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Meditation und Alltag - Teil 3

Wo kommen die guten Ideen her?
Alles was Intuition und Instinkt uns mitteilen, kommt aus uns selbst, beides gehört untrennbar zu unserer Person und Persönlichkeit, ist letztlich identisch mit uns. Gelegentlich aber ist es sinnvoll, in der Theorie Teile von uns einmal nicht als integral sondern abgetrennt von uns zu betrachten, als führten sie ein Eigenleben.

Und tatsächlich erscheint es uns manchmal so, als wäre dies wirklich der Fall. Ein jeder kennt das Phänomen, dass einem nach irgendeiner missglückten Aktion durch den Kopf schießt: „Ich hab‘s doch gewusst“ oder „Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl“. Es gab also subtil wahrnehmbare Vorwarnungen, die wir jedoch ignorierten. Es kommt einem vor, als flüstere jemand „Tu‘s nicht“, und man tut‘s doch. Und prompt geht es schief.

Meditierender Junge


Tun wir also einmal so, als käme diese innere Stimme von außerhalb. Das gibt uns die Möglichkeit zu erforschen, was sich zwischen unsere bewussten Entscheidungen und unsere intuitive Einsicht schiebt und uns daran hindert, das Richtige zu tun. Oder umgekehrt: es ermöglicht uns heraus zu finden, wie man sich diese innere Stimme vertraut macht, auf sie hört und folglich Schwierigkeiten und Probleme von vorne herein minimiert.

Zu diesem Zwecke gehe ich einmal davon aus, dass Sie die beiden vorangegangnen Teile dieses Artikels nicht nur gelesen sondern auch Nutzen daraus für sich gezogen haben, und somit zweifellos im Stande sind, falsche Einflüsterungen von der Art „um dieses Problem zu lösen, musst du dich hoffnungslos betrinken“ und „bei deinen fetten Oberschenkeln hilft nur noch die Einstellung jeglicher Nahrungsaufnahme“ als innere Sabotageakte deutlich von der inneren Weisheit und Intuition zu unterscheiden. Eigennarkose und Selbstbeschimpfung haben nicht das geringste mit innerer Weisheit zu tun.

Mich wundert ein wenig, wie gering das Interesse daran ist, sich die Intuition nutzbar zu machen, naja, mal abgesehen von Rupert Sheldrake, aber der gilt ja auch ls Außenseiter. Alle kennen das Phänomen, doch die wenigsten halten es für bewusst einsetzbar. Dagegen setze ich nun mal die Behauptung: man kann alles trainieren, ob Fremdsprachen, Hochsprung, Wurzelziehen oder Intuition. Und genau wie man lernte, bereits am Tonfall des Sprechenden zu erkennen, ob „Das war aber nett von dir“ dankbar oder ironisch gemeint ist, so kann man auch lernen, dummes Zeug von echter Erkenntnis zu unterscheiden. Wie wunderbar wäre es, wenn man dies bereits den Kindern beibrächte. Aber gut, dazu muss man sich erstmal bewusst sein, dass derlei überhaupt möglich ist und sich die Fähigkeit selbst aneignen.

Werden wir uns unserer Intuition bewusst. Überlassen wir die Erkenntnis nicht mehr einem diffusen „Bauchgefühl“ und irgendwelchen Ahnungen bzw. Vorahnungen, hören wir doch einfach mal genauer hin. Schließlich gelingt es uns problemlos, selbst mit geschlossenen Augen, Björn und Frieda allein durch den Klang ihrer Stimmen zu unterscheiden, aus welchem Grunde sollte es uns unmöglich sein, inneres Geplapper von wichtigen Informationen zu unterscheiden? Viele kennen sicher das Phänomen, dass schlafende Mütter sofort aufwachen, wenn sie nur ein Pieps von ihrem Baby hören, jedoch (so sie denn mit einem gesunden Schlaf gesegnet sind), quietschende Autoreifen auf der Straße zu ignorieren im Stande sind, und seien diese wesentlich lauter als besagter Pieps. Sie nutzen bereits ihre „Antennen“ zur Unterscheidung von wichtig und unwichtig. Nur: wie machen sie das?

Wie teilt sich uns unsere Intuition mit?
Auf welchem Wege macht sie sich bemerkbar?
Nun, Intuition lässt sich nicht so ohne weiteres abrufen - zumindest bis jetzt nicht. Was bleibt einem übrig, als sich in eine Situation zurück zu versetzen, in der wir die Stimme unserer Intuition vernahmen. Für die folgende Übung sollten Sie sich - so Sie sie nachvollziehen möchten - ein paar Minuten Zeit nehmen, in denen Sie ungestört sind. Bisher ist die Stimme der Intuition ja noch sehr leise und wird leicht übertönt; vom Telefon, Radio oder sonstigen Störgeräuschen.

Nun sollten Sie vesuchen, sich an eine Gelegenheit zu erinnern, bei der sich Ihre Intuition zu Wort meldete. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein wichtiges Ereignis oder eine Nebensächlichkeit handelte, ob Sie auf Ihre innere Stimme hörten oder sie ignorierten, wichtig ist allein: da war mal was. Dieses flaue Gefühl, als ich den Vertrag unterzeichnete, die Ahnung, irgendetwas könne mit den Kindern sein, oder das sichere Wissen „das geht nicht gut“, als Sie Schwiegermama einluden, bei sich zu wohnen.

Egal was es war - haben Sie‘s? Bleiben Sie innerlich in dieser Situation. Was genau haben Sie gespürt? Ein komisches Gefühl im Bauch? Wo genau? Doch eher Oberbauch? Oder vielleicht von der Wirbelsäule ausstrahlend? Ziehend, drückend, pulsierend? Versuchen Sie, Ihre Wahrnehmung zu präzisieren, es wird Ihnen später helfen, die Intuition leichter und schneller (wieder) zu erkennen.


