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Alles ist lernen

Also ich les ja ganz gerne. Und ich unterhalte mich auch gerne mal darüber, was ich so gelesen hab. Zum Glück geht es mir nicht alleine so, und so kam eines Tages das Gespräch mit einem guten Freund auf das ebenso banale wie naheliegende Thema: Wer ist denn dein Favorit im Augenblick. Als ich meinen nannte (Alan Sillitoe), fasste sich Herbert mit einem gequälten Stöhnen an den Kopf und meinte nur: Oh nee, den mussten wir in der Schule lesen. Da war ich ihm gegenüber im Vorteil: ich nicht. Ich hatte irgendwo, durch Zufall nehme ich an, eine Buchbesprechung gelesen, die mir vielversprechend erschienen war, hatte mir das Buch besorgt und war glücklich. Ich nehme an, Herbert hat bis heute kein Sillitoe Buch freiwillig in die Hand genommen. Da hat er was verpasst. Finde ich. Er wahrscheinlich eher nicht.

Leser

Genau andersherum ging es mir mit der Musik, genauer gesagt: mit dem Singen. Meine Schule war nicht gerade modern, und es gehörte zur halbjährlichen Notengebungsprozedur, dass die Schüler einer nach dem anderen vor die Klasse gerufen wurden, um dort solo irgendwelche Lieder zu Gehör zu bringen, die keiner leiden konnte. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich war sogar ganz gut darin und bekam regelmäßig meine 1. Aber wenn Carmen mich heute fragt, was sie ab und zu tut, ob ich nicht in ihrem Chor mitmachen will, winke ich ab. Och nö, muss nicht. Ich hab auch grad was anderes vor. Das Singen ist für mich, was Sillitoe für Herbert ist. Nix. Oder anders ausgedrückt: das Resultat einer konventionellen Schulbildung.

Eine ganze Zeit lang schob ich der Schule die Schuld in die Schuhe und erfand das zynische Bonmot „Nicht für die Schule, sondern für die Lehrer lernen wir“. Mit dem Leben hatte das Ganze nämlich gar nichts zu tun. Eher mit der Unbelehrbarkeit derer, die die Lehrmethoden ersinnen.

Kleines Knabenkraut
Kleines Knabenkraut fördert die Kreativität

Dabei ist lernen ein Kinderspiel. Hätten wir statt Liedern von Giselher von Pinselbüschel solche von den Beatles gesungen, erstmal in der Gruppe Selbstvertrauen geübt und Lust am Singen statt Horror vorm Notenlesen entwickelt, wer weiß, vielleicht stünde ich eines Tages vor Dieter Bohlen und demonstrierte ihm, wo der Hammer, Amboss und Steigbügel hängt. (Oder auch nicht) Tatsächlich war ich grundsätzlich gar nicht so schlecht im Lernen. Kaum machte etwas Spaß, merkte ich nicht einmal, dass ich lernte. Egal was es war, die Top 40 oder die Ergebnisse der Bundesliga oder die Namen der Mädels aus der Parallelklasse - überhaupt kein Problem. Wurde aber die Beschäftigung mit langweiligen, zuweilen gar unsinnigen Dingen gefordert und bei Nichtbeachtung mit Strafe gedroht, verwandelte sich das Lernen in Qual und diente ausschließlich dem Zwecke der Strafvermeidung. Eine davon wäre gewesen, den ganzen Mist noch ein Jahr lang wiederholen zu müssen. So war das Ziel des Lernens, so schnell wie möglich die Schule hinter sich zu bringen - ergo nicht sitzen zu bleiben. Denn das hätte das Martyrium nur verlängert. Fürs Leben lernen wir? Die Lektion: nix wie weg hier? Na, schönen Dank auch!

Geht das denn nicht irgendwie einfacher, lustvoller? Effektiver?
Die meisten müssen zum Lernen gezwungen werden, wenn man es so macht, wie man es eben macht. Und wer wird schon gerne gezwungen. Druck erzeugt Gegendruck, das einfache Gesetz der Physik, das natürlich nicht das geringste mit der Psyche zu tun hat. Andererseits wer lässt sich nicht gerne verführen? Und sei es zum lernen. Ich erinnere mich gerne an meine Chinesischlehrerin mit der unglaublichen Stimme, die eine Cassette für mich besprochen hatte. Sie glauben gar nicht, wie schnell und gut ich Chinesisch zu lernen im Stande war. Es war ein Genuss, die Cassette abzuhören und die Worte nachzusprechen.

