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Granatapfel - die Frau

Laut Gertrude Jobes 'Dictionary of Mythology, Folklore and Symbols', New York 1962, ist der Granatpfelbaum für all jene am 10. Juni Geborenen von besonderer Bedeutung. Sollte sich unter den Besuchern des Blütenessenzen Infozentrums einer davon befinden, könnte eine Beschäftigung mit dieser Pflanze und seiner Blütenessenz ganz aufschlussreich in Bezug auf die eigene Person sein.

Granatapfelblüte


Schaun wir uns die Pflanze einmal etwas näher an: Ursprünglich stammt der Granatapfelbaum aus Vorderasien, heute gilt er als typischer Baum des Mittelmeerraumes. Er kann bis zu mehreren Meter hoch werden, aber auch als Zwergbaum z.B. in Kübeln gezogen werden. Als Frucht- oder Zierbaum wurde er kultiviert, hat sich aber auch selbständig gemacht und verwildert in Hecken und auf Ödland angesiedelt. Seine Blätter sind ledrig derb und gegenständig. Die Blüten sind 3 - 4cm lang und von einem feurigen Rot, sie erscheinen an den Enden der Zweige. Die Blüte dauert von Mai bis August. Die Früchte werden groß wie Orangen und sind etwas säuerlich.

1933 gelang es den deutschen Forschern Adolf Butenandt und H. Jacobi, weibliche Hormone aus dem Granatapfel zu isolieren. Das erklärt einige uralte Anwendungen, von denen ich hier berichten möchte:

In Ägypten stellte man aus zerstoßenen und in Wachs gerollten Granatapfelkernen Scheidenzäpfchen als Verhütungsmittel her. Das enthaltene Östrogen konnte möglicherweise tatsächlich einen Eisprung verhindern.
Eher physikalisch denn chemisch verwandten Ärzte in Griechenland den Granatapfel, sie verschrieben ihren Klientinnen nämlich ausgehöhlte Granatapfelhälften als Gebärmutterkappe zum Zwecke der Empfängnisverhütung. Aus England stammt eine naturheilkundliche Granatapfelanwendung, die zumindest thematisch im selben Bereich angesiedelt ist: eine Rezeptur aus mit Muskat, Zimt und weiteren Gewürzen bzw. Heilmitteln versetzten Granatapfelsirup, dessen Einnahme gegen die Übelkeit während der ersten Schwangerschaftsmonate wirken sollte.
Der Verzehr von Granatäpfeln soll Ödeme ausschwemmen, also ein körperliches Phänomen lindern, das vielfach während der Schwangerschaft auftritt. Daneben sind andere Anwendungen ebenfalls bekannt, beispielsweise der Granatapfelwurzel oder auch -rinde als Wurmmittel. Soviel zur medizinischen Bedeutung bzw. Nutzung der Pflanze.

Daneben hat der Granatapfel aber auch eine mythologische Bedeutung, die mir archetypisch zu sein scheint, da sie trotz unterschiedlicher Kulturen weltweit sehr ähnlich ist.
Der Granatapfelbaum wird schon seit Jahrtausenden als besonders wertvoll verehrt, nicht nur in der Bibel finden sich zahlreiche Hinweise auf ihn, auch in ägyptischen Grabstätten findet man gezeichnete Hinweise und in einigen aus der Zeit Ramses IV. sogar getrocknete Früchte.
Eine wundersame Verwandlung vom Granatapfel zum gewöhnlichen Apfel erlebte die Frucht dann in der Bibel in der Geschichte vom Garten Eden. Wo dieser nämlich vermutet wird, ist der usprüngliche Herkunftsort des Granatapfels. Islamische Zeichnungen aus dem achten Jahrhundert zeigen Eva denn auch mit einem Granatapfel, nicht mit einem Apfel – wobei angemerkt sei, dass der Islam die Geschichte identisch vom Christentum übernommen hat.

Eva

Der Granatapfel gilt als Frucht der Göttinnen (von einem männlichen Gott, dessen Pflanze der Granatapfelbaum ist, ist mir nichts bekannt). Da gibt es zum einen in den verschiedensten Kulturen rund um das Mittelmeer, also im Verbeitungsraum der Pflanze, jeweils eine Göttin der Weiblichkeit, für die Griechen war es Aphrodite, für die Römer Venus und für Tunesier Tanit - allen dreien gemeinsam ist das Granatapfelsymbol. Es steht für Schönheit, Weiblichkeit, Leidenschaft und Kreativität.

Eine weitere Göttin besitzt eine besondere Beziehung zum Granatapfel, es ist Persephone, Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, bei den Römern als Proserpina bekannt. Von ihr wird überliefert, eines Tages von Hades in die gleichnamige Unterwelt entführt worden zu sein, worauf Mutter Demeter so lange ihre üblichen Dienste verweigerte, bis die übrigen Götter vom Olymp angesichts der Dürre und des damit verbundenen Ernteausfalls Demeter versprachen, ihre Tochter zurückzuholen. Gesandt wurde (wer sonst) Hermes, der Götterbote, einziger unter den Göttern, der Zugang zu allen Reichen besaß. Gegen die Übermacht der Götter kam Hades nicht an, er musste Persephone ziehen lassen, tat dies jedoch nicht, ohne ihr zuvor noch einige Granatapfelsamen als Nascherei für unterwegs mitzugeben, welche diese aß, wodurch sie für immer an Hades gebunden war. Ein Drittel jeden Jahres verbrachte Persephone fortan in der Unterwelt. Zur Besänftigung ihrer Mutter gab sie zwar vor, die Kerne nur unter Zwang verspeist zu haben, das entsprach allerdings nicht der Wahrheit. Hades hatte sie zwar vergewaltigt, zum Granatapfelkernessenz jedoch nicht gezwungen. Die Verführungssituation mit der Frucht fand später ihre Parallele in der biblischen Garten Eden Geschichte. Persephone jedenfalls entdeckte die Sexualität und konnte nie mehr die selbe sein, die sie vorher einmal gewesen war.

