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Meditation und Alltag - Teil 2

Die innere Stimme - Wer spricht denn da?

Als hätt' man's geahnt: in diesem Abschnitt des Aufsatzes über die innere Stimme geht‘s den Auslösen, also meist den Eltern, an den Kragen. Persönlich hat es mich schon immer gestört, dass selbst die Bibel die Eltern-Kind Beziehung als Einbahnstraße sieht. Du sollst Deine Eltern ehren, gut und schön. Aber weit und breit keine Spur von: Du sollst Deine Kinder ehren, eine schlechte Idee?

Freya

Du sollst Deine Kinder ehren

Der immer häufiger vorkommende Vernachlässigung der Kinder steht auf der anderen Seite ein ungeheurer Perfektionismus der Eltern gegenüber. Und ich bin mir nicht sicher, ob in jedem einzelnen Falle ersteres schlimmer ist ...

Eine ungelöste Eltern-Kind-Problematik gibt der inneren Stimme erst richtig Futter. Alles was nicht besprochen wurde oder totgeschwiegen, Fragen, die abgewürgt statt beantwortet wurden, Diskussionen, die mit einem „Machtwort“ beendet statt geklärt wurden, Dinge die angeordnet aber nicht begründet wurden all das rumort in der Seele weiter und sucht sich als Ventil die gedankliche Aktivität. Offene Fragen verlangen nach Klärung, wenn nicht im Gespräch mit anderen, dann häufig eben im Selbstgespräch.

Oft bleiben Dinge unausgesprochen, weil man die Kinder schonen will. Wie immer gilt jedoch auch hier: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Kinder wollen die Welt entdecken und erobern. Schwarze Löcher (im Sinne von nicht besprochenen Themen) wirken wie ihre Äquivalente im Weltraum: wie gigantische Magneten ziehen sie alles in sich hinein. (Wundert sich eigentlich niemand, dass gerade in dem Land, in dem Sexualität aus puritanischen Gründen tot geschwiegen wird, die Schwangerschaftsrate bei Teenagern am höchsten ist – im Gegensatz zu den Ländern, die nach dominierender us-amerikanischer Meinung ihren Kindern den Weg in die Hölle – sprich: die Sexualität – gar noch vorzeichnen) Die Gedanken drehen sich nur noch um das, was man nicht weiß.

Schwarzes Loch
Schwarzes Loch im Weltall

In Paris gibt es eine Kinderpädagogin, Francoise Dolto, die aus ihrer jahrelangen Erfahrung mit Kindern und Kleinkindern die Erkenntnis gezogen hat, dass der Weg zu einer Heilung der Kinder nur über eine - auch schonungslose - Offenheit führt. Von ihren Eltern verlassenen Kindern wird scheinbar gnadenlos reiner Wein eingeschenkt: Deine Eltern wollen dich nicht, deshalb haben sie dich hierher ins Waisenhaus gebracht. Schockierend, aber vom kindlichen Gemüt offensichtlich leichter zu verarbeiten als jahrelange Illusionen, Sehnsüchte, Schuldgefühle (da Kinder die Schuld ja immer bei sich selbst suchen) und so weiter.

Natürlich ist das ein Extremfall. Aber lautstarker Streit der Eltern hinter verschlossenen Türen kommt auch in liebevollen Familien vor. Und wenn das Kind nicht weiß, worum es geht, denkt es, es geht um es selbst. Und zwar laut und heftig und ablehnend und negativ. Wie viel Leid könnte man den späteren Erwachsenen doch ersparen, wenn man als Elternteil dann mal vom Thron herab stiege und zugäbe, eben auch nur ein Mensch zu sein, eben fehlbar, launisch und gelegentlich ungerecht und inkonsequent. Damit kommen Kinder besser klar als mit nicht erklärtem Verhalten. Was Kinder wirklich gut können, ist einer ehrlichen Erklärung eine herzliche Verzeihung folgen zu lassen. Was sie nicht können ist, auf Schweigen oder Ausreden oder unerklärliches Verhalten ohne Grübelei zu reagieren. Hier wird schon im Kindesalter die Wurzel für spätere Gedankenrotation gelegt.

Die ersten Kinderflüsterer sind also per se Mama und Papa - ob sie es wollen oder nicht. Wenn sie im echten Leben keine guten Freunde und Ratgeber sind, dann erfinden sich Kinder in der Fantasie eben solche, im Kopf und in Gedanken. Echtes Reden ist somit die beste Vorbeugung gegen mentale Selbstgespräche.

Beginnen wir mit Mama. Was mich immer wieder überrascht, ist, wie sehr man sich doch über die so genannten Muttersöhnchen amüsiert und wie konsequent man gleichzeitig deren Produzentinnen ignoriert. Ohne Mutter keine Muttersöhnchen. Im Grunde genommen pflanzen sie durch übermäßige Bemutterung und Bevormundung bis ins Erwachsenenalter eine Art Fernsteuerung mit Autopilot in die Köpfe ihrer Sprösslinge, so dass diese noch genau so reagieren, wie Mama das gern gehabt hätte, wenn diese bereits tot ist.

Birnenblüten
Birnenblüten

Das typische väterliche Äquivalent dazu ist die hohe Anspruchshaltung bis Überforderung des Nachwuchses. Ist Papa nie zufrieden mit den Ablegern, darf man gewiss davon ausgehen, dass diese es später mit sich selbst ebenfalls nie sein werden.

