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Weiße Schafgarbe - Der Held

Der Held – Weiße Schafgarbe – Achillea millefolium


Trotz aller Einwände verwende ich das sperrige Wort der „Archetypen“ doch immer wieder – schon weil mir kein anderes bekannt ist, das die Sache, um die es geht, so präzise trifft. Ein Archetyp ist etwas universelles, das unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder sonstiger Eigenarten bei allen Menschen existiert, als ein nicht weiter zu erläuternder Begriff, der allen sogleich einleuchtet, der von allen ohne besondere Erklärungen verstanden wird.

Nehmen wir den Begriff des Helden.

Achilles

Achilles, der Held Ein Held ist jemand, der etwas tut, wovor andere sich fürchten. Aber ein Held ist kein Roboter, den man in ein brennendes Haus schickt, um gefährdete Menschen daraus zu retten. Ein Roboter kann niemals ein Held sein, denn ein Roboter kennt keine Angst. Das Wesen eines Helden ist also, dass er sich der Gefahr bewusst ist, in die er sich begibt – und es trotzdem tut.

Das zweite wesentliche Merkmal des Helden besteht darin, dass es ganz und gar nicht sicher ist, ob er seine Unternehmung erfolgreich abschließen wird. Es ist durchaus möglich, dass der Held unterliegt oder gar zu Tode kommt. Ein Held kann deshalb nicht unbesiegbar sein. Ein Unbesiegbarer ist kein Held, sondern ein Gott.
Ein Held aber ist ein Mensch.

Diese Definition dessen, was einen Helden ausmacht, können wir wie einen roten Faden durch die Weltgeschichte
und die Kulturen verfolgen. Angefangen vom griechischen Helden Achilles, der an der Ferse verwundbar war, über den Nibelungen-Helden Siegfried, den man zwischen den Schulterblättern verletzen konnte, bis hin zum modernen amerikanischen Helden Superman, der durch ein fiktives Gestein namens Kryptonit verletzlich wird.
Man mache sich an dieser Stelle nicht über eine Comicfigur lustig, schließlich ist sie das Geschöpf kreativer Menschen,
und Menschen wissen instinktiv, was einen Helden ausmacht: seine Verletzlichkeit.
Das ist der Archetyp, den die Comicschöpfer gebrauchten, möglicherweise ohne zu wissen, dass sie überhaupt mit einem arbeiteten. Dennoch taten sie es.

Heute möchte ich Ihnen die Pflanze vorstellen, deren Energie auf der archetypischen Ebene des Helden wirkt, die sich daher ausgezeichnet in Form einer Essenz dienstbar machen lässt. Nach der Einleitung über das Wesen von Archetypen dürfte es an dieser Stelle kaum noch überraschen, dass sie den (botanischen) Namen eines griechischen Helden trägt:

Weisse Schafgarbe
Weiße Schafgarbe – Achillea millefolium
(die „tausendblättrige“ Pflanze des Achilles)

Ich möchte zuerst noch einmal auf den Namensgeber Achilles zurück kommen, Sohn einer Göttin und eines Menschen, was natürlich einen Knaben hervorbrachte, der einerseits göttliche, andererseits menschliche Eigenschaften besaß. Vom Menschen hatte er seine Verletzlichkeit. Nun wollte seine Mutter, Meeresgöttin Thetis, natürlich nur das Beste für ihren Sproß und tauchte ihn in den Unterweltfluss Styx, was ihn unverwundbar machen sollte. Kleiner Haken an der Geschichte: wo sie ihn festhielt, nämlich an der Ferse, konnte das Wasser seine Haut nicht erreichen und er blieb an dieser Stelle verletzlich. Nach allerlei, nicht immer unbedingt besonders sympathischen Heldentaten (oder wie finden Sie es, wenn der Besiegte eines Kampfes als Leiche noch 12 mal um die Stadt geschleift wird?), erwischte es Achilles schließlich doch.
Apollo lenkte einen auf Achilles abgeschossenen Pfeil genau ins Ziel: mitten rein die Ferse.

Aphrodite
Aphrodite

Bis dahin war alles gut gegangen, was unser Held in nicht geringem Ausmaße der Göttin der Liebe, Aphrodite, zu verdanken hatte. Die besaß nämlich ein heilendes Kraut, mit dem sie verletzte Schwachstellen zu heilen vermochte.
Welches das war?
Ach, kommen Sie...

Weisse Schafgarbe
Weiße Schafgarbe

Bedeutsam an dieser Stelle finde ich die doppelte Wirkung der Liebe. Einerseits vermag sie, unsere Verletzungen schneller heilen zu lassen – zum anderen aber macht sie uns verletzlich (und wenn nicht, ist es keine). Sie schützt uns und doch ist die schützende Hülle durchlässig.

Das sind genau die Eigenschaften, die uns die Weiße Schafgarbe verleiht. Sie stattet uns mit einem unsichtbaren Schutzmantel aus, der jedoch kein undurchdringbarer Panzer ist, sondern offen für das, was wir an uns heran lassen wollen.

Die Schafgarbe macht natürlich aus Angsthasen keine Helden, dafür sind ganz andere Essenzen zuständig (wie Gefleckte Gauklerblume, Johanniskraut, Zitterpappel u.a.) Aber sie gibt einem doch ein gewisses Sicherheitsgefühl, in dem sie unsere Schutzhülle verstärkt. Man ist nicht mehr so leicht angreifbar. Um die Eigenschaften in einem Bild zusammen zu fassen, möchte ich das Auge des Wirbelsturms nennen. Darin herrscht Stille, während herum entfesselte, ja zerstörerische Kräfte tosen. Diese Essenz zentriert, man ist nicht mehr so leicht ablenk- und irritierbar, man behält seine Konzentration und bleibt handlungsfähig. Sie schirmt einen vor negativen Einflüssen ab und hat heilende Wirkung, wo man von ihnen doch verletzt wurde. Und um einen herum mag das Chaos toben...

Rosa Schafgarbe
Rosa Schafgarbe

Aus diesem Grunde hat sich z.B. die vorbeugende Einnahme (wenigstens 24 Stunden) vor operativen Eingriffen, vor Zahnbehandlungen, vor Bestrahlungen, vor Geburten bewährt. Auch dem Polizisten, der auf seinen Einsatz bei Krawallen wartet, könnte die Essenz kühlen Kopf bewahren lassen, was sicher manch einer Eskalation vorbeugen würde.

Wann immer man besser konzentriert und gelassen bliebe, während doch Störungen, Ablenkungen und Angriffe von außen
auf einen einströmen, ist Weiße Schafgarbe das Mittel der Wahl.

Überdies existiert auch noch eine rosa Variante, botanisch die selbe Pflanze, von der energetischen Wirkung her aber leicht anders. Rosa Schafgarbe dient all jenen, die dazu neigen, Einflüsse von außen förmlich in sich aufzusaugen, die sich von Mitgefühl mitreißen lassen, die übermäßig beeinflussbar sind. Dies macht diese Blütenessenz besonders für jene nützlich,
die im sozialen Bereich tätig sind. Dem Kranken, Verletzten oder Sterbenden dient keine Heulboje an seiner Seite, sondern eine starke, in sich ruhende Persönlichkeit.

Rosa Schafgarbe
Rosa Schafgarbe

Für den Helfer ist es besonders wichtig, sich abschirmen zu können. Keiner hätte einen Vorteil davon, wenn der Helfer geschwächt würde. Rosa Schafgarbe lässt einen die Nerven behalten, ohne das Mitgefühl zu verlieren.

© Dirk Albrodt 2006