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Der Archetyp des Unschuldigen

Er wird mit dem inneren Kind assoziiert und zeichnet sich durch verschiedene Eigenschaften aus wie seine Vorliebe für Einfachheit, Harmonie und Übersichtlichkeit. Geht man mit ihm essen, zieht er schlichte Gerichte der Haute Cuisine vor. Er mag’s gern pur und rein, genießt den Verzehr eines Apfels, derweil er Schneckenschaum an Quallenrand im Tatarentutu mit dem dazu passenden Schlückchen Peuff de Meuff wenig abgewinnen kann. Wenn er sich mal aufbrezelt, heißt das, er zieht saubere und gebügelte Sachen an. Yves Saint-Laurent hält er für einen begnadeten Mittelstürmer, und zum Friseur geht er, weil es so schön kitzelt am Kopf. Er bevorzugt Urlaubsorte, an denen er Ruhe findet, am liebsten in der Natur, wo man das Wasser noch frisch aus der Quelle trinken kann. Und wenn es mal politisch wird und es um Gaza oder die Ukraine geht, fragt er: Warum vertragen die sich nicht einfach?

Auch wenn diese Frage nicht vollkommen unberechtigt ist, bringt sie ihm den Vorwurf der Naivität ein. Abgeklärtheit, Pragmatismus und Fatalismus werden von Mitdiskutanten als angemessen, realistisch und überlegen hingestellt. Einfache Lösungen funktionieren nicht, wo gehobelt wird, fallen Späne, die Welt ist schlecht, das weiß man doch.

Angesichts »irrtümlicher« Flugzeugabschüsse fällt es schwer, dem zu widersprechen. Aber ist es wirklich überlegen, sich damit abzufinden? Schließlich bildet der Archetyp des Unschuldigen gleich zu Beginn des Lebens die Grundlage allen Miteinanders. Später passt das nicht mehr? Neugeborene sind nicht zynisch. Vielleicht werden sie es im Laufe ihres Lebens, anfangs hingegen sind offen und liebevoll. Kinder, denen man nicht auf genau diese Weise begegnet, gehen zugrunde. Sie haben Liebe nötiger als alles andere, als Nahrung und Wärme. Schlimme Experimente mit Neugeborenen, mit denen nicht gesprochen noch gespielt und gekuschelt werden durfte, führten zu tödlichen Ergebnissen. Man könnte es so ausdrücken: wenn es nicht gut beginnt, beginnt es gar nicht. Ohne die Basis des Unschuldigen, die von Vertrauen, Geborgenheit und Liebe gebildet wird, geht gar nichts

Das gilt in gleichem Maße für Zyniker. Natürlich brauchen auch sie den Start im Guten, bevor sie sich panzern, ihre Erwartungen herunterschrauben und dazu neigen, das Übel der Welt als quasi gottgewollt oder naturgegeben zu betrachten.

Echtes Springkraut - Impatiens noli-tangere
Dies ist die Blüte zur Kräftigung des Archetyps des Unschuldigen. Wie wir gesehen haben, spielt er eine Rolle im kindlich Naiven wie auch im abgebrühten Zyniker, bei letzterem allerdings durch seine Unterdrückung. Die Frage ist nur, ob man sich die Sehnsucht nach dem Paradies erhalten oder sie aufgegeben hat.
Echtes Springkraut kann Konstitutionsmittel sein, wenn sich die grundsätzliche Bevorzugung von Einfachheit und Natürlichkeit wie ein roter Faden durch das Leben zieht. Probleme können daraus entstehen, dass man jedem, der einem zulächelt, auch gute Absichten unterstellt und in sämtliche offene Messer läuft, die einem bereitgehalten werden.

Es kann situationsweise eingesetzt werden, wenn der repräsentierte Archetyp eine Delle abbekommen hat, man z.B. von einem engen Vertrauten hintergangen wurde oder Schicksalsschläge das Vertrauen zerstört haben. Und auch wenn der Start nicht ganz so gut war, wie er hätte sein können. Will sagen: man hat ihn überlebt, aber daraus gelernt, anderen zu misstrauen, was alle zukünftigen Beziehungen belastet.