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Unterirdischer See

Unterirdischer See
Wasser ist nicht gleich Wasser - und so unterscheiden sich die Essenzen nach der Art des Wassers, das für ihre Herstellung verwendet wird. Basis aller Bachblüten ist Quellwasser, frisches Wasser aus einer für Trinkwassergewinnung geeigneten Quelle. Anders ist es nur bei der ersten aller Umweltessenz, die noch von Edward Bach selbst hergestellt worden war: Rock Water. Für Essenzen der Rock Water Qualität wird zwar im deutschsprachigen Raum gerne der Begriff „Quellwasser“ gebraucht, aber so recht zutreffend ist er nicht. Schließlich benötigt man für Rock Water Wasser aus einer heilkräftigen Quelle.

Unterirdischer See

Unterirdischer See

Natürlich kann man auch Blütenessenzen mit solchem Wasser zubereiten, llerdings vermischen sich dann die Eigenschaften der Blüte mit dene des Heilwassers zu einer besonderen Energie, die womöglich von den bekannten Beschreibungen der Blüten abweicht. Der Gedanke der Umweltessenzen faszinierte mich besonders, als ich von Steve Johnson aus Alaska eine seiner ersten zugeschickt bekam: Rainbow Glacier. Eine Essenz aus dem geschmolzenen Eis des Regenbogen Gletscher, das nicht wie die üblichen Blütenessenzen mehrere Stunden der Sonne ausgesetzt war sondern mehrere Millionen Jahre. Welch Energie musste sich da angesammelt haben! Beim Wasser aus dem Unterirdischen See, dessen Essenz ich heute vorstellen möchte, verhält es sich genau anders herum: dies Wasser „sah“ die Sonne zum ersten Mal bei der Herstellung der Essenz.

Die Höhle selbst, in der der Unterirdische See - genannt Königssee - zu finden ist, liegt im Bergischen Land im verschlafenen Städtchen Ennepetal. Das sie umgebende Gestein zählt mittlerweile 350 Jahre, in den Wänden finden sich Relikte aus Zeiten, in denen Europa unter der Wasseroberfläche lag, Korallen beispielsweise.

Im Laufe der Jahrtausende wurde die Höhle vom sie durch ziehenden Bach ausgewaschen. Immer wieder diente sie in Zeiten der Gefahr als Zufluchtsort. Es wird berichtet, dass sich schon menschen zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges dorthin flüchteten, wenn es brenzlig wurde. Heute leben noch Augenzeugen, die selbst während des zweiten Weltkrieges dort Schutz gesucht haben. Der größte Raum innerhalb der Höhle bekam die Bezeichnung „Kirche“. Dort fand der Gottesdienst statt, wenn es außerhalb der Höhle zu gefährlich dafür war.

Besonders auffällig ist die besondere Atmosphäre innerhalb der unterirdischen Gewölbe, die Lust ist besonders rein und besitzt Heilkraft. Ja, allein gute Luft kann schon heilen! Früher, als noch nicht die Pharmaindustrie bestimmte, welche Heilmethode angewandt werden soll, war es ganz üblich, dass Ärzte ihre Patienten zum Aufenthalt in die Höhle schickte: bei allen möglichen Atembeschwerden, Lungenproblemen, bei Keuchhusten und bei Allergien, selbst bei Tuberkulose. Das ist auch heute noch möglich und geschieht in der Tat sogar noch ab und an, aber da mit dieser Heilbehandlung wenig Geld zu verdienen ist, kam sie etwas aus der Mode.

Damit die Höhlenluft auch so gesund bleibt, ist es verboten, darin zu essen, zu rauchen sowieso oder sonstige Mitbringsel und seien es Kaugummis mit hinein zu nehmen.

Der See ist nun nicht wie man sich einen Badesee, nur halt unter der Erde, vorstellen mag, sondern schmal und stark verästelt. Durch die verschiedensten Gänge gelangt man zu immer wieder anderen Armen des Sees. Das Erstaunlichste aber ist, dass jeder Arm eine besondere Qualität widerspiegelt. Obwohl eine zusammenhängende Wasserfläche bildend, könnten die Arme doch kaum unterschiedlicher sein.

Unterirdischer See
Unterirdischer See

Zwei davon sind besonders beeindruckend: einer ist dermaßen verschlammt, das Wasser ist dick, braun und zäh, seine Oberfläche geeignet, das Gewicht eines Menschen zu tragen, wenn es es nur auf alle Viere verteilt und sich vorsichtig bewegt. Man kann hier buchstäblich über‘s Wasser laufen.

Ein anderer Arm bewahrt das denkbar reinste Wasser, es ist kalt und klar und von einem Reinheitsgrad, den man kaum noch sonstwo antrifft.

Beides, der Schlamm und die Reinheit, gehört zum selben Gewässer. Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Zu interpretieren gibt es da gar nicht viel, die Bedeutung drängt sich förmlich auf.

Von diesem Wasser gemacht ist die Umweltessenz Unterirdischer See. Ihre Qualität ist Einheit, Yin und Yang in Harmonie, Anerkennung des Ganzen, Urteilslosigkeit.

Ihr Äquivalent auf der pflanzlichen Ebene ist die Lotusblüte. Sie wurzelt am Grund der Seen, Im Niederen, im Dreck, um daraus aufzusteigen und zur Sonne zu streben, zum Licht, zur Erleuchtung. Während die Lotusblüte jedoch eine vertikale Entwicklung widerspiegelt und unterstützt und auf ihre Weise Einheit symbolisiert - ohne Wurzeln im Dreck keine Erleuchtung - so wirkt der Unterirdische See auf horizontaler Ebene:
alles zugleich im Hier und Jetzt
links und rechts
vor und zurück
Reinheit und Schmutz,
nichts existiert ohne sein Gegenpart.

Dies anzuerkennen, zu akzeptieren und zu leben im Augenblick, in jedem Augenblick, stellt eine Ganzheit dar, in die uns diese Essenz einlädt uns zu bewegen.

© Dirk Albrodt 2006