Aber egal, wer nun seine Elternrolle als Machtinstrument missbraucht, ein typisches Resultat davon ist die innere Stimme, die den Betroffenen das Leben schwer macht.

Ein kleines mentales Spiel hilft einem, ihr auf die Schliche zu kommen. Ein wenig Ruhe und Ungestörtheit sind dabei unbedingt von Vorteil. Wenn man also für eine kleine Weile allein ist, setze oder lege man sich und versetze sich innerlich in eine typische Situation, in der einem die innere Stimme besonders zu schaffen macht. Z.B. wenn man etwas falsch gemacht hat, und schon geht das innere Geplärre los. Man sollte sich dabei vergewissern, dass dies ja nur eine imaginäre, gespielte Situation ist, um nicht in das automatische Reaktionsmuster mit innerer Anspannung und allem, was dazu gehört, zu verfallen.

Man bleibt entspannt und hört der inneren Stimme einmal bewusst zu. Und zwar weniger auf das, was sie sagt, sondern mehr auf die Art, wie es sagt und was die Charakteristika sind. Ist es eine weibliche oder eine männliche innere Stimme? Und was passiert, wenn ich meine innere Stimme imaginisiere, wenn ich gut drauf bin? Wechselt dann womöglich das Geschlecht? Manch einer mit Beziehungsproblemen wird überrascht sein festzustellen, dass die innere Stimme sich stets des eigenen Geschlechts bei der Tonwahl bedient, wenn es einem gut geht, dann aber zum Ton des anderen überwechselt, sobald etwas schief geht - ohne dass man dies bewusst bemerkt. Das indiziert, dass innerlich alles Positive mit dem eigenen Geschlecht, das Negative mit dem anderen assoziiert ist. Kein Wunder, wenn man sich da ambivalent in Beziehungen verhält nach dem Motto: komm her, aber bleib weg. Noch schlimmer allerdings ist‘s, wenn es sich umgekehrt verhält und das eigene Geschlecht zur negativen Projektionsfläche wird. Denn das bedeutet schließlich, dass man sich innerlich selbst verdammt, während man das andere Geschlecht gar vergöttert. Gleichwertige Beziehungen sind bei solchen inneren Mechanismen kaum zu erwarten.

Sonnenblume
Sonnenblume

Sollten Geschlechterverschiebungen stattgefunden haben, fällt die Identifizierung der inneren Stimme leichter. Fragt man die Menschen danach, wessen Stimme das denn sei, die sie da hören, die ihnen sagt, das dürfe man nicht oder das müsse man unbedingt oder sie seien Totalversager oder hässlich oder strohdoof oder etwas Besseres oder was auch immer, dann sagen sie spontan: „Na, meine eigene!“ Stimmt aber oft nicht. Im Ruhezustand, in der Imagination bemerken sie oft, wessen Stimme sie da in Wirklichkeit innerlich immerzu reproduzieren.

Eine Auseinandersetzung mit dem Elternteil, der einen beeinflusst, (oder mit beiden) hat dann auch Folgen für das Verhalten der inneren Stimme.

Ist es die Mutter, die sich über den Umweg des inneren Selbstgesprächs noch immer in das eigene Leben einmischt, gibt es zwei Blütenessenzen, die das Selbstvertrauen stärken und der Mutter den Einfluss zuweisen, der ihr tatsächlich zusteht, und sich aus dem befreien, den sie fortwährend ausübt, obwohl man mittlerweile gar nicht mehr drei Jahre alt ist. Frauen können sich da mit Birne helfen, bei Männern wirkt Rosmarin besser, obwohl man die Birne dabei nicht vollends außer Acht lassen sollte.

Rosmarin
Rosmarinblüte

Ist es der Vater, der innerlich weiterhin nervt, dann hilft Sonnenblume.

Sollten die Eltern mehr als nur Fehler gemacht haben, wie sie Eltern eben machen, sondern ihr Kind gar geprügelt und misshandelt haben, ist es so leicht nicht getan. Vor den genannten Essenzen muss eine Phase mit etwas sanfter wirkenden vorgeschoben werden. Und zwar Birke, wenn die Mutter das Problem ist, Fichte, wenn es der Vater ist. Beide sind dann von Bedeutung, wenn es sich nicht allein um zwischenmenschliche Probleme handelt, sondern aufgrund des Missbrauchs die Geschlechtsidentität und das Verhalten dem anderen Geschlecht gegenüber schwer gestört sind. Allerdings rate ich davon ab, hier einfach mit sich selbst herum zu experimentieren. Es gibt innere Mechanismen, die einem die Auseinandersetzung mit Geschehenem und sich selbst unmöglich machen. Als Vorbereitung auf den Gang zum Therapeuten können sie jedoch gute Dienste leisten.

Fichten- und Birkenblüten
Fichten- und Birkenblüten

Fassen wir kurz zusammen:
Oft spiegelt die innere Stimme die Einstellungen und Auffassungen der Eltern wieder. Um sich innerlich davon zu befreien, helfen:
Birne: die Essenz zur Auseinandersetzung mit der Mutter
Rosmarin: die Essenz, die den Ohnmächtigen auf die Füße hilft (Stichwort: Muttersöhnchen)
Sonnenblume: die das eigene Rückgrat stärkt und hilft, sich gegenüber dem Vater duchzusetzen
Fichte: die eine sanfte Annäherung an das männliche Geschlecht als solches und dessen Vertreten ermöglicht
Birke: die eine sanfte Annäherung an das weibliche Geschlecht als solches und dessen Vertreterinnen ermöglicht.

© Dirk Albrodt 2006