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Das innere Kind ein Erstgeborenes?

Dem inneren Kind werden ja allerlei Eigenschaften zugeschrieben bzw. angedichtet, doch es spiegelt auch die äußere Realität, und die kann sehr unterschiedlich ausfallen. Mein inneres Kind ist nicht gleich dein inneres Kind. Bei der Erstbefragung eines Klienten wird daher nach dem Platz in der Kinderreihenfolge gefragt. Haben wir es mit einem erst- oder später geborenen Kind zu tun. Genau, wie dies sein Leben beeinflusst, prägt es auch sein inneres Kind.

Ein guter Freund von mir hat beispielsweise zwei Kinder, erst ein Junge, der sich eher introvertiert entwickelte, danach ein Mädchen, das sich mehr nach außen richtete. Das sind nicht die einzigen Unterschiede. Der Junge kann gut allein sein und sich selbst beschäftigen. Er legt eine Vorliebe für mathematische Rätsel, physikalische Phänomene und verwickelte Zusammenhänge an den Tag, liest Bücher, die andere nicht mit der Kneifzange anfassen, und gilt als Eigenbrötler. Das Mädchen hat viele Freunde, ist dauernd unterwegs, hat nie Probleme, neue Bekanntschaften zu machen, und ein Faible für Sport.

Kennen Sie auch Familien, in denen sich trotz gleicher Voraussetzungen die Kinder so unterschiedlich entwickeln? Kein Zufall, sondern Notwendigkeit.

Die Position des/der Erstgeborenen ist eine, die etwas zu verlieren hat, wenn ein Geschwisterchen hinzukommt: die Aufmerksamkeit der Eltern als Alleinstellungsmerkmal. Für Eltern ist die Geburt eines Kindes eine Reise ins Unbekannte, sie wollen alles richtig machen, haben aber keinerlei Erfahrung. Ob sie es wollen oder nicht, behandeln sie ein Zweitgeborenes anders. Die Erziehung später Geborener basiert auf den Lehren, die sie aus der der Erstgeborenen ziehen. Häufig werden sie bei jenen durch Unsicherheit und Übervorsicht geleitet, was zu mehr Überwachung und Strenge führt. Hat man das alles bereits einmal hinter sich, reagiert man gelassener auf das, was die Kleineren so anstellen. Erstgeborene müssen sich Privilegien erkämpfen (länger aufbleiben dürfen etc.), die durch sie erstrittenen Vorteile kommen den anderen Kindern später kampflos zugute. Selbstverständlich entwickeln sich diese anders als ihre älteren Geschwister, die Rückmeldung der Außenwelt auf ihr Sein und Tun ist schlicht eine andere, entsprechend unterscheiden sich die inneren Schlussfolgerungen.


Stechpalme - Holly - Die Eifersuchtsblüte

Eifersucht auf das jüngere Geschwisterchen ist vorprogrammiert und steht auf der Indikationsliste der Bachblüte Stechpalme (Holly). Ein Gefühl, das bei Zweitgeborenen weit weniger heftig auftritt, wenn ein drittes Kind hinzukommt. Es hat ja bereits von Beginn an gelernt zu teilen. Ein jüngerer Bruder oder eine jüngere Schwester stellen für ihn eine geringere Bedrohung dar als die eigene Geburt für das Erstgeborene.

Kinder konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Eltern, wobei die jeweils älteren im Vorteil sind. Sie sind grösser und stärker und haben sowohl geistig wie körperlich mehr gelernt. Dieser Vorsprung relativiert sich zwar im Laufe der Jahre, bis dahin sind Verhaltensmuster jedoch bereits etabliert.


Das Älteste ist der Verteidiger, der Bewahrer des Status quo, konservativ, durchsetzungsfähig und machtbewusst. Wenn die Jüngeren auf dem Gebiet des Ältesten zu konkurrieren versuchen, werden sie allzeit unterlegen sein - zumindest fühlt es sich so für sie an. So suchen sie sich freie Nischen. Sie wollen nicht auf dem ureigenen Gebiet der Größeren mit diesen verglichen werden. Das fiele doch nur zu ihrem Nachteil aus. Auf anderen Gebieten kann man sich profilieren, ohne im Vergleichstest abzuschmieren. Solche Entscheidungen treffen Kinder nicht bewusst, sondern instinktiv. Keine Überraschung also, dass, wo im oben vorgestellten Beispiel der erstgeborene Junge das Feld »Intellekt« bereits besetzt hatte, seine Schwester sich ein anderes Feld suchte, das ihr erfolgversprechender schien. Die drei Schuljahre Vorsprung ihres Bruders konnte sie beim besten Willen nicht aufholen.

Ähnlich verhält es sich im Sozialverhalten. Die Nummer 1 bekommt die gewünschte Aufmerksamkeit wenigstens eine Zeitlang exklusiv. Nummer 2 hat keine Chance auf Exklusivität. Der Älteste dominiert aus Selbstverständlichkeit. Nachkömmlinge, die ihm dies Vorrecht streitig machen, werden auch schon mal verhauen. Sich da auf körperliche Auseinandersetzungen einzulassen, verspricht den Kleineren wenig Erfolg. Sie versuchen es daher eher mit Diplomatie, ziehen den Stärkeren auf ihre Seite, lernen Kompromisse zu machen und Auseinandersetzungen mit anderen Mitteln als Körperkraft und Dominanz zu führen.

