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Grenzenlosigkeit - Eibisch

Eibisch – Althaea officinalis
„Es gibt für dich keine Grenzen – außer denen, an die du glaubst“. Nun ja, das ist ein bisschen naiv und esoterisch, wie nur allzu viele Tote bezeugen können, die versuchten, die frühere innerdeutsche Grenze zu überwinden. Auch wenn ich es nicht glauben will, meine Chancen, 3 m hoch zu springen, werden von der Welt der Medizin, der Wissenschaft und des Sports als äußerst gering eingeschätzt (ich selbst habe sogar bei geringeren Höhen Schwierigkeiten). Manche Grenzen sind einfach feststehend und z.B. durch die Materie (wie unseren Körper) definiert, die sollte man akzeptieren, statt sich erfolglos und immer frustrierter daran abzuarbeiten. Andere wiederum bestehen nur im Kopf, und diese müssen sich gefallen lassen, hinterfragt zu werden. Darf ich Francis Picabia zitieren? „Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung verändern kann.“ Eibisch ist eine Blütenessenz, die uns dies gezielt ausnutzen lässt.

Eibisch

Eibisch

Bin ich denn wirklich so ungeschickt, weil ich zwei linke Hände mein eigen nenne – oder bin ich so ungeschickt, weil ich zwei linke Hände zu haben glaube? Bin ich tatsächlich blöde, weil ich keinen Schulabschluss habe? Kann ich echt nicht begreifen, was beim Fußball ‚abseits‘ bedeutet, weil ich einen Frau bin? Sie merken schon: alles Quatsch. Doch die eingebildeten Grenzen sind oft die stabilsten und am schwierigsten zu überwindenden.

Berühmt geworden ist die exemplarische Geschichte von dem neu angeschafften Eisbär im Zoo von Denver. Da das neue Freilandgehege zum Zeitpunkt des Erwerbes des neuen Bären noch nicht fertig gestellt war, musste dieser bis dahin in einem kleinen vergitterten Käfig auf dem Gelände untergebracht werden. Als schließlich alles fertig war und der Käfig entfernt wurde, dachte man, nun würde der Eisbär voller Freude seine Umgebung erkunden – doch tatsächlich bewegte er sich immer nur auf dem kleinen Terrain, das zuvor sein Käfig war. Vier Meter hin und vier Meter zurück, das war seine Welt.
Das Gitter war zwar weg – in seinem Kopf aber bestand es fort.

Und geht es uns nicht genauso?
Haben wir uns nicht Überzeugungen zu eigen gemacht, die wenig mit der Realität zu tun haben? Halten wir uns für dumm, hässlich und untalentiert, weil wir es sind – oder weil es uns jemand eingeredet hat und wir es als Überzeugung in unser Weltbild eingebaut haben? Treten wir gar nicht erst zur Prüfung an, weil wir ohnehin schon vorher wissen, sie nicht bestehen zu können? Wie oft schränken wir uns selbst ein, erlauben es uns nicht, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen und werden dadurch immer frustrierter und machen unser Leben immer ärmer!

Manchmal sind es prägende Erfahrungen, die uns glauben lassen, auf irgendeine Weise unzulänglich zu sein. Vielleicht haben wir den entscheidenden Elfmeter beim Schulendspiel versemmelt oder uns beim Spitzentanz die Zehen gebrochen. Die Schlussfolgerung aber, dass wir unsportlich und unbegabt sind, die ist vollkommen fehl am Platze. Genauso kann es sein, dass Stress und Druck uns stolpern ließen, und beides hat nicht das Geringste mit unserem Talent und unseren Fähigkeiten zu tun. Doch in unserer Aufregung und Beschämung zogen wir die Konsequenz, uns nie wieder so bloß zu stellen und vermieden fortan, an körperlichen Aktivitäten teilzunehmen.
Die innere Begründung wurde zur neuen Überzeugung:
ich kann‘s halt nicht.

