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Zynismus versus Naivität

Man muss schon ein bisschen einfallsreich sein, wenn man Babys entschiedene Antworten entlocken will. Genau das waren Forscher, die wissen wollten, ob Babys von Grund auf eher kooperativ oder egoistisch seien. Sie zeigten ihnen kleine Filmchen mit einer legoartigen Figur, die sich mühte, einen schweren Klotz den Berg hinaufzuschieben. In einer Variante kam dem tapferen Klotzträger eine andere Figur entgegen, die ihn regelmäßig den Berg hinunter schubste. Die dritte Version schließlich zeigte ein Helferlein, das den Klotzträger unterstützte und ihm half, sein Ziel zu erreichen.

Gamander-Ehrenpreis
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Nun durften sich die sechsmonatigen Babys entscheiden, welche Figur sie bevorzugten (sie waren farblich gekennzeichnet). Sie entschieden sich zu 100% für das Helferlein. Wiederholte man den Versuch ein halbes Jahr später mit denselben Kindern, fanden schon 10% den Gegenspieler interessanter. Innerhalb dieses halben Jahres hat eine Veränderung des Denkens eingesetzt.

Ein zweijähriges Mädchen schaffte es in die niederländischen Schlagzeilen, weil es ihr gelungen war, ihrem Bruder das Leben zu retten. Dieser war in die Güllegrube des elterlichen Bauernhofs gestürzt, die man versäumt hatte abzuschließen. Das kleine Mädchen, das grad erst laufen und sprechen gelernt hatte, stürmte zu ihrem Papa und brüllte „Thomas, Wasser“. Das reichte, um diesen zu alarmieren, seinen Sohn aus der Grube zu holen und ein Happy End feiern zu können. Was oberflächlich betrachtet als Kleinigkeit erscheinen mag, zeigt die Komplexität des Denkens einer erst Zweijährigen. Das Unglück als solches zu erkennen, zu wissen, selbst nicht zu direkter Hilfe im Stande zu sein - sie hätte auch hinterher fallen können - und für Hilfe zu sorgen, ist eine bemerkenswerte Abfolge von Erkenntnissen und Handlungen. Angetrieben vom spontanen Wunsch, ihrem in Not geratenen Bruder zu helfen.

Gamander-Ehrenpreis
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Mit drei, vier Jahren differenziert sich das Helfen nach inneren Wertungen. Im Kindergarten gab man Mutter und Kind Puzzles, wobei jedoch eines der Teile von Mamas Puzzle sich im Kästchen des Kindes befand. Bat Mama um das ihr fehlende Teil, bekam sie es selbstverständlich. Auch Bruder oder Schwester erhielten es, sofern man sich nicht grad zankte. Anders sah das mit Fremden aus, diese mussten schon freundlich lächeln, wollten sie etwas haben. Zeigte man den Kindern vor dem Versuch jemanden, der in einem Film einem Kind Puzzleteilchen stahl und es einschüchterte, hatte der wenig Chancen auf das Entgegenkommen der Kleinen und auch das Lächeln half nicht mehr. Es sieht so aus, als besäßen Kinder ein natürliches Gefühl für Hilfe und Kooperation. Dem stehen gutmeinende Eltern gegenüber, die ihr Kind auf den Ernst des Lebens vorbereiten wollen und jegliche „Kuschelpädagogik“ kontraproduktiv finden. „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“ Das muss man halt berücksichtigen bei der Aufzucht des Nachwuchses, damit dieser lernt, sich in einer feindlichen Umgebung durchzusetzen. Kinder werden entsprechend auf Leistung und Konkurrenz gedrillt, und wenn sie sich schließlich in einer feindlichen Umgebung wiederfinden, ist die Vorhersage eingetroffen. Man könnte sie auch eine sich selbsterfüllende Prophezeiung nennen.