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Rosmarin - Essenz und Tradition

Was können wir von unseren Vorfahren lernen?

Zwar gab es vor Edward Bach keine Essenz (wenngleich durchaus vergleichbare pflanzliche Anwendungen), dennoch gehörten Pflanzen nicht nur zum Verzehr und zum Schmuck auch stets auf eine besondere Weise zum Leben eines jeden dazu. Werfen wir einmal einen Blick auf traditionelle Anwendungen und Rituale mit dieser hübschen Pflanze hier:

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Rosmarin

Rosmarin ist ein immergrüner Strauch, der je nach Klima und Bodenbeschaffenheit bis zu 2m hoch wird. Die Pflanze enthält ätherisches Öl, weshalb sie gerne bei rheumatischen Erkrankungen in der Naturheilkunde eingesetzt wird. Kontraindiziert dagegen ist sein Gebrauch in der Schwangerschaft, da es abortiv wirkt. Rosmarin fördert als Tee Appetit und Verdauung,
hilft bei Fieber, bei Herzschwäche und Ödemen, stärkt bei innerer Einnahme die Nerven und äußerlich in Bädern und Umschlägen Durchblutung, Kreislauf und Haut, desinfiziert durch Gurgeln bei Mundfäule. Einsatz findet Rosmarintee auch
bei Unfruchtbarkeit. Rosmarin steht in dem Ruf, Körper und Geist gesund, jung und frisch zu erhalten.

Die Blüte zieht sich über Monate hin und gibt dem Strauch eine blauviolette Färbung. Durch seinen starken Duft zieht er viele Insekten an. Überhaupt scheinen diejenigen Pflanzen für die Herstellung von Blütenessenzen am geeignetsten zu sein,
die auch in der Tierwelt Freunde besitzen. Daher halten wir immer auch Ausschau nach den Tieren, die sich in der Umgebung aufhalten. Übrigens auch nach Steinen und Mineralien, deren Anwesenheit auf energetisch wertvolle Pflanzen schließen lässt.

Rosmarin

Für Menschen, die am 17. Januar geboren sind, könnte nach Gertrude Jobes „Dictionary of Mythology, Folklore and Symbols“ Rosmarin die Konstitutionsblüte sein. Der botanische Name der Pflanze setzt sich aus „ros“ und „marinum“ zusammen und bedeutet „Tau des Meeres“ und war ein Beiname der römischen Göttin Venus (rämisches Äquivalent zur griechischen Göttin Aphrodite).

In Griechenland soll die Pflanze entstanden sein. Die Tochter des persischen Königs Orchamos schlief mit Sonnengott Helios, was ihren Vater so erzürnte, dass er sie lebendig begraben ließ. Aus diesem Grab erwuchs später der erste Rosmarinstrauch.

Dies ist der früheste Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Rosmarin, Sexualität und Geburt bzw. neuem Leben. In Belgien heißt es gar, die Babys würden aus dem Rosmarinstrauch geholt. In Zentraleuropa schmückten die Paten das Taufkind mit Rosmarinblüten. Viele alte Bräuche mit Rosmarin deuten auf eines hin: Willkommen auf der Erde!

Eine der ersten beobachteten Wirkungen der Rosmarinessenz fand bei Neugeborenen statt und zwar solchen, die nicht so recht auf der Erde ankommen wollten. Solche Babys sind zwar eigentlich gesund und kräftig genug. aber sie scheinen nicht zu wollen oder zu können - aus welchem Grund auch immer. Die Kalifornier von der  FES (Flower Essence Society) interpretierten dies als Unwilligkeit der Seele, sich auf den Körper einzulassen. Jedenfalls kräftigt Rosmarin die Babys und hilft ihnen zu atmen und sich auf ihre neue Umgebung einzulassen.

Rosmarin

Andererseits hilft Rosmarin aber auch beim „Leb wohl“! Rosmarinsträuße wurden von den Angehörigen und Freunden
Verstorbener während der Beerdigung in den Händen gehalten.