Überzeugungen können uns stärken, sie können uns aber genauso gut einschränken und behindern. Sollte ich mich für einen liebenswerten Menschen halten – fein, das ermöglicht mir die Chance, daran zu glauben, dass andere dies ebenfalls tun. Halte ich mich dagegen für verabscheuenswürdig, wundert es mich nicht im Geringsten, dass niemand etwas mit mir zu tun haben will. Meine Einsamkeit ist demnach eine direkte Folge meiner Nichtswürdigkeit. Oder sollte ich besser sagen, eine direkte Folge der Überzeugung von meiner Nichtswürdigkeit?

Eibisch
Eibisch

Eibisch ist eine zweijährige Malvenart. Die Pflanze wird bis zu 2 m hoch und beeindruckt durch ihre großen und außergewöhnlich sttraktiven Blüten. Diese haben einen Durchmesser von bis 10 cm, sind strahlend weiß mit einem feuerroten Zentrum. Es ist eine alte Arzneipflanze, in den Niederlanden wird sie gerne als Blickfang in Gärten und Vorgärten gepflanzt. Ursprünglich stammt sie aus dem vorderasiatischen Raum. Aus der Wurzel werden allerlei Heilmittel hergestellt, die z.B. bei Entzündungen der Schleimhäute, Bronchitis, Verdauungs- und anderen Problemen ihren Einsatz finden. Die Herstellung der Arznei ist nicht ganz einfach, die Wurzel muss schnell trocknen, da sie überaus schimmelanfällig ist. Die Blüten können mit Honig gekocht zum Hustentee verarbeitet werden.

Eibisch Essenz wurde zum ersten Mal Mitte der 80er Jahre vom Blütenarbeitskreis Steyerberg hergestellt. Damals nahm Hildegard Kräftner die Essenz mit nach Berlin und konnte als ersten Eindruck bei ihren Seminarteilnehmern feststellen, dass viele Berliner, die sich in der damals noch eingeschlossenen Stadt unwohl fühlten und isoliert vorkamen, von der Eibischblüte profitieren konnten. Sie schreibt im ersten Rundschreiben des BAK 1989 „Ich nenne Eibisch seitdem die Berlin-Blüte und gebe sie Leuten, die überall Mauern sehen, wo gar keine sind.“

Wann und bei welchen Gelegenheiten verhalten wir uns wie der Eisbär, der sich nur innerhalb der Grenzen seines unsichtbaren Gefängnisses bewegt? Wann fehlt uns der Mut, einmal etwas ganz anderes auszuprobieren? Wann sind wir zu lethargisch und zu sehr Gewohnheitstier, um etwas zu verändern, dass uns schon lange stört? Wann handeln wir nach Überzeugungen, von denen wir glauben, es seien unsere eigenen, obwohl es doch eigentlich die unserer Eltern oder Lehrer oder wessen auch immer sind?

Eibisch
Eibisch

Eibisch ist die Essenz, die unsere inneren Fesseln sprengen kann. Sie löst die Grenzen und Selbstbegrenzungen in unseren Köpfen auf. Sie lässt uns Dinge für möglich halten, die wir nie in Erwägung zu ziehen wagten. Sie macht Schluss mit dem „das kann ich nicht“ und dem „das geht sowieso nicht“. Nie mehr ‚ich bin halt unmusikalisch‘, ‚ich kapier‘s einfach nicht‘ und ‚am Ende bin ich ja doch wieder der Angeschmierte‘. Denn diese Überzeugungen beweisen sich durch ihre suggestive und einschränkende Wirkung selbst, festigen sich dadurch und mauern uns immer ein. Eibisch macht den Kopf frei von alten Ansichten und überholten Überzeugungen. Sie erschlüsselt unsere inneren Ressourcen und lässt uns versuchen, was wir nie zuvor wagten: anders zu sein, als wir glaubten.

© Dirk Albrodt 2006