Persephone

Jahrhundertelang galt der Granatapfel im Mittleren Osten als Symbol der Göttin und der Fruchtbarkeit. Frauen, die wissen wollten, wieviel Kinder sie gebären würden, schleuderten reife Granatäpfel mit aller Kraft auf den Boden. Sie glaubten, die Zahl der herausfallenden Samen entspräche der Zahl ihrer künftigen Kinder. Einen ähnlichen Brauch gab es in verschiedenen Ländern Lateinamerikas, wo rituell ein halbierter Granatapfel, dessen Hälften mit Honig beschmiert und nach dem Hineinlegen eines Zettels mit dem Namen der sich Kinder wünschenden Frau wieder zusammengefügt wurden, der Empfängnis bringenden Mondgöttin dargebracht wurde. Auch in Ostafrika gilt der Granatapfel als Symbol sinnlicher Liebe, wie sich durch Lieder in Suaheli nachweisen lässt.

Mond

Zu Beginn der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts schließlich stellte die kalifornische Flower Essence Society (FES) zum ersten Mal eine Granatapfelessenz her. In den mehr als 20 Jahren ihres Gebrauchs wurde sie zu einer der meistgefragten Blütenessenzen überhaupt. Im Forschungsprojekt „Blütenessenzen in der Geburtsvorbereitung“ von 1993 bis 96 wurden viele Anwendungen erprobt und auch neu entdeckt. Im Horus Schwangerschaftsset besitzt sie heute zweifelsohne zentrale Bedeutung.

Kommen wir nun zu den Eigenschaften der Granatapfelessenz: Der Granatapfel spricht die weiblichen Persönlichkeitsanteile in jedem Menschen an. Die Nichtannahme bedeutet, mit sich selbst im Zwist zu liegen, nicht zur Ganzheit gelangen zu können. Ignorieren der weiblichen Anteile führt zu innerem Ungleichgewicht, bei Frauen zu Pubertätsproblemen, Menstruationsstörungen, Identitätsproblemen sowohl persönlich wie gesellschaftlich.

Ein bedeutendes Feld, auf dem diese Blüte wohltuend zum Einsatz kommen kann, ist das der ungewollten Kinderlosigkeit.
Männer, die ihren weiblichen Kern leugnen, sehen Passivität, Weichheit und Zärtlichkeit als Schwächen an, sie verstehen ihren Partnerinnen nicht, erwarten unter Umständen Unterwürfigkeit und kommen nicht an den Kern ihrer Beziehungsprobleme heran.
Die Granatapfelblütenessenz lehrt Frauen Stärke und Männern Nachgiebigkeit, ohne das eine oder andere zu bewerten. Sie hilft, das Fehlende hinzuzufügen, nicht das Bestehende zu verurteilen.

Aus der Sicht der Akupunktur ist Yin eine weibliche Energieform, die in erster Linie im Konzeptionsmeridian auf der Mittellinie der Vorderseite des Körpers gespeichert wird (natürlich unabhängig vom Geschlecht der Person). Ein Mangel an Energie in diesem Meridian macht sich körperlich als erhöhte Krankheitsanfälligkeit bemerkbar, erhöht beispielsweise das Infektionsrisiko. Daneben verringert sich dadurch aber auch das (weibliche) Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Um auf das Thema Unfruchtbarkeit zurück zu kommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Kinderlosigkeit bei einem Mangel an Yin Energie erheblich. Granatapfelessenz bietet aber genau die fehlende Energie.

Granatapfel

Eine Schwangerschaft erfordert ein hohes Maß an Yin Energie, viele Frauen sind aber zum Ende hin stark erschöpft. Granatapfel kann als 'Steuerblüte' unter der Geburt selbst mit ausgezeichneten Ergebnissen an zwei Punkten eingesetzt werden: dem Gebärmutter- und dem Shenmen-Punkt. Letzterer findet sich genau in der Gabelung der Antihelix genannten und Y-förmigen Knorpelstruktur des Ohres, die zum großen Teil parallel zur Helix, dem Außenrand des Ohres, verläuft. Der Gebärmutterpunkt befindet sich ebenfalls im Inneren der Gabel des Y, jedoch am äußeren Rand unter der Helix genau in der Mitte zwischen den beiden Schenkeln des Y gelegen. (Wer mit dieser verbalen Beschreibung nichts anfangen kann, sollte einfach mal einen Blick in ein Anatomie oder Akupunkturbuch werfen, dann wird es sicher deutlich, wo die Punkte zu finden sind.) Man träufelt ein paar Tropfen auf ein Wattestäbchen und massiert damit die Punkte jeweils drei bis fünf Minuten lang.

Die schnellste Art und Weise, Körper und Seele Yin-Energie zuzufügen, besteht in der Massage der Essenz auf den Wangenbereich direkt vor dem Ohrläppchen.
Abschließen möchte ich den Newsletter und diesen Artikel mit einem Zitat von The Mother, der Autorin des spirituellen Werkes 'Flowers and their messages', das eine Fülle meditativer Betrachtungen aller möglicher Blüten bietet: „Granatapfel: Die Liebe Gottes in der Welt verbreiten. Zahllose saftige Kerne bringen Kraft und lassen uns des Lebens niemals müde werden.“


© Dirk Albrodt 2003