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Echtes Springkraut

Echtes Springkraut – Impatiens noli-tangere

Das Echte Springkraut ist eine Schwesterpflanze der Bachblüte Impatiens (Drüsentragendes Springkraut), allerdings eine einheimische Art, während Impatiens ursprünglich aus Indien stammt und gerade erst seit einem guten Jahrhundert in Europa heimisch geworden ist.



Das Echte Springkraut hat eine besonders leicht zu interpretierende Signatur, es wächst beispielsweise nur im Schatten. Diese Neigung, sich zu verstecken, wird noch verstärkt ausgedrückt durch die Besonderheit der Pflanze, ihre Blüten mit einem grünen Blatt zu bedecken. Über jeder Blüte befindet sich ein Blatt, das nicht nur die Sonnnenstrahlen sondern auch die Blicke abhält. Dabei besitzt die gelbe Blüte die Form eines Füllhornes, und wenn man in die geöffnete Blüte hineinschaut, macht es beinahe den Eindruck, als purzelten einem die Schätze der Pflanze in Form kleiner roter Punkte entgegen. Sie besitzt also durchaus innere Reichtümer, aber sie scheint nicht stolz darauf u sein, da sie sie ja verbirgt. Reifen die Früchte heran, speichern sie immer mehr Wasser, bis ein starker Überdruck entsteht. Schließlich genügt ein Regentropfen, ein Windstoß oder eine Berührung, die Früchte zum Platzen zu bringen, und sie schleudern ihre Samen explosionsartig bis zu 5 m weit. Aus diesem Phänomen erklärt sich auch der umgangssprachliche Name „Kräutleinrührmichnichtan“.

Diese Pflanze stellt also ihr Licht unter den Scheffel, als schäme sie sich. Sie besitzt Schönheit und Reichtum, scheint sich dessen aber nicht bewusst zu sein. Überdies wehrt sie Vertrautheit ab, indem sie einem abwehrend ihre Samen entgegen schleudert, sobald man ihr zu nahe kommt – egal ob man es gut meint mit ihr oder nicht. Genau so verhalten sich auch Menschen, die diese Essenz gebrauchen könnten.

Es lohnt sich für andere gar nicht, nett zu entsprechenden Menschen zu sein, denn diese wissen es nicht zu würdigen. Spricht man ihnen Lob aus oder macht ihnen ein Kompliment – hier lohnen sich Wetten um große Beträge – sie werden es ablehnen. An der Leistung, die sie vollbracht haben, finden sie etwas auszusetzen, ihr blendendes Aussehen werden sie der Sonnenbank zuschreiben und das schicke neue Kleid kommt garantiert aus dem Schlussverkauf. Wie lässt sich dergleichen erklären? Dazu müssen wir ganz zurück zum Beginn des Lebens...

Können wir uns auf den Grundsatz einigen, dass jeder Mensch das Menschen- und Geburtsrecht besitzt, willkommen zu sein? Dann erkennen wir gleich zu Beginn des Lebens einen Verstoß dagegen, begründet von der medizinischen Wissenschaft, die wie alle Wissenschaften längst den Rang einer Religion besitzt und beansprucht. Ihre Grundsätze wie die jeder anderen dogmatischen Lehre dürfen nicht hinterfragt werden. Stellen wir uns nur einmal vor, der lang eingeladene Besuch trifft endlich ein und wir freuen uns darüber. Unserer Freude geben wir dadurch Ausdruck, dass wir den eingetroffenen Menschen in den Arm nehmen und ihm etwas zu trinken anbieten und einen Platz in unserer Mitte. Oder nicht? Im Prinzip schon, nur wenn es sich um ein besonders verletzliches kleines Wesen handelt, verweigern wir ihm die elementaren Zeichen der Gastfreundschaft: wir setzen es erst einmal grellem Licht und Kälte aus und stechen ihm anschließend mit einem spitzen Gegenstand in die Ferse: Herzlich Willkommen – nur zu seinem Besten wohlgemerkt, es könnte ja ein Vitamin K Problem haben... Jeder Erwachsene würde sagen: Danke für die Einladung, ich glaub, ich geh dann besser wieder. Den kleinen, hilflosen und der Sprache nicht mächtigen Neugeborenen wird eine solche Behandlung jedoch ganz selbstverständlich zugemutet. Sie können sich ja nicht umdrehen und dahin zurück gehen, woher sie kamen.

