Wer ist online?

Aktuell sind 67 Gäste und keine Mitglieder online

Suche

Interaktiv

Neue Kommentare

  • dalbrodt schrieb weiter
    Flower Energy Mamboya Sonntag, 22. März 2015
  • Anonym schrieb weiter
    Von den Blüten, die du vorgeschlagen... Sonntag, 22. März 2015
  • arche 2000 schrieb weiter
    Wer bietet dieses an, bzw. vertreibt... Freitag, 20. März 2015
  • Jaschi schrieb weiter
    Ich habe vor vielen Jahren Bachblüten... Donnerstag, 19. März 2015
  • dalbrodt schrieb weiter
    Wenn das jemand weiss, dann die... Mittwoch, 28. Januar 2015

Unsere App

Das Blütenessenzen Infozentrum jetzt auch auf Ihrem Android Tablet!

Empfehlung

Das Handbuch:

Cover

Näheres hier

Bestellmöglichkeit hier

Fachbereiche

Wer ist hier der Boss?

Limburg

Menschen neigen dazu, den Lauf der Welt aus des Perspektive ihres Nabels zu betrachten. Macht euch die Erde untertan. Tatsächlich könnte man die Geschichte auch aus anderer Sicht schreiben, der der Pflanzen nämlich. Ihre Geschichte ist schließlich viel älter als die der Menschen, und während wir Dinosaurier nur durch Knochenfunde kennen, waren Pflanzen damals bereits live dabei.

Pflanzen besitzen eine ganz spezielle Art der Intelligenz, die ihnen dazu verhalf, die ganze Welt zu erobern. Mit deutlich weniger Aufwand, als es der Menschheit erst viel später gelang. Vor langer Zeit besaßen Pflanzen noch keine Blüten. Welches Ereignis die Eureka-Erfahrung bei ihnen ausgelöst hat, vermag ich nicht zu sagen, doch die Entwicklung der Blüten aus Blättern und anschließend ihre attraktive Einfärbung machte einen Deal zwischen ganz unterschiedlichen Lebewesen möglich, aus dem beide ihren Vorteil ziehen. Blütepflanzen nutzten ihre Farbe, um Insekten anzulocken, ließen sich befruchten und entwickelten ein neues Standbein der Arterhaltung. Die geflügelten Helfer profitierten vom Nektar und werkelten im Dienste ihrer bunt gefärbten Vertragspartner. Und das war erst der Beginn dieser intelligenten Kooperation. Angesichts der Tatsache, dass viele Insektenarten bei den Tarifverhandlungen unberücksichtigt geblieben waren, einigten sich die Vertragspartner darauf, diese auf unkonventionelle Weise ebenfalls in Beschäftigung zu bringen. Einige der Pflanzen verlegten ihre Blüte auf die Abend- und Nachtstunden und Nachtfalter waren diejenigen, die der Arbeitslosigkeit ade sagen konnten.

Dem Einfallsreichtum wurden Tür und Tor geöffnet. Die kreativsten unter den Pflanzen entwickelten hochwertiges Blütendesign, das weder visuell noch geruchlich vom Körper von Hummeln zu unterscheiden war, was folglich genau diese dicken Brummer zu Versandboten der Pollen werden ließ. In den Kreativschmieden rauchten die Blütenköpfe. Nachdem sich die ersten Versuche als so erfolgreich herausgestellt hatten, gab es kein Halten mehr. Misteln fanden einen Standort hoch in den Bäumen besonders anziehend und sorgten dafür, eine höhere Spezies als die der Insekten sich Untertan zu machen. Sie schafften dies, indem sie ihre Samen zwar lecker, aber unverdaulich machten und überdies mit einem zähen Schleim umhüllten. Diese innovative Technologie sorgte dafür, dass Vögelchen, die die Kerne verspeist hatten, diese unverdaut wieder ausscheiden mussten, was allerdings durch den klebrigen Schleim, der die Samen umgibt, sehr erschwert wurde. Was blieb ihnen anderes übrig, als den juckenden Allerwertesten an Zweigen zu schubbern, um die lästigen Dinger wieder loszuwerden. Die Misteln sagten Dankeschön, keimten in luftiger Höhe und führen ein ungestörtes Leben als Schmarotzer in den Bäumen.

Löwenzahn

Eichhörnchen wird ein Überangebot an knackigen Samen präsentiert, das diese gerne annehmen. Dabei kalkulierten Haselsträucher und Kollegen wohlweislich die Gedächtnisprobleme ihrer rotbraunen Dienstboten ein. Die schusseligen Kerlchen vergessen nämlich nur allzu oft, wo sie ihre Beute verbuddeln, und dies bedeutet die Geburt einer neuen Pflanze, sobald im nächsten Frühling die Wärme die Samen zum Keimen bringt. Allerdings verbreiten Eichhörnchen Pflanzen nur in begrenztem Radius. Wer weiter reisen wollte, musste neue Technologien entwickeln. Kletten taten dies äußerst erfolgreich. Sie haften sich Wölfen, Wildschweinen und anderem Getier an und überbrücken so mühelos weite Entfernungen. Die Vorteile der Aerodynamik entdeckten Gewächse wie Löwenzahn und Weidenröschen für sich. Sie statteten ihre Saat mit Flugschirmchen aus und fügten dem Repertoire an Verkehrsmitteln, das den Pflanzen zur Verfügung stand, den Wind hinzu.