Während die Ältesten im Familiengefüge früh Verantwortung übernehmen müssen, für ihre jüngeren Geschwister nämlich, gehen diese gerne über Tisch und Bänke. Aus dieser Sozialisation gehen dominante Konservative mit Führungsanspruch und Durchsetzungsvermögen und gewitzte Rebellen mit strategischen Fähigkeiten und solchen zur Kooperation hervor.
Kennen Sie einen erstgeborenen Klassenkasper?

Kurzum: Erstgeborene haben eine Tendenz zu Dominanz, Aggression, Ehrgeiz, Eifersucht und Konservativismus. Später Geborene neigen zu Kooperation, Flexibilität, Kreativität und Unkonventionalität, aber auch zu Rebellion. (Ohne Gewähr und ganz sicher ohne 100%igkeit)

Sonnenblume

Archetypische Prinzipien findet man nicht nur in Individuen sondern auch in Gruppen und Organisationen. Ein Blick auf den Balken im eigenen Auge macht dies deutlich. Bezeichnen wir Edward Bach als Vater der Blütentherapie, könnten nachfolgende Essenzenhersteller als seine Kinder betrachtet werden (zumindest seine geistigen, denn so gut wie alle mir bekannten Hersteller beziehen sich auf ihn). Das Erstgeborene, nennen wir es Bach Centre, war 30 Jahre lang allein, bevor sich konkurrierenden Geschwister hinzugesellten. Die Reaktion war überaus typisch für Erstgeborene: den Nachkömmlingen wurde Nachahmerei bis Verfälschung der reinen Lehrer unterstellt. Es gäbe keine weiteren heilsamen Blütenessenzen, wurde behauptet und dieser Standpunkt auf juristischem Wege versucht durchzusetzen. Der Name Edward Bachs und der Bachblüten sollte geschützt werden. Die jüngeren Blütenhersteller mit dem rebellischen Ansatz, es müsse doch auch außerhalb Englands heilsames zu finden sein, dagegen versuchten sich in Diplomatie, baten um Unterstützung und luden zu den internationalen Blütenessenzenkonferenzen ein, die ab Ende der 80er Jahre in verschiedenen Ländern abgehalten wurden. Doch die Eingeladenen kamen nicht. Erst 2006 konnte man erstmals Vertreter der Traditionalisten und der Erneuerer an selben Konferenzort antreffen.
Erkennt man solche Züge beim Klienten oder sich selbst, lohnt sich ein Überdenken der getroffenen Essenzenwahl.


Das innere Kind und seine Blüten

Johanniskraut

Johanniskraut - Hypericum officinalis
Diese Essenz besitzt männliche, sprich Yang-Energie. Sie dient Frauen, denen der Aspekt des älteren Bruders im Leben fehlt, eines, der sie schützt und beispielsweise die mobbenden Mitschüler auf dem Schulhof vertreibt. Johanniskraut strahlt eine gewisse Unbesorgtheit und Zuversicht aus, die denen hilft, die sich im Stich gelassen fühlen und meinen, immer auf sich selbst gestellt zu sein. Empfehlenswert, wenn das Erstgeborene ein Mädchen ist.

Beifuß - Artemisia vulgaris
Ist der Erstgeborene ein Junge mit dem Gefühl, immer alles selbst machen zu müssen, und doch gerne Rat und Unterstützung von jemandem hätte, der nicht in direkter Konkurrenz zu ihm steht (sprich: eines Mädchens), hilft ihm Beifuss, Mut und Selbstständigkeit in ungewissen Zeiten in sich zu finden.

Sonnenblume - Helianthus annuus
Für später geborene Jungs, die ihre älteren Brüder um deren Kraft und Durchsetzungsvermögen beneiden und stets an sich selbst zweifeln.

Quitte - Cydonia oblongata
Für später geborene Mädchen. Quitte hilft ihnen, den inneren Quell von Schlauheit und List zu entdecken, wenn sie mangels ausreichender Körperkraft wenig durchsetzungsfähig sind und sich als Verlierer fühlen.

Kirsche

Kirsche - Prunus avium
Wenn die Erstgeborenen sich überfordert fühlen und ihnen die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Bringt den Witz, den Charme und die Schlagfertigkeit, über die jüngere Geschwister bereits verfügen.

Zottiges Weidenröschen - Epilobium hirsutum
Für jene, denen zu früh zu viel Verantwortung aufgebürdet wird. Für Kinder, die verletzt oder missbraucht werden oder zu früh erwachsen werden müssen.

Salbei - Salvia officinalis
Für jene, die sich selbst erforschen möchten: wie wäre ich ohne meine individuelle Sozialisation geworden? Welche verborgenen Fähigkeiten schlummern in mir? Wie sieht mein ursprüngliches Ich aus?