Beifuss
Beifuss

Ach, Sie fühlen gar nichts besonderes? Vielleicht hören Sie ja was. Eine Stimme oder nur ein Geräusch? Wo kommt es her, von links, von rechts? Oder wenn es eine Stimme ist, ist sie weiblich oder männlich (laut C.G. Jung ist die Anima, die Seele, grundsätzlich weiblich, aber das heißt ja nicht, dass sie sich nicht vielleicht einer männlichen Tonlage bedient), flüstert sie, schreit sie, mahnt sie? Oh, Sie hören gar nichts?! Was haben Sie dann wahrgenommen? Vielleicht einen subtilen Geruch? Oder eine dunkle Wolke am Horizont? Wichtig ist nicht, was es ist - wichtig ist, dass Sie es erkennen.

Ich weiß, dieser Vergleich hinkt, aber Menschen mit neurologischen Leiden lernen im Laufe der Zeit. die Vorzeichen eines Anfalls zu erkennen, von dem sie zuvor meinten, er käme aus heiterem Himmel. Man muss auf die feinen subtilen Zeichen achten, wollte ich damit sagen.

Also, was ist es bei Ihnen? Wenn Sie es haben, machen Sie es ein wenig stärker bzw. deutlicher, damit Sie es sich für die Zukunft gut einprägen können.

Und nun machen Sie eine kleine Zeitreise durch die eigene Biographie. Behalten Sie Ihr Bauchgefühl, ihre innere Stimme, ihr Wasauchimmer bei und phantasieren sich einmal durch ihr Leben. Machen Sie an allen Stellen halt, die mit Ihrer Intuition irgendwie assoziiert sind, und gehen sie im Geiste noch einmal durch. Wie jede andere Übung auch, wird dieser immer einfacher. Sie erkennen schneller, wann sich Ihre Intuition meldete, und sie können rückblickend auch sehen, was draus wurde, wenn Sie ihr vertrauten oder sie ignorierten.

Je öfter Sie sich bewusst mit Ihrer Intuition „treffen“, desto vertrauter wird der Umgang mit ihr. In Zukunft werden Sie ihr Fragen stellen können: soll ich diesen Weg gehen, jene Entscheidung treffen oder jenes Ereignis vermeiden? Ihr Bauch wird Ihnen schon sagen, was zu tun ist. Vergessen Sie am Ende nur nicht, Ihren Kopf in die Entscheidung einzubeziehen. Der kürzeste Weg zum Ziel könnte durch eine unbeleuchtete Gasse voller Fahrradketten schwingender Trunkenbolde führen...

Einige Blütenessenzen können Ihnen dabei helfen, Zugang zu Ihrer Intuition zu finden und mit ihr umgehen zu lernen.

Salbei
Salbei

Das viel beschworene höhere Ich, dessen inflationärer Gebrauch in gewissen Szenen mich davon abhält, es als Begriff zu verwenden - man könnte es auch als den inneren Kompass, innere Weisheit oder noch ganz anders bezeichnen - oder eben bei Höheres Ich bleiben, denn im Grunde geht es hier genau darum. Menschen, die aus der Bahn geworfen werden oder vom Weg abkommen, haben häufig nur den Zugang zu jenem Kompass verloren. Meditation ist ein Weg der Rückbesinning und Wiedergewinnung dieses inneren Ratgebers.

Erwähnt wurde in Teil 1 des Artikels bereits die Magnolie. Edward Bach hatte ebenfalls eine Essenz dafür in seinerm Repertoire: Bleiwurz (Cerato). Die beliebteste Meditationsessenz ist natürlich - wie könnte es anders sein - Lotus.

Ich möchte zum Abschluss der kleinen Serie noch auf drei andere Blüten eingehen:

*Beifuß (Artemisia vulgaris)
- dies ist die Traumblüte, sie verschafft uns bewussten Zugang zu unseren Träumen und damit zu einem Stück vom Verstand unbeeinträchtigten Innenlebens. Zu früheren Zeiten schon als Kissenfüllung zur Erlangung schöner Träume verwendet, gibt es heute zu diesem Zwecke die Beifuß-Essenz

*Wermut (Artemisia absinthum)
- die Schwesterpflanze des Beifuß. Es ist die Blütenessenz, die hilft, sich selbst besser kennen zu lernen und zu verstehen, sowie zu sich stehen zu können. Sie lässt authentisch sein und das wahre Ich erkennen und leben.

Wermut
Wermut

*Salbei (Salvia officinalis)
- dies ist die tiefreichendste der hier genannten Blüten, sie führt einen zurück zum ursprünglichen Ich, zum nicht erzogenen, nicht sozialisierten, wilden, ungezähmten, echten Ich. Nicht zuletzt dient Salbei den Schamanen zur Räucherung, um die Atmosphäre von allem zu säubern, was nicht zu einem gehört und nur stört. Wer keine Angst vor der Begegnung mit sich selbst hat, der sollte Salbei vielleicht wagen. Zur Festigung der Bindung zur eigenen Intuition empfehle ich für den Fall, dass sich diese als körperliche Wahrnehmung meldet, Salbeiessenz äußerlich auf die entsprechende Stelle aufzutragen - sagen wir ca eine Woche lang morgens und abends. Das lenkt Ihre Aufmerksam nicht nur auf den Punkt, es verstärkt auch seine Rückmeldungen.

© Dirk Albrodt, 2006