneren Orientierung und Erleichterung des Wiedererkennens dient. Nein, das ist keine Angst, das ist Hunger oder Jucken oder Langeweile. Wir lernen das Vokabular unserer Nervensprache wie jeder anderen Sprache auch und fügen unserem Wortschatz täglich neue Ausdrücke hinzu. Nur dass diese Vokabeln nicht aus Vokalen und Konsonanten, sondern einer festgelegten Reihenfolge von Nervenbotschaften bestehen. Schließlich ist das Brennen der Kopfhaut etwas anderes als das Kitzeln an den Füßen. Und Vorfreude etwas anderes als düstere Ahnungen. Immer differenzierter und damit virtuoser wird unser Gebrauch der Nervensprache im Laufe unseres Aufwachsens. Den Wortteil „Sprache“ mag man also durchaus wörtlich verstehen.


Ringelblume - Für eine gelungene Kommunikation

Unser Nervensystem stellt das innerkörperliche Kommunikationsmittel dar, mit dem Kopf und Bauch und andere Körperteile sich nicht nur miteinander austauschen, sondern auch mit dem Ich und dem Gefühlsleben. Wie anders sollten wir überhaupt bemerken, dass wir ärgerlich sind, wenn nicht durch nerval bedingte Weitstellung der Gefäße des Gesichts, dem Zucken unserer Fäuste und dem Drang, mit voller Lungenkapazität klar zu machen, dass wir nicht einverstanden sind. Eben weil die Äußerungen unserer Nerven das einzige Mittel sind, Emotionen zu identifizieren, verwenden wir körperbezogene Wendungen wie „es fühlte sich an wie ein Schlag in die Magengrube“, „es juckte mich, ihm eine reinzuhauen“ und „ich spürte die Faust im Nacken“.

Was wir schließlich von uns geben, ist demnach nicht die Reaktion auf das Geschehen, sondern auf unsere innere Verarbeitung. Das Ziel der Meditation ist dagegen, unsere innere Verarbeitung stillzulegen, um auf das, was geschieht, und nicht unseren Verarbeitungsmodus zu reagieren. Unser Denken ist durch all die Etiketten und Namen vorbelastet. So hilfreich sie auch im Alltag sind, so sehr können sie uns auch im Wege stehen.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, dem Vortrag eines bekannten Hirnforschers zuzuhören, der fand, dass so faszinierend so eine kleine Nervenzelle auch sei, sie im Grunde genommen wenig Wert besitze. Ihre Bedeutung bekomme sie erst durch ihre Kontakte zu anderen Neuronen, sprich: ihre Synapsen. Womit er natürlich Recht hat. Wem nützt die schönste Nervenzelle, wenn sie keine Verbindungen zu anderen herstellt? Dann verpuffen alle ihre Signale im Nichts und das Potential bleibt ungenutzt. Keiner hört, was sie zu sagen hat.

Glockenheide
Glockenheide - Unterstützung für Gemobbte

Zoomen wir ein wenig heraus aus der Mikro-, um einen Blick auf die Makrowelt zu werfen. Hier finden wir analog zur einzelnen Zelle einen individuellen Menschen, analog zum Zellverband die Gesellschaft. Die Bedeutung des Einzelnen wird ebenfalls durch Zahl und Qualität seiner Kontakte bestimmt. Seine Beziehungen machen ihn wertvoll für andere, er spielt eine Rolle als Lover, Vater oder Mutter, als Freund, Kollege, Nachbar, Chef oder Angestellter, Mitschüler und Sportskamerad etc. Ein Mangel an Beziehungen, welche Gründen auch immer dafür verantwortlich seien, macht den einzelnen oder sagen wir an dieser Stelle besser: vereinzelten Menschen nicht wertlos. Er sorgt aber nur allzu häufig dafür, dass er sich so fühlt. Nicht dazuzugehören, macht nicht nur einsam. Es nagt auch am Selbstwertgefühl.