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Ringelblume

Ringelblume – Calendula officinalis

Die Ringelblume wirkt auf Hören und Sprechen und non-verbale Kommunikation. Man kann sie durchaus mit der Brombeere vergleichen. Diese fügt die Farbinformationen des Auges zu einem begreifbaren Bild zusammen, während die Ringelblume aus der Gesamtheit der Laute einen verständlichen Klang erkennen lässt.

Ringelblume

Edward Bach sagt ja, man solle bei der Herstellung die Blütenessenz wenigstens drei Stunden aufgehender Sonne im Schälchen einfangen, was nichts anderes heißt, als dass es spätestens um 9 Uhr früh bedeckt mit den Blüten der gewählten Pflanze an seinem Platz stehen sollte. Also fand ich mich früh genug auf dieser Wiese mit den Olivenbäumen in der Toscana ein, die von leuchtend orange farbenen Ringelblumen übersät war. Und musste feststellen, dass die Ringelblumen als Langschläfer sich nicht an die Spielregeln halten und erst nach 10 Uhr allmählich ihre (Blüten-)Köpfe nach der Sonne richteten. Eine Essenz habe ich trotzdem mit ihrer Hilfe hergestellt.

In der Schöpfungsgeschichte kommt die Akustik zuerst. Gott sprach: Es werde Licht, also kam zuerst die Schallwelle, dann die Lichtwelle. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen verhält es sich genauso. Bevor ein Kind im Mutterleib etwas über das Sehen erfahren kann, können Schallwellen es bereits erreichen.

Die Ringelblume hat eine besondere Energie, die auf feine Art und Weise das Hören fördert, finetuned so zu sagen. Diese Energie scheint gut zu harmonieren mit dem gesamten Gebiet der Akustik, also auch zum Produzieren von Geräuschen, in der Kommunikation meist als Worte aber bei weitem nicht immer. Das Hören selbst funktioniert ja über diese feine Membran, die Trommelfell genannt wird. Erreichen Schallwellen das Trommelfell, wird die akustische Schwingung in eine mechanische Schwingung verwandelt, die weitere Prozesse auslöst. Knöchlein schlägt an Knöchlein bis am anderen Ende des so überbrückten Mittelohres eine weitere Membran im Innenohr in eine Schwingung versetzt wird. Die wiederum verursacht in der dahinter liegenden, mit Flüssigkeit gefüllten so genannten Schnecke eine Welle.

Das wirklich Erstaunliche ist, dass die Schnecke die Welle als „Tasten“ für hohe oder tiefe Töne benutzt. Tiefe Töne, also langsame Wellen, reizen andere Nervenzellen als hohe. Schließlich wird deren Sinn vom Gehirn entschlüsselt, begriffen und möglicherweise zu einer Umsetzung in eine körperliche Bewegung benutzt. So kann eine einfache Schallwelle durch die Luft über eine äußerst komplizierte Abfolge durch alle drei Aggregatzustände – gasförmig, fest, flüssig – eine Eiweißmasse von sagen wir 70 Kilo Gewicht vom Sofa sich erheben lassen, nur weil diese 70 Kilo die Klangfolge als „Steh mal auf!“ begreifen, den Imperativ erkennen und ihn in Handlung umsetzen. Unglaublich, oder?! (Wenn „Steh auf“ nicht funktioniert, versuchen Sie es mal mit „Hier gibt's Freibier“)

Noch vor der Geburt erreichen Schallwellen die Babys, nicht aber, wie man meinen könnte, durch die beinahe schallundurchlässige Bauchdecke der Mutter, sondern über eine weitere mehrdimensionale Verbindung, wie Alfred Tomatis, der Erforscher vorgeburtlicher Kommunikation, heraus fand. Das Gehör der Mutter dient auch ihrem Kind als Gehör. Von dort aus wird der Schall über Knochenverbindungen weiter geleitet bis er mittels der Darmbeinschaufeln als sanfte Druckwelle durch das Fruchtwasser die Haut des Kindes erreicht. Über den selben Mechanismus, nur etwas direkter, werden auch die von der Schwangeren selbst ausgesprochenen Worte zum Kind übermittelt. So kann es kaum überraschen, dass es in der Haut Nervenzellen für das Empfinden von Vibration gibt, die denen der Schnecke im Innenohr deutlich ähneln. Wir hören also mit dem ganzen Körper, auch wenn uns das nicht (immer) bewusst ist.

Die Abfolge der Schallwellenverarbeitung funktioniert aber nicht von Anfang (des Lebens) an. Zumindest beim letzten Schritt muss einiges gelernt werden, vor allem: eine Sprache. Erst wenn man sie beherrscht, ist man in der Lage, die entgegen kommenden Schallwellen zu entschlüsseln. Was aber nicht bedeutet, dass sie keine Wirkung haben, denn es schwingt immer noch mehr mit als nur der Informationsgehalt. Eine kaum bewusst spürbare Druckwelle versetzt auch unsere Haut in Schwingung.