Nun, immerhin scheint die Wissenschaft die Bedeutung von Berührungen allmählich doch zur Kenntnis zu nehmen. Schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg - also schlappe 100.00 Jahre nach dem Auftreten der ersten Menschen auf der Erde - waren Wissenschaftler im New Yorker Bellevue Hospital in der Lage festzustellen, dass mehr Kinder in Waisenhäusern starben als in Familien – und daraus sogar Schlüsse zu ziehen. Sie kamen einer der Ursachen auf die Spur und verschrieben den Babys regelmäßige Berührungen und Streicheleinheiten. Das Ganze musste natürlich wissenschaftlich untermauert werden, folglich nahm man im Tierversuch erst einmal Rattenmüttern ihre Kinder weg und teilte diese in zwei Gruppen ein. Eine davon wurde allein und sich selbst überlassen, die andere regelmäßig mit einem Pinsel 'gestreichelt'... Liebe Leser: dreimal dürfen Sie raten, in welcher Gruppe die Überlebensrate höher war.

Nun also, da mittels teurer und aufwändiger Untersuchungen bestätigt wird, worauf kein normal entwickelter Mensch jemals von alleine gekommen wäre, wenden wir uns jetzt wieder unserer Blütenessenz zu. Kinder, die zu Beginn ihres Lebens die Urerfahrung des Willkommenseins und des Geliebtwerdens entbehren müssen, entwickeln ganz typische Verhaltensweisen, die auf der Überzeugung beruhen, absolut wertlos zu sein.

Kleine Menschen sehen die Welt aus absolutistischer und egozentrischer Perspektive. Das ist normal und gut so und ändert sich erst im Laufe der Kindheit. Kinder legen sich die Hände auf die Augen und denken, sie seien unsichtbar – ein Beispiel für diese Art zu denken. Wenn sich ihre Eltern streiten, halten sich die Kinder folglich immer für schuldig. Und wenn sie vor Hunger schreien und niemand kommt? Dann sind sie nicht einmal das Überleben wert. Und so verhalten sie sich im späteren Leben.

Sie lernen nie richtig, zwischen denen zu unterscheiden, die es gut mit ihnen meinen, und jenen, die das nicht tun. Häufig verhalten sie sich paradox und lassen Annäherungen von Menschen zu, die sie ausnutzen und missbrauchen. Dagegen bemerken sie zuweilen scheinbar nicht einmal, dass jemand sie mag. Als Erwachsene reagieren sie eher unberechenbar, lassen sich auf schädliche Beziehungen ein, verkrümeln sich aber, wenn jemand ehrlich in sie verliebt ist. Auf Berührungen reagieren sie wie auf einen Wespenstich, explodierend wie die Samenkapseln der Blume. Sie stehen unter Spannung und ihre Versuche loszulassen enden entweder in völliger Selbstaufgabe oder in totaler Abwehr. Beiden Reaktionsweisen gemein ist die Unfähigkeit, Berührung genießen zu können.

Das Paradoxe ist ein wesentliches Kennzeichen für Echtes Springkraut Kandidaten. Da sie sich besser damit auskennen, wie es ist, ausgenutzt und missbraucht zu werden, lassen sie Annäherungen entsprechender Menschen leicht zu. Wenn jemand aber echte Zuneigung zu ihnen fasst, hat das eher eine bedrohliche Wirkung und sie verschließen sich oder wehren ab. Eine Garantie, ein Leben lang unglückliche Beziehungen zu haben – wenn überhaupt welche.

Die Essenz des Echten Springkrautes kann einem nachträglich die emotionale Erfahrung ermöglichen, die einem vielleicht in frühester Kindheit gefehlt hat: das Angenommenwerden und Geliebtseins ohne jeden besonderen Grund, einfach so, einfach weil man da ist und lebt und das Recht darauf hat. Diese Erfahrung macht Selbstwertgefühl erst möglich. Nicht alle, denen diese Erfahrung fehlt, wurden zwangsläufig als Kinder misshandelt. Oft will es das Schicksal so, dass die Eltern sich trennen oder das Arbeitslosigkeit oder was auch immer die Familie beeinträchtigen und es den Eltern schwer bis unmöglich machen, sich so um ihr Kind zu kümmern, wie es das verdient hätte. Ein Unfall kann in Elternteil aus dem Leben reißen, was schlimm genug ist. Aber soll ein Kind ohne Eltern deshalb sein Leben lang mit schweren Einschränkungen leben müssen?

Echtes Springkraut ist die Blütenessenz für das Urvertrauen, die Gewissheit, als Mensch nicht nur eine Daseinsberechtigung sondern auch das Recht auf Glück zu haben.

Empfehlenswert ist auch die äußere Anwendung dieser Essenz. Viele Menschen verspannen sich unter Berührungen, manchmal auch gegen den eigenen Willen. Masseure können ein Lied davon singen. Eine Mischung aus Echtem Springkraut und Löwenzahn im Massageöl fördert die Bereitschaft, sich berühren zu lassen, und lockert die Muskulatur. Unbedingt mal versuchen!

© Dirk Albrodt 2003