Motivations-Mix

Das war der Grundgedanke, als ich eine Blütenmischung namens „Verführung“ zusammenstellte. Ziel der Sache war, Menschen in einen Zustand zu verhelfen, in dem Lernen ein Vergnügen ist. Leider haben einige Leute das falsch verstanden. Heute heißt sie deswegen Motivations-Mix. Ihre Zielsetzung indes hat sich nicht verändert, ebenso wenig wie ihre Zusammensetzung.

Dabei geht es um Lernen und die Motivierung dazu im weitesten Sinne, nicht (nur) um Mathe und Fremdsprachen und Buchführung. Nämlich um die Frage: wie gehe ich mit unangenehmen Situationen um? Wie bewältige ich meine Angst? Wie verändere mich dahin, dass mir das Leben wieder Freude macht? Wie lerne ich, was andere ganz offensichtlich bereits können?

Wäre es nicht wunderbar, vom abwertenden „Symptom“ zu „entwicklungsfähigem Potential“ zu kommen? Leiden nicht als Krankheit, sondern als Möglichkeit zu sehen? Wir bedürften dann gar keiner Heilung, sondern müssten nur etwas dazulernen - und könnten das auch noch lustvoll tun, voller Vergnügen und Freude. Wir müssten nur vom Pauk- zum Spaßparadigma überwechseln und von der Überzeugung ablassen, dass Pillen bitter sein müssen, wenn sie helfen sollen.
Vielleicht lehnen Sie sich an dieser Stelle einfach mal zurück und stellen sich vor, wie es wäre, wenn nicht nur Chinesischlernen sexy wäre, sondern auch Angst zu überwinden lernen, sich mit der Schwiegermutter zu vertragen oder Bewerbungsgespräche so führen zu lernen, dass man am Ende den Job bekommt?

Auf einmal freuen Sie sich noch, Probleme zu haben, da haben Sie was zu lernen. Sie würden nicht mehr Geiz geil finden, sondern lernen! Und genau dorthin soll diese Rezeptur Sie geleiten.
Lernen geht am besten, wenn einen etwas begeistert, man mit vollem Herzen bei der Sache ist. Das drücken die Engländer so treffend aus: „Learning by heart“ wird als „auswendig lernen“ ins Deutsche übersetzt - doch welch himmelweiter Unterschied liegt zwischen beiden Ausdrücken. Das Deutsche deutet langweiliges vor sich hin Wiederholen von Schillers Glocke an, in der Hoffnung sie möge dann irgendwann haften bleiben.

Motivation Mix

Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Mischungen, die ich Ihnen vorstelle, entweder aus drei oder fünf Einzelessenzen zusammengesetzt sind. Das liegt daran, dass erfahrungsgemäß eine Kombination einer ungeraden Anzahl Essenzen wirkungsvoller ist als die einer geraden Anzahl. Motivations-Mix ist die einzige Kombination aus vier Essenzen (Apfel, Kirsche, Kleines Knabenkraut, Magnolie). Der Grund dafür ist ganz einfach: Die Anwender sollen die Fünfte selbst dazu mischen.

Möchten Sie beispielsweise eine körperliche Fertigkeit erlernen, sagen wir Salsa tanzen oder Flickflack schlagen, dann könnten Sie Strahlenlose Kamille hinzufügen, um die Mischung abzurunden. Geht es Ihnen darum, Ihr Lampenfieber zu besiegen, wäre Gefleckte Gauklerblume die richtige Wahl. Müssen Sie für Ihr Studium einen langweilen Schinken voller fremdwortgespickter Schachtelsätze durcharbeiten, wäre Brombeere eine Lösung.

Motivations-Mix ist die Verstärker-Mischung für alle Einzelblüten, die im Augenblick gerade im Vordergrund stehen.