Den Verstorbenen gab man ein Rosmarinsträußchen mit in den Sarg. Sargträger trugen als Schutz gegen ansteckende Krankheiten und Tod immer ein Bündel des Krauts bei sich.

Rosmarinzweige wurden gerne von Verliebten verschenkt als Zeichen ewiger Treue - auch in schlechten Tagen. So gibt auch die Rosmarinessenz viel Durchhaltevermögen, das man ja gerade dann gut gebrauchen kann, wenn es nicht so gut läuft.

Rosmarin


Noch im letzten Jahrhundert wurden Träume von Rosmarin als Boten schwieriger Zeiten gedeutet:

"Ich hab heut nacht geträumet, Wohl einen schweren Traum,
Es wuchs in meinem Garten ein Rosmarienbaum.
Ein Kirchhof war der Garten, das Blumenbeet ein Grab
Und von dem grünen Baume fiel Kron und Blüten ab.
Die Blüten tät ich sammeln in einem goldnen Krug.
Der fiel mir aus den Händen, dass es in Stücke schlug.
Draus sah ich Perlen rinnen und Tröpflein rosentot.
Was mag der Traum bedeuten? Herzliebster, bist du tot?“

Leider wird das Rosmarin hier nur im negativen Aspekt interpretiert - heute beginnen wir zu ahnen, dass sich Rosmarin als Hilfe anbietet und keine Kassandrarolle spielt. Immerhin soll ein Büschel Rosmarin auf dem Kopfkissen einen vor solchen bösen Träumen bewahren.

Eine Sage, die von der positiven Wirkung des Rosmarin berichtet, sagt, dass in der heiligen Weihnacht zur Geburtsstunde Jesu sich alle Gewächse der Erde für kurze Zeit sich in Rosmarinsträucher verwandeln, und in einem alten Lied heißt es, Jesus wurde von seiner Mutter auf Rosmarin gebettet.

Rosmarin

Jedesmal bei großen Ereignissen und Einschnitten im Leben spielte Rosmarin früher seine besondere Rolle. So wurde dies Kraut zum steten Begleiter durch das Leben und half über alle Klippen. Es half, sich freudigen wie unangenehmen Situationen zu stellen, dabei kräftig und zuversichtlich zu sein und jedes Hindernis gestärkt hinter sich zu lassen.

Auch und besonders in Sache Liebe ist die blaue Blüte von einiger Bedeutung. Brautleute trugen Rosmarinkränze als Zeichen für Verbundenheit und Treue, und der Priester bewahrte die Eheringe in einem mit Rosmarinzweigen
ausgelegten Kästchen, dem er sie am Tage der Hochzeit entnahm, um sie dem künftigen Ehepaar zu reichen.

Damit es überhaupt so weit kommen kann, benutzten die Schüchternen einen blühenden Rosmarinzweig, um damit den oder die Angehimmelte sich verlieben zu lassen. Auf der Suche nach der Liebe konnte man sich auch ein paar Blüten ans Revers heften - diese sollten einen auf direktem Weg zur neuen Liebe führen.

Einige Blätter des Krautes zur Aromatisierung von Wein verwendet,  gebrauchten schon die alten Griechen als Aphrodisiakum. Auch als Gewürz soll es eine solche Wirkung besitzen.

Schließlich soll noch der Einsatz des vielseitigen Krautes zur Abwehr schwarzer Magie nicht unerwähnt bleiben.  Meist wurde es zu diesem Zwecke verräuchert, nachgewiesenermaßen geschah dies bereits im alten Ägypten. Räucherungen mit Rosmarin beleben die Sinne und stärken den Tatendrang.

Was auch eine der Wirkung seiner Essenz ist. Rosmarin macht aus blassen, schwachen und apathischen Menschen wieder aktiv am Leben Teilhabende.

© Dirk Albrodt 2006