In der linken Großhirnhälfte sitzt nun das menschliche Sprachzentrum und wartet darauf mit Worten, Bildern und Bedeutungen gefüllt zu werden. Wir lernen sprechen, indem wir Gesehenem Namen geben: das ist Mama, das ist ein Ball etc. Klang und Bild werden miteinander assoziiert. Daher fällt es uns auch leicht, aus Erzählungen, die wir hören, innere Filme zu machen. (Bei beeinträchtigten Sinnen drängt sich eine kombinierte Gabe von Brombeere und Ringelblume geradezu auf, auch wenn für eine der beiden Blüten gar keine erkennbare Indikation vorliegt.)

Manche Menschen müssen Gelesenes auch erst in Gesprochenes zurück „übersetzen“, um es begreifen zu können. Sie sprechen die geschriebenen Worte innerlich mit, deshalb lesen sie deutlich langsamer als andere, die abstrakte Buchstabenfolgen nicht erst mitsprechen, sondern sofort in innere Bilder umsetzen.

Fassen wir zusammen: die Ringelblume unterstützt und verbessert unser Hörvermögen. Sie lässt uns Zwischentöne erkennen und ganzheitlich begreifen. Unsere Wahrnehmung wird ganzheitlich.

Bei der Ringelblume geht es aber auch um das Sprechen. Sich klar und eindeutig ausdrücken können in einer Stimmlage, die die Aussage und die dahinter stehende Haltung bzw. Einstellung im Einklang mit der Körpersprache unterstreicht. Solche Kongruenz (Übereinstimmung von Sinn und Ausdruck) sollte eigentlich bei jeder Kommunikation hilfreich sein.

Nehmen wir einmal ein Beispiel scheiternder Kommunikation: „Ich hab dir schon tausendmal gesagt: räum das Kinderzimmer auf!“ Muss man sich nicht fragen wie es nur dazu kommen kann, dass jemand die selbe verbale Aufforderung tausendmal verwendet, ohne zu bemerken, dass sie nicht funktioniert? Der Schall kommt doch an der richtigen Stelle an und die das Ergebnis prüfenden Augen melden zurück: hat wieder nicht geklappt. Hier fehlt Einsicht in die Notwendigkeit einer veränderten Strategie. Möglicherweise würde sich das Ergebnis ändern, wenn man einen anderen Weg dorthin versuchte. Es kommt darauf an, nicht zu reagieren, dabei bezieht man sich bloß auf den eigenen Ärger, der wiederum aus dem Sehen des Durcheinanders im Kinderzimmer resultiert. Im Gegenteil sollte man agieren, also sich der eigenen Absicht bewusst werden und den besten, schnellsten und einfachsten Weg zu seiner Verwirklichung anstreben. „Wie oft hab ich dir schon gesagt...“ zählt ganz sicher nicht dazu.

Andererseits bewundernswert, wie man gewisse Klänge und Schallfolgen so spurenlos durch sich hindurch gleiten lassen kann. Natürlich nervt es die Eltern, aber lassen wir den Nerveffekt mal bei Seite, erkennen wir eine großartige Fähigkeit. Man stelle sich nur vor, wie wunderbar es wäre, man könnte sie bewusst nutzen, z.B. wenn die Straße vor dem Haus aufgerissen wird. Aber wer sagt, dass man es nicht kann?

Im Zuge einer „Gehörschulung“ mit Hilfe der Ringelblume wird uns mehr möglich, als wir je dachten.

Die Ringelblume wirkt also auch auf unser Sprechen. Und zwar nicht nur im Kehlbereich, sondern auch an seinem Entstehungsort, wo Sprache im Hirn ihr Zentrum hat. Nun darf man die Wirkung einer Essenz nicht missverstehen in dem Sinne, dass sie direkten Einfluss auf ein Sinnesorgan hat. Verständlich wird der Effekt auf unser Hören und Sprechen durch die emotionale Wirkung der Ringelblumenessenz. Dazu muss noch ein kurzer Exkurs in die Physiologie folgen: im Zentrum des Hirns direkt oberhalb des verlängerten Rückenmarks, durch das die meisten unserer Nervenimpulse geleitet werden, befindet sich das sogenannte 'limbische System', das für die Verarbeitung unserer Gefühle zuständig ist. Hindurch ziehen so gut wie alle wichtigen Nervenbahnen: von vorne nach hinten die Sehbahnen und von außen zum Zentrum die motorischen Bahnen. Alle durchlaufen den unsichtbaren Filter unseres limbischen Systems. So erklärt sich, dass man an der Körpersprache bereits erkennen kann, ob jemand forsch oder ängstlich ist. Der reine Bewegungsimpuls wird vor der Ausführung durch unsere Gefühle modifiziert.

Werfen wir unsere Ängste, Hemmungen, Launen und die übrigen uns so oft blockierenden Gefühle ab und ersetzen sie durch tiefes Verstehen unserer selbst wie unserer Umwelt können wir auf einer Ebene direkt und offen kommunizieren lernen, was uns zukünftig eine Menge Ärger ersparen wird, der aus uneindeutiger Kommunikation, Hintergedanken und Missverständnisse entstehen kann. Ringelblume, die Blüte, die bloßes Hören zum Verstehen macht.

© Dirk Albrodt 2003