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Eiche

Quercus robur und Quercus petraea

Die Eiche gehört zu unseren mächtigsten einheimischen Bäumen, 40 m Höhe zu erreichen, stellt für sie kein Problem dar. Die Blütezeit ist im April und Mai, dann wachsen männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze.

Die Bachblüte Oak wird ausschließlich aus den weiblichen Blüten hergestellt, aus Gründen des Gleichgewichts ziehe ich persönlich eine Mischung männlicher und weiblicher Blüten bei der Herstellung vor. Einen Unterschied in der Wirkung konnte bisher kaum jemand feststellen, sieht man einmal von der subjektiven Ansicht ab, die im Yin-Yang Gleichgewicht befindliche Essenz wirke „weicher“. Ich selbst besaß obendrein die Unverfrorenheit, zur Herstellung nicht etwa die von Dr. Bach gewählte Art Quercus robur zu verwenden, sondern deren Schwesterpflanze Quercus petraea, die Traubeneiche. Der Name rührt daher, dass die Eicheln in Trauben erscheinen. Insgesamt gibt es weltweit etwa 800 verschiedene Eichenarten. Quercus robur und petraea sind in unseren Breiten jedoch dominant und machen zusammen bis zu 9% unseres Baumbestandes aus.

Eiche

Eichenblüten

Warum ich das tat? Nun, die Traubeneiche ist es, aus der die original Cognacfässer hergestellt werden, und wir können wohl davon ausgehen, dass somit ein wenig der Schwingung dieses Baumes in jeder Blütenessenz zu finden ist... Sachließlich ist Cognac bzw. Brandy oder Weinbrand seit den Tagen Edward Bachs noch immer das weltweit am häufigsten verwandte Konservierungsmittel für Blütenessenzen. Warum dann die Eichenessenz nicht gleich aus der Traubeneiche bereiten?

Die Eiche spielt in der Mythologie und Folklore vieler Völker eine herausragende Rolle, und so ist sie auch die Schutzpflanze für am 21. März geborene (1), am 24. Januar geborene (2) und für Menschen, deren Geburtstag zwischen den 11.6. und 8.7. fällt (3).

Die Bedeutung, die dieser Baum in Märchen, Sagen und Kultur spielt, zeigt an, wieviel unsere Vorfahren bereits von der Qualität ihrer Heilschwingung wussten, auch wenn sie Blütenessenzen nicht kannten. Beispielsweise belohnten die Römer Tapferkeit mit Kränzen aus Eichenlaub, den Germanen war es verboten, Axt an diesen Baum zu legen: allein der Donnergott Thor, dem die Eiche geweiht war, durfte sie fällen. Eichenrinde wurde von den Germanen verräuchert, um Hexen und Teufel abzuhalten. Den Griechen galt die Eiche als Baum des Zeus, aus ihrem Holz ward die Keule des Herkules hergestellt.

Eiche
Männliche Eichenblüte

Den Kelten galt die Eiche als heiliger Baum, sie nannten sie "Dair", sie galt als Stütze menschlichen, göttlichen und heiligen Wissens. Aus dem Wort leitet sich der Begriff Druide ab. Die Druiden waren die geistigen und kultischen Führer der Kelten.

Eine moderne Hexe namens Wakandas beschreibt auf ihrer Webseite die Charakteristik einer Eiche bzw. eines an einem Eichentag geborenen aus der Sicht des keltischen Baumhoroskops:
„Mit unglaublicher Standhaftigkeit und Würde, bestreiten sie jede noch so verzwickte Situation in ihrem Leben und erfreuen sich in der Regel stets bester Gesundheit. Sie hassen sich selbst, wenn sie dennoch einmal krank werden, haben eine starke Abneigung zu Ärzten, Medikamenten und insbesondere vor Menschen, die ständig kränkeln und auch noch immerwährend darüber reden. Doch nicht nur die charakteristischen Eigenschaften von Kraft und Stärke kann den Eiche–Geborenen zugeschrieben werden, sondern sie verfügen auch noch über eine große Portion Mut, der durch ihren Stolz, sich den Dingen zu stellen basiert.“

Kenner der Bachblütencharakteristik können hier unschwer Parallelen zum Oak-Typ und seiner Problematik erkennen.

Eiche wird oft assoziiert mit Kraft, Stärke, Dauer, Ewigkeit und Standhaftigkeit. Im alten Arbeiterlied für Karl Liebknecht („dem haben wir's geschworen“) ist die Rede vom Mann „so stark wie eine Eiche“. Auch das „Lied der Niedersachsen“ assoziiert die Standfestigkeit der Eiche mit der der Niedersachsen.

Schließlich verbinden sich auch Spott und Abwertung mit der Eiche wie "gefühlsvoll wie ein Eichenprügel" - was sich wiederum in der Bachblüte findet, die vor allem Menschen dient, die das Durchhalten über alles stellen und deren Mangel an Sensibilität vor allem in Bezug auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse Geltung besitzt.

Eiche
Weibliche Eichenblüte

Die Eiche kann jahrhundertealt werden - 1000-jährige Exemplare sind dabei nicht einmal besonders selten - eine Ausdauer im Werden und Wachsen, die sich in der Essenz wiederfindet. Ihr Holz wird und wurde als Brennholz stets zu wertvoll angesehen, seiner Schwere und Haltbarkeit wegen diente es dem Schiffsbau und der Herstellung von Möbeln.

Auch die Heilkunde wusste die Eiche sehr zu schätzen, der Absud aus ihrer Rinde galt als Heilmittel bei Magen- und Darmblutungen sowie starken Durchfall. Der Gerbsäure aus Rinde, Blättern und Eicheln sprach man gute Wirkung bei Vergiftungen zu, da sie die Aufnahme des Giftes ins Blut verhindern sollte, sofern man nur rechtzeitig ausreichend vom Tee zu sich nahm. Weitere Indikationen reichten von Drüsenschwellungen, Hals- und Zahnfleischentzündungen, über Frostbeulen und Geschwüre bis zu Eiterungen und Fisteln.

Osiander beschreibt in seinem 1838 erschienenen Werk über Volksarzneimittel die wunderbare Wirkung des wässrigen Eichenrindenauszug als Badezusatz im Falle eines durch exzessive Masturbation völlig geschwächten Mädchens...

Ganz allgemein wurden Eichenpräparate stets gerne bei schwachen und kränkelnden Personen angewandt.

Ganz im Gegensatz zur Blütenessenz:
Eiche (Oak) ist für die Starken, die sich keine Schwäche zugestehen wollen und dazu neigen, ihre persönlichen Grenzen zu überschreiten, was sie dann doch krankheitsanfällig macht. Die Essenz hilft den Starken dabei, sich auch mal schwach fühlen zu dürfen, sich helfen zu lassen, Pause zu machen, mit den eigenen Kräften haus zu halten.

Die Fußnoten:
(1) Annemarie Mütsch-Engel: Bäume lügen nicht, München 1986
(2) Gertrude Jobes: Dictionary of Mythology, Folklore and Symbols, New York 1962
(3) Liz und Colin Murray: The Celtic Tree Oracle, New York 1988

© Dirk Albrodt 2005